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Naturnah am Eulenkopf

Professor Dr. Wolfgang Schumacher stellte mit Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick naturnahe Wiesen und Kalkmagerrasen bei Vollem vor, die jetzt auf einem Rundweg für alle Naturfreunde erschlossen wurden

Mechernich – 20 Hektar naturnahe Wiesen und Kalkmagerrasen, ein Orchideen-Buchenwald, der Eulenberg, Felsformationen, ein Gipfelkreuz und zahlreiche Wälder erschließt jetzt ein Wanderweg rund um Vollem. „Das ist eine der schönsten Ecken in der Stadt Mechernich“, urteilt der unlängst mit dem Rheinlandtaler ausgezeichnete Antweilerner Geobotaniker Professor Dr. Wolfgang Schumacher.


Im Wesentlichen sind auf diesem Luftbild die Wiesen und Magerrasen rund um den Eulenkopf schon zu erkennen, die Professor Dr. Wolfgang Schumacher in Besitz der NRW-Stiftung gebracht hat und auf den seltene Pflanzen gedeihen. Ein Rundweg erschließt das Gebiet um den Eulenkopf nun von Vollem aus. Foto: Prof. Dr. Wolfgang Schumacher/pp/Agentur ProfiPress

Der Wissenschaftler stellte das von ihm namens der NRW-Stiftung initiierte und mit Hilfe der Stadtverwaltung Mechernich realisierte Projekt jetzt der Öffentlichkeit vor. Mit dabei waren Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, der städtische Wirtschaftsförderer Peter Dierichsweiler und Volker Lutterbach, der mit seinem Personal und Fuhrpark (Firma Maschinenverleih Eifel) den vollkommen mit Bäumen und Büschen zugewachsenen Weg freigeschnitten hatte.

Volker Lutterbach (v.l.), Peter Dierichsweiler, Prof. Dr. Wolfgang Schumacher und Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick am fraglichen Rundweg und zwar am Übergang zweier im Vertragsnaturschutz extensiv bewirtschafteter Flächen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Lutterbach soll den Weg in Zukunft einmal im Jahr mulchen, damit er nicht wieder zuwächst, so der auch für land- und forstwirtschaftliche Liegenschaften der Stadt verantwortliche Wirtschaftsförderer. Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, der vor einem Vierteljahrhundert bei Professor Schumacher in Bonn promoviert hatte, zeigte sich beeindruckt von den jetzt für Wanderer und Spaziergänger erschlossenen naturnahen Wiesen und Weiden.

NRW-Stiftung besitzt 6000 Hektar

Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, kurz NRW-Stiftung, hat mittlerweile im bevölkerungsreichsten Bundesland insgesamt 6000 Hektar Naturschutzflächen in Besitz, davon rund 800 Hektar im nordrhein-westfälischen Teil der Eifel. Das Geld zum Ankauf und zur Pflege dieser Flächen kommt aus der Rubbellos- und anderen Lotterien.

Südlich des Eulenkopfgipfels endet der bis dorthin freigeschnittene Weg in einem Dornengeranke (rechts). Von dort kann man auf einem gut sichtbaren Wanderpfad den Gipfel (mit Kreuz) überschreiten und auf die nördliche Fortsetzung des Weges treffen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Professor Wolfgang Schumacher, der aus Mechernich-Antweiler stammt und vor seiner Habilitation und Universitätskarriere in Marmagen unterrichtete, kennt die Gegend seit Kindesbeinen – und zwar aus dem Effeff.

Mitte der siebziger Jahre waren die jetzigen Naturschutzflächen weitgehend noch Äcker. Foto: Prof. Dr. Wolfgang Schumacher/pp/Agentur ProfiPress

Er legte beim Ortstermin mit dem Bürgermeister Luftaufnahmen aus den siebziger Jahren vor, die den damals noch frei zugänglichen Weg zeigten. Zu der Zeit wurde an den steilen Hängen des Eulenbergs und in der Talsohle des Feybachs noch Ackerbau betrieben.

Nach und nach brachte der als Erfinder des Vertragsnaturschutzes bekannte Antweilener Professor 20 Hektar wertvoller Flächen um Vollem in den Besitz des Landes. Mit Schafen beweidet oder als Heu gemäht werden die Wiesen- und Kalkmagerrasenflächen von eigens damit beauftragten Schäfern und Landwirten.

Teilweise tritt der nackte Fels am Eulenkopf zu Tage. Dort sonnen sich gerne Eidechsen. Die desolate Bank am neuen Rundweg um den Gipfel soll der Mechernicher Bauhof reparieren. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Über den jetzt nach dem Freischneiden wieder zugänglichen Weg können auch „normale“ Zeitgenossen ins Gelände, in dem unter anderem acht Orchideenarten, Weißes Waldvöglein, Schwarze Blatterbse, Elsbeere, Krummwachtelweizen, Kuhschelle und Blaugras gedeihen und Eidechsen und Schlingnatter vorkommen.

Artenvielfalt höher als 1985

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick begrüßte die Maßnahme, die wertvolle Naturflächen für interessierte Besucher erschließe. Er schloss sich der Meinung seines Doktorvaters mit Mit-Mechernicher Bürgers Professor Dr. Wolfgang Schumacher gerne an, dass die Stadt Mechernich auch unter Naturschutzaspekten eine ganze Menge zu bieten hat.

Der Vollemer Unternehmer Volker Lutterbach (ganz rechts), der die Freischneidearbeiten für die NRW-Stiftung und die Stadt durchgeführt hat, erläuterte die Maßnahme bei einem Ortstermin. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Die Stadt Mechernich habe sich gerne an den insgesamt nicht sehr hohen Kosten (2000 Euro) für die Freischneidearbeiten beteiligt. Bei der Verleihung des Rheinlandtalers war Wolfgang Schukacher unlängst dafür besonders gelobt worden, dass er Naturschutz nicht von oben veranlasse, sondern gleichberechtigt mit allen Akteuren betreibe.

Vollem und Eulenkopf 1973. Foto: Prof. Dr. Wolfgang Schumacher/pp/Agentur ProfiPress

Er war bis 2010 Professor für Geobotanik und Naturschutz an der Universität Bonn – mit einem kurzen Abstecher als Abteilungsleiter im NRW-Umweltministerium (1999-2002) unter der Ministerin Bärbel Höhn.

Schumachers Tätigkeitsschwerpunkte waren die Flora des Rheinlandes, die Artenvielfalt und Biotope. Ehrenamtlich hat er ab 1970 die Biologische Station in Nettersheim mit aufgebaut. 1976 holte er die Kanzlergattin Loki Schmidt und Hobbythek-Moderator Jean Pütz als Paten über die Narzissenwiesen in die Eifel.

Prof. Dr. Wolfgang Schumacher (l.) und Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick vor dem Orchideen-Buchenwald, in dem unter anderem Weißes Waldvöglein, Schwarze Blatterbse und Krummwachtelweizen gedeihen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Zum Thema Insektensterben sagte er jetzt beim Ortstermin mit Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, es werde teilweise Panikmache betrieben. In der NRW-Eifel gebe es keinen eklatanten Rückgang in der Pflanzen- und Tierwelt. Die Bilanz sei besser als 1985.

pp/Agentur ProfiPress

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