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Pilger vor der Kaserne

Mechernicher Bundeswehr gewährt Waldnieler Matthiaswallfahrern seit 25 Jahren Gastfreundschaft im Eingangsbereich der Bleibergkaserne – Anerkennung, Wein und Wappen für die Bruderschaft vom Niederrhein

Mechernich – Seit 375 Jahren zieht die St. Matthias-Pilgerbruderschaft Waldniel alljährlich zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten zum Apostelgrab des Heiligen Matthias nach Trier und wieder zurück an den Niederrhein. Gefühlte 25 Jahre machen die Wallfahrer dabei im Einfahrtsbereich zur Mechernicher Bleibergkaserne ihre Rasten auf Hin- und Rücktour.

Oberstleutnant Lars Rauhut, der Standortälteste und Depotleiter in der Garnisonsstadt Mechernich, hat den Waldnieler Matthiaspilgern auch dieses Frühjahr Gastfreundschaft im Eingangsbereich der Bleibergkaserne gewährt. Eine kleine Bundeswehrdelegation begrüßte Kreuzträgerin Anja Koschnik und Brudermeister Herbert Ungerechts (5.u.6.v.l.) und ihre Leute. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

So auch am vergangenen Freitag, wo als besondere Überraschung ein offizielles Begrüßungskomitee mit dem Standortältesten Lars Rauhut, Standortfeldwebel Volker Schaupp und Depot-West-„Spieß“ Peter Pesch  auf die Pilger wartete.

50 Kilometer am Tag

Oberstleutnant Rauhut, der auch Leiter des Bundeswehr-Depots West in Mechernich ist, sprach den Wallfahrern, die auf ihrer viertägigen Tour nach Trier im Schnitt 50 Kilometer pro Tag zu Fuß zurücklegen, Respekt und Anerkennung aus.

Dem Bruderschafts-Vorsitzenden Heinz-Theo Niehsen überreichte der oberste Offizier der Garnisonsstadt Mechernich ein Wappen mit Widmung. Spanischen Wein für die Rast im geschützten Bereich vor den Toren der Bleibergkaserne übergaben Stabsfeldwebel Pesch, Oberstleutnant Rauhut und Oberstabsfeldwebel Schaupp an Brudermeister Herbert Ungerechts, Kreuzträgerin Anja Koschnik und Tross-Fahrer und Pilgerbetreuer Thomas Winkens.

Bundeswehr-Depotleiter Lars Rauhut überreicht dem Waldnieler Bruderschaftsvorsitzenden Heinz-Theo Niehsen, der bereits 19mal mit nach Trier gepilgert ist, ein Wappen des Depots West als Zeichen der Anerkennung und Verbundenheit. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Die Matthias-Bruderschaft Waldniel umfasst Christen aus allen sechs Kirchen der Pfarrei St. Matthias. Ihr neuer Präses ist Raphael Heckler, der auch schonmal Kaplan in Kall war. Normalerweise pilgern um die 20 Waldnieler während der Wallfahrtsoktav zur Benediktinerabtei St. Matthias am Moselufer in Trier, wo sich das einzige Apostelgrab nördlich der Alpen befindet.

Lars Rauhut betonte, dass Pilgern heutzutage auch eher kirchenfernen Menschen wieder etwas bedeute. Pilgerwege über die Alpen Richtung Assisi und Rom schlagen Menschen in „Aus-Zeiten“ ebenso gerne ein, wie den fast schon überlaufenen „Cammino“, der über den Pyrenäenkamm zum Grab des Apostels Jakobus des Älteren nach Santiago de Compostela führt.

Soldaten pilgern auch selbst

Während die diesmal nur ein Dutzend Waldnieler und die Bundeswehrsoldaten ihre Nachmittagskaffeepause zelebrierten, erschien auch die im Jahre 1142 etablierte St.-Matthiasbruderschaft Mönchengladbach-Stadt auf dem gleichen Flecken Mechernicher Boden. Die rund 15 Frauen und Männer hatten Rast im Johanneshaus der Gemeinschaft der Gemeinden St. Barbara Mechernich gemacht und meditierten später am Josefs-Kapellchen oberhalb des Rosengrabens.

Pilger vor der Bleibergkaserne im Gespräch mit den Soldaten (v.l.) Peter Pesch, Volker Schaupp und Lars Rauhut. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Brudermeister Peter Rommerskirchen und Präfekt Uwe Roth begrüßten die Militärs und Mitpilger aus Waldniel auf das Herzlichste. Die Soldaten waren von den Socken, wie viele Bruderschaften in diesen Tagen nach Trier und zurück in die Heimatstädte und Dörfer unterwegs sind.

Die Mechernicher, Nörvenicher und Euskirchener Bundeswehrangehörigen wallfahren dieses Jahr übrigens auch selbst. Am 30. Juni startet von der Bleibergkaserne Mechernich aus erstmals die Motorradwallfahrt der Bundeswehr in den NRW-Garnisonen. Etwa 250 Teilnehmer auf PS-starken Maschinen wollen vom Bleiberg aus zur Pilgerkirche Schönstatt in Vallendar aufbrechen.

pp/Agentur ProfiPress

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