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Radermacher nun Ehrenbrandmeister

Der ehemalige Bürgermeister hatte Mitarbeiter zum Ausstand eingeladen – Michael Heller: „In zehn Jahren 200 Millionen Euro für das laufende Geschäft ausgegeben“ – Gemeinde Kall ist auf einem „gutem Weg in eine gute Zeit“ – Die Feuerwehr hatte Uniform gleich mitgebracht – Heinen jetzt Chef seines Ex-Chefs

Kall – „Die Gemeinde Kall und insbesondere Ihr Nachfolger werden sich enorm anstrengen müssen, um ohne Sie auszukommen. Seien Sie darauf gefasst, dass man gelegentlich nicht nur an Sie denkt, sondern eventuell auch Ihren Rat einholen wird.“ Mit diesen Worten an den Kaller Bürgermeister a. D. Herbert Radermacher verabschiedete sich dessen allgemeiner Vertreter Michael Heller im Namen aller Mitarbeiter vom ehemaligen Dienstherren. Herbert Radermacher, der am 30. April aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Dienst ausgeschieden war, hatte alle Mitarbeiter zum Ausstand in den Saal Gier eingeladen.

Abschied:
Herbert und Edith Radermacher mit dem kommissarischen Rathauschef Michael Heller (Mitte) bei der Verabschiedung durch die ehemaligen Mitarbeiter. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Die Erzieherinnen der Kindergärten und der Schulen, die Mitarbeiter der Bücherei, der Verwaltung, des Bauhofes, des Hallenbades sowie eine Abordnung der Feuerwehr gaben sich ein Stelldichein. Für jede Abteilung fand der ehemalige Bürgermeister dankende Worte. Auch Radermachers ehemalige Vorzimmerdamen Reinhilde Kirschgen und Karin Poth sowie sein früherer direkter Vertreter Edmund Stoff nahmen am Ausstand teil.

Marina Fleschenberg übergibt im Namen des Personals ein Geschenk an den ehemaligen Chef Herbert Radermacher. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Sich öfter aufs Fahrrad zu schwingen hat sich Radermacher in seinem Ruhestand vorgenommen. Als Hinweis darauf überreichte Marina Fleschenberg ihrem ehemaligen Chef im Namen aller Mitarbeiter ein mit einem kleinen Fahrrad dekoriertes Abschiedsgeschenk. Auch die Kindergärten bedankten sich mit einem Präsent. Die Leiterin des Kaller Familienzentrums, Gabi Müller, sorgte für Heiterkeit, als sie ein lustiges Gedicht über „Dat Rentekäätche“ vortrug: „Dann stehste eenes Daages hee, als frischjebackene Rentjee; der ohne Ärbet levve kann, ävver do moss e Rentekäätche hann.“

Die Urkunde, mit der dem Ex-Bürgermeister die Ernennung zum Ehrenbrandmeister bescheinigt wird. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Michael Heller, der als allgemeiner Vertreter Radermachers die Verwaltungsgeschäfte bis zur Neuwahl im September führt, ließ die zehnjährige Amtszeit Radermachers Revue passieren. Vieles in der Gemeinde Kall trage seine Handschrift. Heller: „In zehn Jahren haben Sie rund 200 Millionen Euro für das laufende Geschäft und rund 30 Millionen Euro für sinnvolle und von Ihnen angestoßene Investitionen ausgegeben.“ Die Gemeinde Kall sei auf einem „guten Weg in eine gute Zeit“.

Mit Mütze und Feuerwehruniform: Ehrenbrandmeister Herbert Radermacher. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Für den Vorstand des Vereins zur Erhaltung der Gaststätte Gier bedankten sich Uwe Schubinski und Reiner Züll bei Herbert Radermacher. Er habe maßgeblich dazu beigetragen, dass der Verein die denkmalgeschützte Gaststätte erwerben und als Verein weiter bewirtschaften könne. Glücklicherweise bleibe Radermacher dem Verein als Mitglied erhalten.

Die Mütze passt, der Uniformrock sitzt: Die Führungsriege der Gemeindefeuerwehr Kall begrüßt den neunen „Kollegen“ Herbert Radermacher mit Beifall. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Die Führungsriege der Feuerwehr der Gemeinde Kall überraschte ihren ehemaligen Chef mit einer ganz besonderen Auszeichnung. Der Leiter der Wehr, Harald Heinen, überreichte dem völlig ahnungslosen Ex-Bürgermeister die Ernennungsurkunde zum Ehrenbrandmeister. Doch damit nicht genug: Heinen packte einen Feuerwehr-Uniformrock aus, den Radermacher sofort anziehen musste. „Jetzt weiß ich auch, warum ich heute Abend eine schwarze Hose anziehen sollte“, rief er seiner Ehefrau Edith zu, die in die Ehrung ihres Mannes eingeweiht war. Die dazugehörige Uniformmütze, die Vize-Wehr-Chef Andreas Lang aus einer Hut-Schachtel hervorzauberte, erwies sich allerdings als eine Nummer zu groß.

Wehrleiter Harald Heinen überreicht Herbert Radermacher die Ernennungsurkunde zum Brandmeister ehrenhalber. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

„Damit hätte ich nie gerechnet“, freute sich der frisch gebackene Ehrenbrandmeister über die Auszeichnung. Mit dem Ausscheiden Radermachers als Verwaltungschef und der Ernennung zum Ehrenbrandmeister ist ein personeller Rollentausch vollzogen worden: Als Leiter der Feuerwehr ist Gemeinde-Brandinspektor Harald Heinen nun der Chef seines bisherigen Chefs Herbert Radermacher.

pp/Agentur ProfiPress

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