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Nachts um zwei geht’s los…

Schnee und Eis fordern den Bauhof seit Mitte Dezember – Unterstützung des Ordnungsamtes wegen Wintertouristen – Gemeinde seit 2019 mit drei Großgeräten im Einsatz –Landwirte unterstützen in Wahlen zusätzlich

Kall – Corona hin, Lockdown her: Das Wetter lässt sich davon nicht beeindrucken. Und so haben die Kaller Bauhofmitarbeiter seit Wochen ordentlich zu tun. Schnee, Frost und Glätte sorgen ebenso für viel Arbeit wie die Unterstützung des Ordnungsamtes bei der Sperrung von Waldwegen sowie der Umzug der Kaller Grundschule ins frisch renovierte ehemalige Hauptschulgebäude. „Alles andere wird dem momentan untergeordnet“, berichtet André Kaudel.

Der Bauhofleiter ist an dem Freitag, an dem der „Rundblick“ den Bauhof besucht, bereits seit 6 Uhr im Dienst und sperrt mit einem Mitarbeiter diverse Durchfahrten ab, um mögliche Wintertouristen von gefährlichen Stellen fernzuhalten. „Gesperrt werden Wege, an denen Häuser etwas außerhalb liegen, etwa Forsthäuser. Die Anlieger können dann im Bedarfsfall selbst die Sperrung verschieben“, so Kaudel. Rund um Sistig und Krekel prüfen Bauhof und Ordnungsamt außerdem weitere Bereiche, auf denen Schneetouristen in den Ferien wild parkten.

Ein Schneeschieber, hier des Kreises Euskirchen, räumt die Hüttenstraße nach den teils heftigen Schneefällen Anfang Januar. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Für einen Bauhofmitarbeiter beginnt der Arbeitstag im Winter bereits um 2 Uhr nachts. Der Schichtleiter begibt sich an neuralgische Punkte und überprüft die Situation. „Wenn er aus der Haustür tritt und es liegen bereits 20 Zentimeter Neuschnee, dann alarmiert er die Kollegen vom Winterdienst sofort. Ansonsten fährt er in die Höhenlagen, überprüft Busrouten und den Zustand der Straßen vor Schulen, Kindergärten und im Gewerbegebiet“, erklärt Kaudel.

„Bei Schnee arbeiten wir durch“

Je nach Witterung beginnen zwischen 3 und 3.30 Uhr die anderen Bauhofmitarbeiter mit dem Winterdienst. „Gegen 5 Uhr beginnt im Gewerbegebiet der Zulieferverkehr“, weiß Kaudel. Im Regelfall sollte im Gemeindegebiet zwischen 8 und 8.30 Uhr geräumt sein. „Wenn es aber weiterschneit, wird weitergefahren. Dann arbeiten wir durch“, so Kaudel, der erklärt, dass eine Räumung durch den Bauhof morgens verpflichtend ist. In den Abendstunden wird bei extremer Wetterlage gegebenenfalls nochmal ausgerückt. Klar ist aber: Gerade im Winter sammeln die Bauhofmitarbeiter Überstunden an.

Wichtig zu wissen: Der Kaller Bauhof ist nur für die Gemeindestraßen verantwortlich. Der Winterdienst auf den Kreisstraßen ist Sache des Kreises Euskirchen, auf den Landes- und Bundesstraßen sind die Straßenmeistereien von Straßen.NRW zuständig. „Weil wir diese Straßen aber auch nutzen müssen, greifen wir bei Bedarf ein“, berichtet Kaudel.

Doch nicht nur Mitarbeiter des Bauhofes sind mit dem Winterdienst betraut. Auch zwei Landwirte sowie ein Lohnunternehmen sind für die Gemeinde im Einsatz. Einen Bezirk konnte der Bauhof wieder übernehmen, da seit 2019 ein neuer Fendt-313-Traktor im Winterdienst eingesetzt wird. „Hier müssen wir dem Gemeinderat danken, dass die Politiker damals die Entscheidung getroffen haben, das Altfahrzeug zu behalten. Normalerweise werden diese veräußert“, erzählt Kaudel.

Zum Pressetermin erschien Bauhofleiter André Kaudel (Mitte) mit den Kollegen Heiko Söhnchen (links) und Michael Dreßen. Die restlichen Winterdienstmitarbeiter, die ebenfalls auf dem Foto vertreten sein sollten, waren allesamt für die Bürger im Einsatz. „Wir ordnen dem Winterdienst momentan alles unter“, so Kaudel. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Seitdem setzt die Gemeinde drei große Maschinen im Winterdienst ein. Hinzu kommen zwei Schmalspurschlepper, die hauptsächlich im Kernort verwendet werden. „Den Rest macht der Handdienst, der per Hand Fußgängerbrücken und Treppenanlagen räumt sowie abstreut“, sagt Kaudel. An Salz mangelt es momentan nicht. Die Silos seien voll. Und selbst wenn nicht, sei eine Nachlieferung innerhalb von 24 Stunden möglich. Dort, wo kein Salz eingesetzt werden darf, etwa auf Holzbrücken oder in der Nähe von Gewässern, wird mit Maisspindelgranulat gestreut. „Naturschutz hat Vorrang, Salz darf nicht in Flüsse und Bäche gelangen“, so Kaudel.

Fortschritt durch Technik

Die modernen Geräte erlauben übrigens eine elektronische Regulierung der Salzmenge im Gegensatz zu früher, wo der Regler von Hand bedient wurde und nur die Optionen „Auf“ oder „Zu“ kannte. Auch sonst ist die Technik fortgeschritten. Am neuen Schlepper ist zwischen dem Räumschild und der Motorhaube ein Kamerasystem angebracht, mit dem man an Kreuzungen nach rechts und links in die Straße schauen kann. „Wir überlegen, das auch bei weiteren Fahrzeugen einzusetzen, weil wir so eine viel größere Übersicht haben“, berichtet André Kaudel.

Sowohl der Bauhof als auch das Ordnungsamt setzen übrigens auf die Unterstützung der Bürger. Das gilt zum einen, wenn gefährliche Stellen entdeckt werden. „Wir sind über Hinweise dankbar, da wir nicht überall gleichzeitig sein können“, sagt der Bauhofleiter, der unter Tel. 02441/ 888-44 erreichbar ist. Der Bauhof selbst hat die Nummer 02441/ 6851, die Verwaltung kann unter Tel. 02441/ 888-0 erreicht werden.

Ordnungsamtsleiter Harald Heinen bittet außerdem Anwohner darum, bei Schnee nicht in Wendehämmern zu parken, weil sonst die Schneepflüge nicht wenden können. Auch in Wohngebieten sollte, wenn möglich, nicht so eng geparkt werden. „Bitte parken Sie auf Ihren Grundstücken. Und wo das nicht möglich ist, bitten wir darum, dass man einen kleinen Fußweg in Kauf nimmt, damit die Schneepflüge durchkommen“, so Heinen.

Freuen können sich die Bürger im neuen Jahr darüber, weniger für den Winterdienst zahlen zu müssen: Auf Grund vergleichsweise milderer Winter in den vergangenen Jahren und dementsprechend gesunkener Kosten bzw. Aufwendungen konnten die Winterdienstgebühren um 25 Cent je laufender Meter (lfdm) reduziert werden. Sie betragen nun 1,10 Euro/ lfdm, 2020 lagen sie noch bei 1,35 Euro/ lfdm.

pp/Agentur ProfiPress

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