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Piratenschiff im Mühlenpark gestrandet

Mehrgenerationen-Park im Kommerner Erholungsgebiet nimmt Gestalt an – Eröffnung im Frühjahr 2018 geplant – 140.000 Euro Investitionsvolumen – EU fördert 60 Prozent der Summe

Mechernich-Kommern – Nein, ein neues Hochwasser, das den Kommerner Mühlenpark heimgesucht und dabei ein Piratenschiff angespült hat, gibt es nicht zu vermelden. Das Schiff ist auch nicht gestrandet und auf dem Wasserweg nach Kommern gekommen, sondern wurde kürzlich von einem Transportunternehmen geliefert – und zwar am Stück – und dann mittels Kran in den Park gehievt. „Das erste Kind hat schon beim Aufstellen am Zaun gerüttelt und wollte aufs Schiff“, berichtet Gastronom Helmut Wagner, der den Biergarten im Mühlenpark betreibt.

Doch die Kinder müssen sich noch ein wenig gedulden, bevor das Piratenschiff klar zum Entern muss, vielleicht sogar bis zum Frühjahr. „Das Schiff steht zwar, aber der Beton muss noch austrocknen, dann wird ringsherum noch Sand ausgebracht“, erklärt Dennis Müller vom Bereich Liegenschaften bei der Stadt Mechernich.

Gastronom Helmut Wagner (l.) und der städtische Mitarbeiter Dennis Müller stellten das Konzept des Mehrgenerationenparks in Kommern vor. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Das Piratenschiff als neues Spielgerät ist aber nur ein kleiner Teil des Mehrgenerationenparks, der derzeit im Mühlenpark rund um das alte Verwaltungsgebäude der Landesgartenschau 1972 entsteht und mit dem das Erholungsgebiet belebt und sukzessive entwickelt werden soll. Ebenfalls noch eingezäunt sind fünf Outdoor-Fitnessgeräte. Die sind, im Gegensatz zum Schiff, zwar schon fest. Es fehlen aber noch Matten, die verlegt werden müssen. Diese Geräte können ausnahmslos von je zwei Personen gleichzeitig bedient werden, denn jedes Gerät ist für zwei Übungsformen ausgelegt.

Gegenüber dem ehemaligen Verwaltungsgebäude ist derzeit ein Loch ausgehoben, auf dem Betonfundament wird in Kürze ein Kletterfelsen errichtet, dessen drei Bereiche miteinander verbunden sind. Auf demselben Rasenstück werden noch ein Trampolin sowie eine Nestschaukel aufgestellt. Auch eine 30 Meter lange Seilbahn wird bis zum Frühjahr als neue Attraktion installiert, genau wie ein Beachvolleyballfeld.

Direkt neben dem Gebäude, das bei Veranstaltungen gerne vom Deutschen Roten Kreuz als Erste-Hilfe-Station genutzt wurde und in dem zuletzt Deutschkurse für Flüchtlinge stattfanden, wird eine Wasserspielanlage entstehen. „Kinder können dort mit Wasser spielen, es hochpumpen oder im feuchten Sand Burgen bauen“, erklärt Helmut Wagner.

Café mit 200 Außenplätzen

Der Gastronom wird in dem 45 Jahre alten Gebäude ein Café eröffnen. 40 Plätze im Innern sowie 200 im Außenbereich sind geplant. Die Renovierungsarbeiten sind in vollem Gange und so gut wie abgeschlossen. Unter anderem musste das gesamte Dach erneuert werden. Der Außenbereich muss noch gepflastert werden.

Wenn es nach Helmut Wagner geht, soll das Selbstbedienungs-Café erstmals im Mai für Besucher öffnen – und zwar täglich bis Dezember, ab dem zweiten Jahr dann ab März. „Es gibt keine Kellner, die zu den Tischen kommen“, erklärt Wagner das Konzept. Im Angebot sollen Kaffee, Kuchen, Frühstück und Eis sein. Wagner denkt an eine Öffnung ab 9 Uhr bis vielleicht 19 Uhr.

Dennis Müller (l.) und Helmut Wagner probieren die neuen Outdoor-Fitnessgeräte im Mühlenpark aus. Jeweils zwei Personen können an den insgesamt fünf Geräten gleichzeitig trainieren. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Die gesamten Außenmaßnahmen kosten rund 140.000 Euro. Ein Großteil dieser Summe, nämlich 60 Prozent, wird aus EU-Geldern gefördert, bei dem Mehrgenerationenpark handelt es sich um ein Leader-Projekt. Das Geld stammt aus dem europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums. „Europa investiert in die ländlichen Gebiete unter Beteiligung des Landes Nordrhein-Westfalen“, beschreibt es Dennis Müller. Die restliche Summe, insgesamt 56.000 Euro, bringt die Stadt Mechernich auf.

„Das Projekt läuft seit anderthalb Jahren“, erklärt Müller und skizziert dann den Ablauf bis zur Bewilligung der Fördermittel: Erst müssen ein konkretes Konzept und eine Kostenkalkulation aufgestellt werden, dann folgt der Antrag. Bei Interesse werden die Antragsteller, in dem Fall die Stadt, eingeladen, um es vorzustellen.

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete unter Beteiligung des Landes Nordrhein-Westfalen. Repro: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Die Fertigstellung des Mehrgenerationenparks ist für das Frühjahr 2018 anberaumt. Konkreter will Dennis Müller wegen der unklaren Witterungsverhältnisse im Winter nicht werden. Helmut Wagner plant aber bereits ein großes Eröffnungsfest im Mai.

Außerhalb des Leader-Projekts finden aber noch weitere Arbeiten im Mühlenpark statt. So soll die Minigolfanlage, an der seit ihrer Eröffnung um Jahr 1972 der Zahn der Zeit genagt hat, saniert werden. Geplant ist auch eine Brücke, die vom Außenbereich des Cafés auf den Rundweg dahinter führen soll. Die gab es vor vielen Jahren, das Brückenfundament ist nämlich noch vorhanden.

pp/Agentur Profipress

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