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Reminiszenz an „Feuse Jret“ und „Mittezoch“

Anton Könen, Mechernicher Heimatforscher und ehrenamtlicher Karnevalsorden-Kreateur, erschafft seit 32 Jahren kleine kulturhistorische Kunstwerke für die Hälse der regionalen „Jecken“

Anton Könen, Eifeler Heimatforscher und ehrenamtlicher Karnevalsorden-Kreateur, bekam beim ersten Ordensfest des Festausschusses Mechernicher Karneval (FMK) den ersten Karnevalsorden der neuen Session geschenkt - noch vor der alten Tollität, wie es sonst üblich ist. Foto: Kirsten Röder/KR/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich – Der Heimatforscher Anton Könen wurde für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit als Kreateur Mechernicher Karnevalsorden vom Festausschuss Mechernicher Karneval (FMK) geehrt und ausgezeichnet. In den 32 Jahren seines Schaffens, fertigte der Mechernicher Historiker und Tausendsassa nicht weniger als 25 Unikate, allesamt Reminiszenzen an das alte Mechernich.

Obwohl Könen weder FMK-Mitglied, noch ein ausgewiesener Fan organisierter Karnevalsaktionen ist, bekam er am Wochenende als Dank für seine Schöpfungen den ersten Orden der neuen Session verliehen. Damit brach FMK-Vorsitzender Albert Meyer mit einer alten Tradition, wonach die alte Tollität den ersten neuen Sessionsorden erhält. Die Journalisten Kirsten Röder (Kölnische Rundschau) und Joachim Sprothen (Kölner Stadt-Anzeiger) berichten außerdem von der Auszeichnung Anton Könens durch den Regionalverband Rhein-Sieg-Eifel der Karnevalsvereine.

Themen von Könens Karnevalsorden sind Mechernicher Gebäude, Originale und Begebenheiten. Zu den Gebäuden, die er zum Teil modernen Bauten weichen mussten und die Könen auf den metallenen Orden verewigte, gehören Madgalenenhütte und „Langer Emil“, seinerzeit höchster Industrieschornstein Europas, das Eifelstadion, der Knottenhof, der alte Mechernicher Bahnhof, das „Königspochwerk“ auf Spandau, altes Postamt, die Mechernicher Schulbauten bis 1939, „Oss aal Krankenhuus“, das Hotel Bleiberg, Rathaus, Turmhof, Kreuserstift und beide Pfarrkirchen St. Johannes Baptist.

Wie Kirsten Röder schreibt, war der erste Orden „Feuse Jret“ einer Frau unter den Mechernicher Originalen, gewidmet. Sie bewohnte eines der historischen Fachwerkhäuser in der Straße „Auf der Ley“. „Man konnte sie oft mit Handkarren und ihrem Hund Cäsar beobachten, wie sie Weißkohl und Salat zum Markt brachte um damit ihr mageres Einkommen aufzubessern“, so Anton Könen.

Sein persönliches „Schmankerl“ unter den selbstkreierten Schmuckstücken, berichtet Könen der Presse, sei der Orden mit dem „Mittezoch“ als Motiv gewesen, als jenem hochdeutsch korrekt betitelten „Henkeltopf-Henkelmannszug“, der den Knappen im Bleibergwerk das Essen brachte.

Der „Mittezoch“ hat seinen Ursprung in der Mechernicher Bergwerks-Geschichte und den Reparationszahlungen nach dem Ersten Weltkrieg. Nach dem Krieg sollte eine Lieferung von 1500 Güterwagen als Teil der Reparationszahlungen an die königlich-serbische Eisenbahn erfolgen, berichtet Könen der „Kölnischen Rundschau“. Am Ende waren ein paar Waggongestelle übrig. Daran brachte man Befestigungsmöglichkeiten für die „Mitten“, die blechernen Essgeschirre der Bergleute an. So entstanden selbstgemachte Essensgeschirr-Transporter, mit denen die Werkseisenbahn warme Mahlzeiten zu den Knappen bringen konnte.

Der Orden für die nächste Session ist ebenfalls gelungen. „Den habe ich schon zum dritten Mal vorgeschlagen. Jetzt ist er genommen worden, nachdem ich nochmal was verändert habe“, erzählt Anton Könen. Der Orden zeigt die Bahnstraße von 1924 mit Gebäuden aus den 1870er Jahren.

Eine dazu passende Broschüre zu den insgesamt 25 Mechernicher Karnevalsorden gibt es beim FMK. Interessenten können sich bei Albert Meyer unter Tel.: 02 44 3/44 88 melden.

Felix Lang/pp/Agentur Profi Press

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