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Nachwuchsautoren trotzten der Hitze

Schreibwerkstatt der Lit.Eifel im Gymnasium Kreuzau – Beschäftigung mit Europa und einem Freiwilligen Sozialen Jahr

Kreuzau – Die Schreibwerkstätten der Lit.Eifel tragen Früchte – und besonders am Gymnasium Kreuzau kommen ehemalige Absolventen der von Journalistin Claudia Hoffmann und Künstler Jan Hillen durchgeführten Workshops immer wieder auf die Schreibwerkstätten zurück. So verkündete Claudia Hoffmann nun, dass eine frühere Absolventin, die heute Literaturwissenschaften studiert, gerne bei einer Schreibwerkstatt hospitieren möchte und das erlernte Wissen an die aktuellen Schüler zurückgeben möchte.

Die jetzt, kurz vor den Sommerferien, abgeschlossene Werkstatt war auf jeden Fall eine unter erschwerten Bedingungen. Weil das dreitägige Seminar nicht im Rahmen einer Projektwoche stattfand, wurden zwischendurch Klassenarbeiten geschrieben oder ein Kunstprojekt stand an. Und dann diese Hitze! Während die Mitschüler sich über hitzefrei freuten, saßen die engagierten Schreibwerkstatt-Teilnehmer an ihren Computern und arbeiteten an ihren Geschichten.

Konzentriert arbeiten die Kreuzauer Gymnasiasten bei der Schreibwerkstatt der Lit.Eifel mit. Wenn sie nicht weiterwissen, bitten sie Dozentin Claudia Hoffmann um Rat. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Aufgabenstellung im Jahr 2019: Die Schüler sollen eine Geschichte über einen Absolventen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) schreiben. Dazu ist Recherche nötig: Welche EU-Staaten bieten ein solches FSJ überhaupt an? Was kann man dort als freiwilliger Helfer tun? Das sind Fragen, die sich die Nachwuchsautoren stellen müssen, bevor es mit dem Schreiben losgeht. „Glaubwürdigkeit in einer Geschichte ist das A und O“, sagt Dozentin Claudia Hoffmann.

Nächste Anforderung: Die Geschichte beginnt am Ende des FSJs und startet zehn Minuten vor der Abreise nach Hause, sie wird also in der Vergangenheit erzählt. Außerdem muss in der Geschichte ein Konflikt mit einer destruktiven Person gelöst werden.

Vorgaben pfiffig umgesetzt

Die Schülerinnen und Schüler des Kreuzauer Gymnasiums, das zum wiederholten Male an einer Schreibwerkstatt teilnimmt, haben diese Vorgaben alle pfiffig umgesetzt. Interessant, dass gleich drei Schülerinnen ein FSJ in England machten. „England ist schön, die Sprache ganz einfach“, erklärt Clarissa (15) die Beweggründe. Ihre Protagonistin begleitet einen Jungen mit Trisomie 21 an einer Grundschule. Die Hauptfigur von Angela (17) hat ihren Vater verloren und lebt dadurch sehr zurückgezogen. Das Freiwillige Soziale Jahr, das sie absolviert, hat auf die Figur therapeutischen Charakter. Die Protagonistin von Aline (16) muss sich mit einer promiskuitiven Mitschülerin herumschlagen.

Angela und Aline gehören zu den wenigen Neulingen dieser Schreibwerkstatt. Dementsprechend fehlt ihnen, im Gegensatz zu vielen anderen, die Erfahrung aus vorangegangen Workshops. „Für mich beginnt der kreative Prozess schon morgens, wenn ich das Haus verlasse“, erzählt Angela. Für Aline war die größte Herausforderung, eine „vernünftige Geschichte mit ordentlichem Spannungsbogen“ zu verfassen.

Jede Geschichte wird mit zahlreichen Illustrationen versehen, die Dozent Jan Hillen und sein Team auf Wunsch der Autoren anfertigen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Doch gewiss sein können sich die Teilnehmer der Schreibwerkstatt, dass Dozentin Claudia Hoffmann ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht. „Wir erhalten immer eine Rückmeldung von ihr“, erzählt Clarissa, der die aktuelle Schreibwerkstatt bislang am besten gefallen hat. „Die Gruppenarbeit aus dem vergangenen Jahr war etwas kompliziert“, fand sie.

Jede Geschichte wird illustriert. Dafür ist Jan Hillen mit seinem Team zuständig. Merle (14) wollte zunächst schreiben, kam mit ihrer Geschichte aber nicht so recht voran, weshalb sie sich den Illustratoren anschloss. Mischa (15) findet es toll, dass sie als Zeichnerin einen direkten Kontakt zu den Autoren hat. Sie musste beispielsweise einen Mann im Rollstuhl zeichnen, an dessen Wand zahlreiche Bilder hingen und bei dem es im Zimmer, trotz Fenster, dunkel ist.

Claudia Hoffmann sieht in der aktuellen Thematik, die sie bewusst gewählt hat, einen weiteren Vorteil jenseits der Kreativität, die geweckt wird. „Viele Schüler befassen sich erstmals intensiv mit den Themen Europa und Freiwilliges Soziales Jahr. Und für viele wird ein FSJ nach dem Schulabschluss dadurch zur echten Option.“

pp/Agentur ProfiPress

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