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„OKJA“ auf Stadtgebiet ausweiten?

Mechernichs GdG-Pfarrer Erik Pühringer stellte erste Ideen und ein mögliches Konzept im zuständigen Ausschuss für Bildung, Kultur und Soziales am Dienstagabend vor

Mechernich – Wie kann die Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) in Mechernich weiterentwickelt werden? Wie können die bereits bestehenden beiden Einrichtungen besser vernetzt werden? Wie kann das Angebot auf das ganze Stadtgebiet ausgeweitet werden? Erste Ideen zu diesen Fragen stellte Erik Pühringer, Pfarrer der GdG St. Barbara, im zuständigen Ausschuss für Bildung, Kultur und Soziales vor.

Mechernichs GdG-Pfarrer Erik Pühringer stellte das angedachte Konzept zur Ausweitung der Kinder- und Jugendarbeit auf das gesamte Stadtgebiet Mechernich im zuständigen Ausschuss für Bildung, Kultur und Soziales am Dienstagabend vor. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Zwei Einrichtungen können Kinder und Jugendliche bislang im Stadtgebiet Mechernich ansteuern. Die „Kleine offene Tür“ (K.O.T.) in der Kernstadt wird in Kooperation zwischen der Stadt Mechernich und dem Kirchengemeindeverband Mechernich betrieben. Die Personalkosten dieses Angebots werden aktuell etwa 70 Prozent refinanziert durch den Kreis, der übrige Anteil durch das katholische Bistum Aachen. Die Kommerner Kinder- und Jugendeinrichtung dagegen ist zu 100 Prozent in städtischer Trägerschaft und erhält keine Zuschüsse.

Neben diesen stationären Anlaufstellen könnte die OKJA in Zukunft mehr „mobile Arbeiten“ anbieten, lautet der Plan. „Angebote in den Orten zu schaffen, ist wichtig. Direkt da, wo Kinder und Jugendliche leben.“  Pühringer erklärte auch warum. Er führte aus, dass im Stadtgebiet insgesamt rund 4800 Kinder- und Jugendliche im Alter von 0 bis 18 Jahren leben, davon 1.300 im Kernort und 800 in Kommern. Nimmt man die Zielgruppe der OKJA im Kreis Euskirchen, die der 8- bis 18-Jährigen, ergibt sich eine Zahl von 700 Kinder- und Jugendlichen im Kernort und 470 in Kommern. „Das bedeutet im Umkehrschluss, dass wir im gesamten Stadtgebiet etwa 1500 Kinder und Jugendliche haben, die an ihrem Wohnort kein Angebot der offenen Kinder- und Jugendarbeit haben. Das ist deutlich mehr als die Hälfte“, so der Geistliche.   

Von Ort zu Ort

Denkbar sei, dass das mobile Angebot von Ort zu Ort zieht und innerhalb eines Monats jeweils an drei Tagen tätig ist. „Montags also meinetwegen in Kommern-Süd, freitags in Obergartzem, mittwochs in Bleibuir“, sagte Pühringer beispielhaft. Benötigt würden nur ein ausreichend großer Raum für die kältere Jahreszeit sowie sanitäre Anlagen. Zwanzig Orte könnten mit diesem Konzept innerhalb eines Jahres besucht werden. Durch Projekttage in Mechernich und Kommern soll zudem das Angebot an der Basis zusätzlich attraktiviert werden. Öffnungszeiten könnten mit dem Einsatz Ehrenamtlicher ausgeweitet werden. Angedacht ist auch, dass die jeweiligen Fachkräfte zwischen den Einrichtungen rotieren, damit stärker vernetzen und ihre Stärken und Qualitäten noch mehr einbringen.

Gute Erfahrungen sammelte man 2020 mit dem mobilen Angebot in Nöthen, wo im Schnitt 29 Kinder am Tag den Jugendbus vor Ort aufsuchten. Foto: Gunnar Simon/pp/Agentur ProfiPress

Zum Nulltarif gebe es das Paket natürlich nicht, zumindest „nicht ganz“, wie Pühringer ausführte. Schließlich müssten etwa mehr Räumlichkeiten sauber gehalten und mehr Bastelmaterial bereitgestellt werden. Mit horrenden Mehrkosten für die mobile Angebots-Erweiterung rechne er allerdings nicht. Herausforderungen könnten sich allerdings daraus ergeben, dass eine Bistumsgrenze mitten durch das Stadtgebiet Mechernich laufen. Der zuständige Kreisdechant Pfarrer Zimmermann, zuständig für den an die GdG St. Barbara angrenzenden Seelsorgebereich Veytal und dem Erzbistum Köln zugehörig, habe jedoch schon vorab mündlich das Signal gegeben, das Angebot zu unterstützen.

„Gut 20 Besuche pro Öffnungstag“, verzeichnete die K.O.T. Mechernich vor dem Lockdown, wie deren Teamleitung Gunnar Simon und Anja Lehmann berichteten. Zwei Drittel davon seien unter 14 Jahren, außerdem deutlich mehr Jungen als Mädchen. Wegen der Corona-Pandemie musste die Einrichtung über mehrere Monate geschlossen gehalten werden. Aber mobil oder per mail bzw. Chat im digitalen Jugendzentrum „DEIN:Nexus“ auf „Discord“ seien sie immer erreichbar gewesen, berichtete Simon. Lehmann bestätigte auf Nachfrage: „Tatsächlich ist es schwierig in Corona-Zeiten an die Kinder ranzukommen.“ Umso froher seien sie, nun wieder öffnen zu dürfen.

2020 hatte man bereits gute Erfahrungen mit der mobilen OKJA sammeln können, als der Jugendbus bei seiner angedachten Tournee einige Tage gezielt in Nöthen Station gemacht hatte. Das Angebot sei dort sehr gut angenommen worden, mit 29 Kindern im Schnitt täglich, so Simon. 

Der Ausschuss nahm die vorgestellte Planung zur Kenntnis. Gemeinsam mit den Fachkräften am Tisch soll das Konzept weiter ausgearbeitet und dem Ausschuss dann zur Beschlussfassung vorgestellt werden.

pp/Agentur ProfiPress

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