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Partnerschaft mit Polen

Freundschaft mit der polnischen Gemeinde Skarszewy soll verfestigt werden – Nun ist die Meinung der Bürger gefragt – Informationsabend am Donnerstag, 12. Dezember, um 19 Uhr, im Rathaus

Die zehnköpfige Mechernicher Delegation und der 15-köpfige Stadtrat von Skarszewy im Oktober 2012 auf der Rathaustreppe des früheren pommerschen Städtchens Schöneck. Die polnische 14.000-Einwohner-Kommune und die an Menschen doppelt so große, aber flächenmäßig kleinere Stadt Mechernich knüpfen seit einigen Jahren freundschaftliche Kontakte. Foto: Manfred Lang/pp/ Agentur ProfiPress

Mechernich – Polen, ein unbekannter Nachbar? Ein Zustand, der in Mechernich bald der Vergangenheit angehören könnte. Im Zuge der sich seit Oktober 2012 anbahnenden Verbundenheit zwischen der polnischen Gemeinde Skarszewy und der Stadt am Bleiberg findet nun am Donnerstag, 12. Dezember, um 19 Uhr, ein Informationsabend im Sitzungssaal des Mechernicher Rathauses statt.

„Wir laden alle interessierten Bürger, Vereine, Schulen und Organisationen ein, das Thema mit uns zu diskutieren. Auch Anregungen und Vorschläge sind willkommen“, erklärten Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und Günther Schulz, der Ortsvorsteher von  Mechernich und Vorsitzende des Vereins „Communio in Christo. Über die in beiden Städten in Deutschland und in Polen ansässige und aktive christliche katholische Gemeinschaft „Communio in Christo“ war der Kontakt zwischen den Kommunen zustande gekommen.

Die pommersche Stadt Skarszewy, knapp 50 Kilometer südlich von Danzig, ist etwa gleich groß wie Mechernich, zur Kommune (14 000 Einwohner) gehören 19 Dörfer. Die Gegend ist hügelig wie in Mechernich, aber die Erhebungen sind keine Berge wie im Eifeler Mittelgebirge, sondern Muränen, Geröllablagerungen eiszeitlicher Gletscher.

Skarszewy ist landwirtschaftlich geprägt, die Interessen von Bürgermeister Dariusz Skalski und des von Jozef Kaminski angeführten 15köpfigen Stadtrates gehen in Richtung weiterer wirtschaftlicher und vor allem touristischer Entwicklung. Kurzum: Skarszewy und Mechernich sind nicht unähnlich, und die „Chemie“ zwischen den Repräsentanten beider Kommunen scheint zu stimmen. Man versteht sich.

Knapp 1200 Kilometer liegen zwischen dem polnischen Skarszewy und Mechernich. Die Bevölkerung der beiden Nationen trennt im Augenblick jedoch viel mehr als die geografische Entfernung. Es sind Klischees und alte Ressentiments, wie sie nach dem Zweiten Weltkrieg auch zwischen Deutschland und Frankreich existierten, und die doch überwunden wurden.

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick sieht eine große Chance darin, in Mechernich und Skarszewy zur Verbesserung des nach wie vor belasteten deutsch-polnischen Verhältnisses beizutragen. Mechernich wäre die erste Kommune im Kreis Euskirchen mit einer polnischen Partnergemeinde.

So wurden in der jungen Vergangenheit bereits Delegationen aus beiden Städten mit offenen Armen und Herzen bei gegenseitigen Besuchen empfangen. Nach dem Abordnungen aus Skarszewy bereits drei Mal zu Gast in Mechernich waren, reiste im Oktober vergangenen Jahres zum ersten Mal eine zehnköpfige Mechernicher Delegation um Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, seinen Stellvertreter Robert Ohlerth sowie um Ulrike Müller und Norbert Arnold von der Leitung des Sozialwerks der Communio in Christo in Mechernich zum Gegenbesuch in das einstige preußische Schöneck.

„Diese überwältigende Gastfreundschaft und Herzlichkeit hatten wir nicht erwartet“, sagte Bürgermeister Schick am Schluss des viertägigen Besuchs. Ebenso willkommen fühlten sich Skarszewys Bürgermeister Dr. Darius Skalski in Begleitung einer  offiziellen Delegation seiner Gemeinde beim jüngsten Gegenbesuch im Juni dieses Jahres. „Ich fühle mich hier in Mechernich wie zu Hause“, bekannte er.

Den Grundstein zu dieser Freundschaft legte Mutter Marie-Therese, die Gründerin der in Mechernich ansässigen Ordensgemeinschaft Communio in Christo. In den siebziger und achtziger Jahren unternahm sie umfangreiche Hilfsaktionen für die notleidende Bevölkerung in Polen.

Damit schuf sie Verbindungen und Freundschaften in ganz Polen, die bis heute existieren. Die Communio in Christo verfügt in Polen, Weißrussland und der Ukraine heute über mehr Mitglieder als in Deutschland selbst. Auch eine hohe Zahl von Priestern hat sich dem Orden angeschlossen, einige polnische Bischöfe stehen Mechernich und der Communio sehr nahe.

„Was unmittelbar nach dem Krieg mit unseren französischen Nachbarn im Westen so hervorragend gelungen ist, das sollten wir nun auch mit unseren polnischen Nachbarn im Osten ins Auge fassen“, wünscht sich  Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick in Anspielung auf die seit über 40 Jahren existierende und blühende Städtepartnerschaft Mechernichs mit dem südfranzösischen Nyons.

Da eine Partnerschaft aber nicht auf Verwaltungsebene stattfinden kann, ist nun die Meinung der Mechernicher Bevölkerung gefragt. Mit dem Informationsabend hoffen Schick und Ortsvorsteher Schulz, dass Interesse der Bürger für das Nachbarland und den Willen zum kulturellen Austausch zu wecken. Eine Städtefreundschaft mit dem polnischen Skarszewy, die dabei womöglich am Ende herauskäme, wäre die erste europäische Partnerschaft einer Kommune im Kreis Euskirchen überhaupt mit einer Stadt aus dem ehemaligen Ostblock.

pp/Agentur ProfiPress

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