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Präzise und doppelt so schnell

Eifel-Eisenbahnstrecke Köln-Trier Saarbrücken: Gestern wurde der Unterführungstunnel für die B 477 in den Mechernicher Bahnhofsberg geschoben: Um 8.25 Uhr war alles drin – Auch Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, Rats- und Behördenvertreter verfolgten die spektakuläre Aktion – 16,5-Millionen-Euro-Projekt wird spätestens Anfang 2016 verkehrstauglich

Künftige Bahnüberführung Bundesstraße B 477, Blickrichtung von der Innenstadt in Richtung Mühlenpark. Es ist Donnerstag, 31. Oktober, 8 Uhr: Der 3500 Tonnen schwere eigentliche Unterführungstunnel steht noch in Startposition, wo er in den vergangenen Wochen und Monaten von den Arbeitern der Firma Weiland gegossen worden ist. Mit Hilfe eines hochkomplexen Verfahrens, das sich „Fluid TS“ nennt, wurde der auf Verschiebe-Rinnen gebettete Koloss mit Hydraulikunterstützung um 50 Meter in seine endgültige Position unter der Bahnstrecke Köln-Trier-Saarbrücken versetzt. Foto: Felix Lang/pp/Agentur ProfiPress

Gleicher Blickwinkel, 25 Minuten später: Die vorgefertigte Betonröhre, durch die spätestens ab 2016 der gesamte Autoverkehr auf der B 477 kreuzungsfrei die Eisenbahnlinie Köln-Trier-Saarbrücken unterqueren soll, hat sich 50 Meter fortbewegt und ihre endgültige Position erreicht. Foto: Felix Lang/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich – Der Einschub der Unterführung der B 477 fand heute Morgen wie geplant statt. Um 8 Uhr fingen die Hydraulik-Systeme an zu arbeiten und schon 25 Minuten später waren die 3500 Tonnen Stahlbeton der Unterführung 50 Meter weiter an ihrem Bestimmungsort angelangt. Präzise – und doppelt so schnell, wie von Projektleiter Andreas Groß prognostiziert.

„Sehr beeindruckend“, fand das Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick: „Man konnte zusehen, wie sich dieses Riesenbauwerk mit einer Geschwindigkeit von zwei Metern pro Minute an den richtigen Platz bewegte.“ Auch Andreas Groß vom Landesbetrieb Straßen NRW war begeistert: „Es hat alles mehr als gut funktioniert!“

Die dreiwöchige Streckensperrung vom 18. Oktober bis 11. November, während der Schienen-Ersatzbusse eingesetzt werden, und der eigentlich Einschub heute Morgen waren für Groß „der Knackpunkt des Projektes“. Mit dem erfolgreichen Einschub sei ihm „ein Stein vom Herzen gefallen“.

Groß und Bürgermeister Schick waren nicht die einzigen, die beeindruckt waren von dieser Präzisionsarbeit. Auch die Teams von Weiland-Bau und Straßen-NRW sowie die beteiligten Ingenieurbüros und die Vermesser zeigten sich glücklich über den Erfolg des Einschubs. „Ursprünglich haben wir mit einer Einschub-Zeit von rund 50 bis 60 Minuten gerechnet – wir waren aber doppelt so schnell“, sagte Andreas Groß dem Reporter der Agentur ProfiPress.

„Aber erst, wenn der erste Zug am 11. November wieder über die Gleise rollt, sind alle Schwierigkeiten überwunden“, so Groß. Bis dahin müssen  die 90 Meter lange Schneise im Bahndamm wieder aufgefüllt und die Gleise verlegt werden. Das bedeute auch, dass die Arbeiter bis dahin Tag und Nacht durcharbeiten müssen, so der Projektleiter.

Ob der Tunnel eines Tages nach dem Mechernicher Stadtratspolitiker Winfried Simons benannt werden könnte, ist offen. Sein politischer Weggefährte Heinrich Schmitz verteilte gestern an der Baustelle Flugblätter, damit nicht vergessen wird, dass es Winfried Simons war, der Mitte der 90er Jahre in Zusammenarbeit mit einem Freund, der im Management der Bundesbahn arbeitete, die ersten Pläne für den Durchstich des Bahnhofsberges dem Stadtrat vorgelegt hatte.

Mit dem Einschub ist nun das wichtigste Stück des insgesamt 16,5 Millionen Euro teuren Bauprojekts an seinem Bestimmungsort. Wie Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick bei der Verschiebung sagte, sei es für die ausführende Spezialfirma „Konecranes“ vielleicht keine große Sache, aber für Mechernich sei der Durchstich Bahnhofsberg ein ganz großer Schritt.

Die 30 Meter lange Unterführung soll die bis jetzt faktisch geteilte Stadt einen. Schick sagte, er sei froh über den Fortschritt und das Zusammenwachsen der Stadt. Von der Unterführung erhofft man sich einen besseren und sichereren Verkehrsfluss. Der Durchstich sei eine der wichtigsten Strukturmaßnahmen der vergangenen Jahrzehnte, so Schick. Täglich passieren um die 12.000 Fahrzeuge den Bahnübergang Friedrich-Wilhelm-Straße, wobei die Schranken und damit die Straße rein statistisch vier Stunden pro Tag dauerhaft geschlossen sind.

Zu dem Bauprojekt gehören noch zwei Kreisverkehre, jeweils vor und hinter der Unterführung, die auch den Verkehrsfluss beschleunigen und sicherer machen sollen. Für die nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer wird am Bahnübergang Friedrich-Wilhelm-Straße eine Unterführung gebaut. Dafür muss die Bahnstrecke nicht erneut über einen längeren Zeitraum gesperrt werden, sondern nur an zwei Samstagen. Das gesamte Bauprojekt soll Ende 2015/Anfang 2016 fertig gestellt sein. Wie Andreas Groß vom Landesbetrieb Straßen NRW sagte, könne jetzt nur noch ein langer Winter den Zeitrahmen sprengen.

Blickrichtung von der Einmündung der Kreisstraße nach Strempt in Richtung Peterheide/Mechatronics: Sehr gut zu sehen ist eine der beiden Rinnen, auf denen die 3500 Tonnen schwere Straßenunterführung mit Hydraulikunterstützung in ihre Zielposition gedrückt wird. Foto: Felix Lang/pp/Agentur ProfiPress

Gut 20 Minuten später hat die Betonröhre fast ihr Ziel erreicht. Ursprünglich war Projektleiter Andreas Groß vom Landesbetrieb Straßen NRW von einer Stunde ausgegangen, aber dann lief alles mit großer Präzision und mehr als doppelt so schnell ab wie gedacht. Foto: Felix Lang/pp/Agentur ProfiPress

Felix Lang/pp/Agentur ProfiPress

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