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Neue Regeln für die Katzen

Der Stadtrat Mechernich regelt in neuer Satzung unter anderem Fütterung und Kastrationen neu

Mechernich – „Als Tierschützer“, sagt Rainer Bauer, Vorsitzender des Tierschutzvereins Mechernich, „kann ich nicht ganz zufrieden sein, aber es ist ein Kompromiss gefunden worden.“ Letztlich sei es eine Entscheidung der Politik, und die Mechernicher Kommunalpolitiker trügen eben auch die Verantwortung . . .

Auch im Tierheim Mechernich sind wildlebende Katzen untergebracht, die laut Rainer Bauer natürlich alle kastriert sind. Ein besonderes Exemplar ist die Katze „Hilde“, die eine eigene Hütte besitzt. Foto: Michael Nielen/WoSp/pp/Agentur ProfiPress

Rainer Bauer zielt im Interview mit „WochenSpiegel“-Redakteur Michael Nielen auf eine Stadtratsentscheidung vor zwei Wochen an. Die „Ordnungsbehördliche Verordnung“ um Thema wildlebende Tiere wurde neu gefasst: „Wildlebende Tiere, insbesondere auch Tauben, Wasservögel sowie herrenlose Katzen, dürfen nicht gefüttert werden.“

Brief an Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick

Den Satz mit den Katzen hätte man anders formulieren sollen: Das schrieb Rainer Bauer auch an den Mechernicher Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick: „Es geht darum, die Situation der freilebenden Katzen nicht zu verschlechtern. Insbesondere für die Kastrationsaktionen sind wir darauf angewiesen, dass die Bürger die Katzen anfüttern, um sie einfangen und anschließend kastrieren zu können.“ Dabei handele es sich um einen bislang sehr erfolgreichen Weg im Kreis Euskirchen, die unkontrollierte Vermehrung von Katzen einzudämmen.

Das Tierheim Mechernich besitzt einen eigenen Operationssaal, in dem auch Kastrationen durchgeführt werden. Foto: Michael Nielen/WoSp/pp/Agentur ProfiPress

Pro Jahr würden zwischen 150 und 200 Katzen alleine im Mechernicher Kreistierheim in Burgfey kastriert. Dort hat man ein OP dafür eingerichtet. Dr. Hans-Peter Schick hatte vor der Ratsentscheidung Verständnis für die Position Bauers signalisiert, wies aber auch darauf hin, dass freilebende Katzen in einigen Bereichen der Stadt für Probleme sorgen.

So komme es immer wieder zu Beschwerden über Verunreinigungen auf Spielplätzen und Friedhöfen. In einigen Wohngebieten sei die Anzahl der Katzen ebenfalls sehr hoch, schreibt der Schleidener „WochenSpiegel“. Hans-Peter Kern, Fachbereichsleiter Ordnungswesen bei der Stadt Mechernich, wies darauf hin, dass es immer wieder vorkommt, dass Menschen eine Katze anfüttern, ohne sie zuvor kastrieren zu lassen. Folge sei oft, dass sich die Tiere vermehren und plötzlich eine Vielzahl von Tieren vor der Türe stehen.

Kastrationspflicht: Anfüttern als Ausnahme

Dieses Problem ist auch Rainer Bauer bekannt. Er verweist auf die Kastrationspflicht im Kreis Euskirchen. Danach müssen die Halter von Katzen, die freien Auslauf haben, ihre Stubentiger durch einen Tierarzt eindeutig und dauerhaft kennzeichnen, registrieren und fortpflanzungsunfähig machen lassen.

Hier sind die wildlebenden Katzen untergebracht, die das Tierheim Mechernich betreut. Foto: Michael Nielen/WoSp/pp/Agentur ProfiPress

Ähnlich könne man ja auch in solchen Fällen verfahren, in denen Menschen freilaufenden Katzen Futter zur Verfügung stellen – so der Kompromiss-Vorschlag von Rainer Bauer. „Übrigens“, weist der Tierschützer auf einen weiteren Effekt hin, „durch den Chip konnten wir vergangenes Jahr 38 Katzen wieder an ihre Besitzer zurückgeben, dieses Jahr waren es auch schon wieder zehn Tiere.“

Letztlich wurde die Satzung vom Rat der Stadt Mechernich beschlossen. Allerdings lässt der § 13 Ausnahmen zu – und daher wird man im Stadtgebiet für das Anfüttern von Katzen zur Kastration immer eine Ausnahme machen. „Denn schließlich – das betonten sowohl Rainer Bauer als auch Dr. Hans-Peter Schick sowie Hans-Peter Kern – arbeiten Stadt und Tierschutzverein seit Jahren sehr vertrauensvoll zusammen“, so WochenSpiegel-Redakteur Michael Nielen.

pp/Agentur ProfiPress

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