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„Oscar“ sagt, wo’s brennt

Zufriedene Gesichter bei Feuerwehr nach Übung auf dem Gelände der Lebenshilfe HPZ in Bürvenich – Umfangreiches Brandmeldesystem funktionierte einwandfrei

Zülpich-Bürvenich – Gerade noch herrscht angenehme Stille an der idyllisch gelegenen Wohnstätte der Lebenshilfe HPZ in Bürvenich, als plötzlich eine Sirene in ohrenbetäubender Lautstärke ertönt. Irgendwo in dem weitläufigen Gebäude war ein Feuer ausgebrochen. Die Mitarbeiter der Lebenshilfe HPZ sind dennoch sehr entspannt. Geschäftsführer Rolf Emmerich lächelt sogar. „Ich habe ja gesagt, es wird laut“, ruft er seinen umstehenden Kollegen entgegen.

Rund 50 Einsatzkräfte des zweiten Zülpicher Feuerwehrlöschzuges waren bei der Brandübung in der Lebenshilfe HPZ in Bürvenich im Einsatz. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

Der Grund für die entspannte Haltung der Verwaltungsmitglieder: Bei dem Alarm am Gründonnerstag handelte es sich lediglich um eine Übung der Zülpicher Feuerwehr, die jährlich auf dem Gelände durchgeführt wird. „Auf diese Weise wollen wir bei unseren Bewohnern und den Mitarbeitern für die nötige Routine sorgen, um im Ernstfall richtig reagieren zu können“, so Emmerich. Wie bei einem echten Notfall wurden daher auch die Einsatzkräfte des zweiten Zülpicher Feuerwehrlöschzuges alarmiert, die nur wenige Minuten später am Ort des Geschehens eintrafen.

Über eine Leiter konnten die im Gemeinschaftsraum gefangenen Personen befreit werden. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

„Wir simulieren heute einen Brand vor der Tür eines Gemeinschaftsraumes im ersten Obergeschoss“, erklärte der Feuerwehreinsatzleiter Christoph Hansen. Das dort gelagerte Altpapier habe Feuer gefangen und einigen Personen den Fluchtweg aus dem Gebäude versperrt. Zudem sollte mit einer Unfalltestpuppe eine versuchte Flucht durch das Fenster dargestellt werden.

Über die zahlreichen Mobiltelefone werden die Mitarbeiter der Lebenshilfe HPZ Bürvenich im Brandfall informiert, wo genau das Feuer ausgebrochen ist. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

Obwohl die Frauen und Männer der Feuerwehr schon im Vorfeld über die Übung informiert worden waren, hielten sie sich an den gewohnten Ablauf. Von zwei Seiten näherten sie sich dem Brandherd und versuchten, sowohl dem Feuer Herr zu werden als auch die eingeschlossenen Personen zu befreien. Alle übrigen Bewohner wurden in der Zwischenzeit von ihren Betreuern über die zuvor einstudierten Fluchtwege zu dem nahegelegenen Sportplatz evakuiert.

Am nahegelegenen Sportplatz sammeln sich die Bewohner der Lebenshilfe HPZ Bürvenich im Falle einer Evakuierung. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

293 automatische Brandmelder

Die Information, an welcher Stelle das Feuer ausgebrochen war, konnten die Mitarbeiter der Lebenshilfe liefern. Das neue Brandmeldesystem „Oscar“, das in Zusammenarbeit mit der Telekom und Siemens eingerichtet worden war, zeigte schon wenige Sekunden nach Auslösung des Alarms den betreffenden Ort an. „In der Wohnstätte befinden sich insgesamt 293 automatische Brandmelder, plus zusätzliche Druck- und Handmelder“, berichtete Rolf Emmerich. Jeder einzelne sei mit einer eigenen Kennnummer versehen, die über Funk an die schnurlosen Telefone übermittelt werde. Dank dieser Zahlenkombination müsse nicht erst nach dem Feuer gesucht werden. „Das spart wichtige Zeit und schafft natürlich auch mehr Sicherheit für alle Betroffenen.“

Zusätzlich zum Feuer wurde bei der Übung in der Lebenshilfe HPZ Bürvenich ein „bewusstloser“ Feuerwehrmann gerettet. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

Zudem könne auf diese Weise schnell ermittelt werden, ob es sich um einen tatsächlichen Brandfall handele, oder „Jupp sich mal wieder eine Zigarette angezündet hat“, wie Rolf Emmerich lachend hinzufügte. Doch selbst im Falle eines solchen Fehlalarms würde die Feuerwehr ihren Einsatz nicht abbrechen, um sich selbst einen Eindruck vom Geschehen zu verschaffen und somit jedes Risiko auszuschließen. „Bei dem katastrophalen Brand in der Kathedrale Notre-Dame in Paris ist nämlich genau das passiert und die Einsatzkräfte wurden zunächst aufgrund eines Fehlalarms zurückgerufen. In der Haut des Verantwortlichen möchte ich nicht stecken“, betonte Christoph Hansen die Wichtigkeit dieses Verfahrens.

Eine Unfalltestpuppe sollte bei der Feuerwehrübung in der Lebenshilfe HPZ Bürvenich eine Person simulieren, die aus dem Fenster entkommen möchte. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

Rund 50 Einsatzkräfte mit sieben Löschfahrzeugen waren bei der Übung im Einsatz, bei der auch die zwischenzeitliche Rettung eines Feuerwehrmannes geübt wurde, der in den Rauchschwaden das Bewusstsein verloren hatte. „Mit Ausnahme der Baustellen, die den direkten Weg der Löschgruppe Sinzenich nach Bürvenich versperren, können wir mit der heutigen Übung sehr zufrieden sein“, resümierte Rolf Emmerich nach dem Einsatz. „So konnten wir heute wieder wichtige Erfahrungen über die Zuverlässigkeit des Alarmsystems und des Evakuierungsplans sammeln, um im Ernstfall richtig zu reagieren.“

pp/Agentur ProfiPress

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