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Reisendes Hänneschen

Nach 70 Jahren: Hänneschen-Theater kehrt auf den Jahrmarkt zurück – Freilichtmuseum Kommern zeigt eine längst vergessene Schaudarbietung – Auf dem „Jahrmarkt anno dazumal“ vom 15. bis 28. April

Mechernich-Kommern/Köln/Neuss/Bonn. Was selbst Fans des berühmten Hänneschen-Theaters in der Kölner Altstadt kaum wissen: Ursprünglich reisten seine „Prinzipale“ mit dem Stabpuppen-Theater auch durch die Lande, traten dabei auch auf Jahrmärkten auf.

So „ladet höflichst ein H.J. Königsfeld, Enkel von Chr. Winters. Gründer des richtigen Kölner Hännesgen-Theaters von 1802 schon 1867 zum Besuch seines Theaters auf einem Volksfest in Neuss ein. Später war eine ganze Reihe von Schaustellerfamilien mit Hänneschen-Theatern auf Wanderschaft. 1950 waren „Hänneschen“, seine Freundin „Bärbelchen“ und die weiteren Kölner Charaktere des Theaters zum letzten Mal auf dem „Pützchens Markt“ zu sehen.

Auf seinem 25. „Jahrmarkt anno dazumal“ vom 15. bis 28. April wird das LVR-Freilichtmuseum Kommern an die vergessenen reisenden Hänneschen-Bühnen und seine Stabpuppen erinnern. Foto: LVR/pp/Agentur ProfiPress

Auf seinem 25. „Jahrmarkt anno dazumal“ vom 15. bis 28. April wird das LVR-Freilichtmuseum Kommern an die vergessenen reisenden Hänneschen-Bühnen erinnern.

Ehemalige Mitwirkende des Kölner Hänneschen-Theaters inszenieren hierzu eigens ein rund 20minütiges Stück, das ganz auf das Freilichtmuseum und seinen Jahrmarkt zugeschnitten ist. Die Museumswerkstätten bauen hierzu nach historischem Vorbild die Bühne, die hinter einer großen Schaubuden-Fassade stehen wird. Dazu gibt es eine kleine Ausstellung zur Geschichte des „Hänneschen“.

Außer dem „reisenden“ Hänneschen-Theater mit den bekannten Stabpuppen wird es auf dem „Jahrmarkt anno dazumal“ aber auch ein Handpuppentheater geben: Die renommierte Kölner Wanderbühne „Sternkundt“, seit vielen Jahren Attraktion auf dem Museumsjahrmarkt, stellt sich wieder auf die strahlenden Gesichter des ganz jungen Jahrmarktpublikums ein.

Beide Theater ergänzen übrigens die Sonderausstellung „Kasper, Seppel und der Räuber“, die ab dem 17. März historische Spielfiguren aus einer Privatsammlung zeigen wird.

pp/Agentur ProfiPress

 

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