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Optimale Behandlung zertifiziert

Ausgewiesenes „EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung“ in der Klinik für Orthopädie des Mechernicher Kreiskrankenhaus vorgestellt – Jährlich werden in Mechernich rund 400 Endoprothesen von Hüft- oder Kniegelenken eingesetzt – Strukturen und Abläufe optimiert

Bei der Vorstellung des „EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung“ (v.l.): Dr. Deha Murat Ates, Oberarzt und Hauptoperateur der Klinik für Orthopädie, Prof. Dr. Jonas Andermahr, Direktor des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie, Chefarzt der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Dr. Dirk Bremer, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Leiter und Seniorhauptoperateur des EPZmax Mechernich, Dr. Marcus Linzbach, Assistenzarzt der Klinik für Orthopädie, Qualitätsbeauftragter des EPZmax, Sarah Lückenbach, Leiterin Organisation und Case Management und Hermann Gemke, Geschäftsführer. Foto: Werbeagentur DIE FISCHER/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich – Im ersten Anlauf erhielt die Klinik für Orthopädie des Kreiskrankenhauses Mechernich Im Juni dieses Jahres das Zertifikat als „EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung“. Die Auditoren der EndoCert bestätigten dem EPZmax Mechernich eine hervorragende Aufstellung hinsichtlich der Anforderungen an das Qualitätsmanagement und die Behandlungsstandards beim Ersetzen von kranken oder beschädigten Gelenken durch so genannte Endoprothesen. Damit verfügt die Klinik für Orthopädie über ein zertifiziertes Qualitäts- und Präventionssystem, das zudem auf die ständige Verbesserung der Behandlungsqualität und der Patientensicherheit ausgerichtet ist.

Der Ersatz von kranken oder beschädigten Gelenken durch Endoprothesen ist ein weltweit verbreitetes operatives Behandlungsverfahren. In Deutschland werden jährlich ca. 400.000 Endoprothesen von Hüft- und Kniegelenken eingesetzt. Durch den künstlichen Ersatz von Gelenken sollen Schmerzfreiheit, ein Mobilitätsgewinn und die Verbesserung der Lebensqualität betroffener Patienten erreicht werden.

Die Klinik für Orthopädie im Kreiskrankenhaus Mechernich setzt jährlich rund 400 Endoprothesen ein, davon rund 180 Erstimplantationen von Hüft-Teilendoprothesen bei Gelenkverschleiß.

Seit Ende 2012 haben Kliniken die Möglichkeit, sich durch die „EndoCert“, eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, als „Endoprothetikzentrum“ bzw. bei Erfüllung noch höherer Qualitäts- und Mengenstandards als „Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung“ zertifizieren zu lassen.

Ziel der Fachgesellschaft war und ist es, einheitliche Anforderungen bei der Versorgung von Patienten mit Endoprothesen zu definieren. Zu den Versorgern zählen orthopädische, chirurgische und unfallchirurgische Abteilungen, die als Haupt- oder Belegabteilung geführt werden. Die Abteilungen zeichnen sich durch unterschiedliche Größen und Schwerpunkte aus. Struktur- und Prozessqualität können sich daher sehr differenziert darstellen.

Was bedeutet die Zertifizierung?

Für die Mitarbeiter und Kooperationspartner des Zentrums ist die Zertifizierung der Abschluss eines aufwändigen Prozesses, in dem vorhandene Strukturen und Abläufe hinterfragt und falls nötig optimiert wurden. Alle Prozesse wurden dabei schriftlich fixiert und so beispielsweise für neue Mitarbeiter jederzeit transparent gemacht. Aber auch Strukturfaktoren wurden beleuchtet und mit einem bundesweit einheitlichen Anforderungskatalog in Relation gesetzt. Hierzu zählen:

  • Leistungsspektrum in Diagnostik und Therapie
  • Anzahl der Eingriffe bezogen auf unterschiedliche Indikationen
  • Strukturmerkmale der Patientenversorgung (Bettenzahl, apparative Ausstattung, Zahl der beschäftigten Mitarbeiter, etc.)
  • qualifizierte Kooperationspartner wie Radiologie, Mikrobiologie, Pathologie, Physiotherapie, Orthopädietechnik u.v.m.
  • Strukturierung der internen und externen Aus-, Fort- und Weiterbildung für alle Mitarbeiter des Zentrums
  • strukturierte Darstellung der Ergebnisqualität
  • wissenschaftliche Aktivität, Studien

„Unsere Abläufe entsprachen bereits größtenteils den Anforderungen der EndoCert Initiative. Wir mussten sie allerdings vollständig abbilden und jedem Beteiligten zugänglich machen. Hierbei hatten wir durch die Abteilung für Organisation und Qualitätsmanagement unter Leitung von Sarah Lückenbach eine große Unterstützung“, erläutert Dr. Dirk Bremer, Leiter des EPZmax Mechernich. „Über die entsprechenden Operationszahlen und das dazu notwendige Team an Operateuren verfügten wir bereits seit vielen Jahren.“

Mit einem zweitägigen Zertifizierungsaudit konnte das Zertifizierungsverfahren am 29./30. April abgeschlossen werden. Im Audit überzeugten sich die Fachauditoren Priv. Doz. Dr. med. Uwe Maus aus Oldenburg und Dr. med. Daniel Frank aus Düsseldorf sowie ein nichtmedizinischer Systemauditor davon, dass die standardisierten Prozesse im Kreiskrankenhaus sowie bei den Kooperationspartnern nicht nur auf dem Papier stehen, sondern tatsächlich gelebt werden.

Damit dies dauerhaft sichergestellt ist, wird daher jährlich ein Überwachungsaudit durchgeführt. Alle drei Jahre erfolgt eine aufwändigere Re-Zertifizierung.

EndoProthetikZentrum bedeutet Team-Work

Im EndoProthetikZentrum arbeiten nicht nur Ärzte und Pflegekräfte der Klinik für Orthopädie eng zusammen. Die Klinik für Innere Medizin sowie die Intensivstation des Kreiskrankenhauses werden ebenfalls eingebunden. Besonderes Augenmerk wird auch auf Kooperationen mit weiteren Fachdisziplinen gelegt. Hierzu gehören beispielsweise die Zusammenarbeit mit

  • Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin
  • Radiologie und Nuklearmedizin durch das Röntgeninstitut Mechernich
  • Mikrobiologie durch das MVZ synlab Leverkusen GmbH
  • Gefäßchirurgie durch die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie
  • Kardiologie durch die Medizinische Klinik II
  • Pathologie durch das Institut für Pathologie Düren
  • Physiotherapie durch die pro medik concept GmbH
  • Praxis für Strahlentherapie
  • Sozialdienst durch die Abteilung Organisation & Qualitätsmanagement des Kreiskrankenhauses
  • Technische Orthopädie durch das SanVitalcenter Urack

Die gute Zusammenarbeit wird im Zentrum durch eine regelmäßige und strukturierte Besprechungsorganisation gefördert. Natürlich arbeitet die Klinik für Orthopädie im Rahmen der individuellen Patientenversorgung auch mit den niedergelassenen Ärzten intensiv zusammen.

Zur Vorstellung des EndoProthetikZentrums der Maximalversorgung fand zudem eine Fortbildungsveranstaltung der Klinik für Orthopädie für niedergelassene und klinisch tätige Ärzte, Physiotherapeuten und Pflegekräfte statt.

Bedeutung des Zentrums für die Patienten

In Behandlungszentren arbeiten mehrere Fachdisziplinen gemeinsam an der strukturierten Versorgung der Patienten. Mit der Etablierung des EPZmax Mechernich wurde ein Qualitäts- und Präventionssystem geschaffen, mit dem Strukturen und Prozessabläufe umfassend und Fachdisziplin und Berufsgruppen übergreifend festgelegt wurden. Alle Beteiligten haben sich verpflichtet, vereinbarte Strukturqualitäten vorzuhalten und die Patientenversorgung auf der Grundlage der vereinbarten Prozessabläufe durchzuführen. Dies wird im Rahmen jährlicher Audits überprüft. Zudem muss im Rahmen der Audits nachgewiesen werden, welche Maßnahmen ergriffen wurden, die auf die ständige Verbesserung der Behandlungsqualität und der Patientensicherheit ausgerichtet sind.

Knapp 400 Operationen jährlich in diesem Bereich, erfahrene Operateure sowie die entsprechenden Strukturen sollen Sicherheit und eine hohe Behandlungsqualität schaffen und somit das Vertrauen der Patienten vor, während und nach der Behandlung fördern. So können die Menschen der Region heimatnah versorgt werden und müssen nicht in umliegende größere Städte fahren.

pp/Agentur ProfiPress

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