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Mit reichlich Herz und enormem Wissen

Karoline Schommer wurde für ihr 25-jähriges Dienstjubiläum von Bürgermeister und Bergbaumuseum geehrt

Mechernich – Als Kassiererin des Bergbaumuseums führt sie sorgsam und erfolgreich ein strenges Regiment. Besuchergruppen leitet sie dagegen mit viel Herz und einem großen Schatz an historischem Wissen durch das ehemalige Mechernicher Bleibergwerk. Jetzt wurde Karoline Schommer aus Kommern für ihr 25-jähriges Dienstjubiläum geehrt. Ihre Kollegen vom Bergbaumuseum, die „Rentner-Gang“, wie sie sie liebevoll nennt, hatten eigens dazu ein großes Frühstück vorbereitet.

Blumen für die Jubilarin Karoline Schommer überreichte auch Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick (l.) und Dezernent Ralf Claßen (2.v.l.). Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Günter Nießen, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins Bergbaumuseum Mechernich, Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und Dezernent Ralf Claßen überreichten der Jubilarin Geschenke als Dank. „Das hast Du Dir verdient“, sagte Nießen: „Wir hoffen, dass Du noch viele Jahre zu unserem Team gehörst.“

Vor 25 Jahren trat die heute 78-Jährige dem Verein bei. Seit mittlerweile dreizehn Jahre ist sie auch im Vorstand als Kassiererin tätig. „Die Kasse ist nirgendwo besser aufgehoben“, lobte Schick.

Die 78-jährige Kommernerin Karoline Schommer feierte ihr 25-jähriges Dienstjubiläum. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur

Aber auch ihre Ausdauer wurde bei der Ehrung gesondert erwähnt. „Ja, ich kann hartnäckig sein, dass weiß ich“, sagt Karoline Schommer schmunzelnd. Doch zeichnet sie vor allem Herzlichkeit aus, was sie immer aufs Neue unter Beweis stellt, wenn sie „nebenbei“ unzählige Besuchergruppen von Klein bis Groß durch das Bergwerksmuseum führt. Bis zu dreimal täglich ging es für sie dazu in den Stollen.

Krätzje auf Lager

„Ich gehe auf alle immer ganz besonders ein“, berichtet sie aus ihrem Tagesgeschäft. Bei ihren Führungen gibt sie gerne auch „Krätzje“ zum Besten oder lässt Originalaufnahmen des Eifeler Platts aus früheren Zeiten ertönen. „Dann lachen die Leute auch schon mal herzlich“, freut sie sich.

Um für alle Fragen der Gäste gewappnet zu sein und historisch Wertvolles berichten zu können, hat sie sich enorm viel Wissen rund um den einstigen Bergbau sowie die Eifel angeeignet und dafür Bücher über Bücher gewälzt oder mit ehemaligen Bergbauarbeitern gesprochen. Ihr Mann, der 2019 verstarb, hatte sogar selbst noch bis 1957 in der Bergbau-Verwaltung der Betreiberfirma „Gewerkschaft Mechernicher Werke“ gearbeitet, die zur Preussag gehörte.

Günter Nießen (2.v.l.), Vorstandsvorsitzender des Fördervereins Bergbaumuseum Mechernich, dankte Karoline Schommer für ihr langjähriges und tatkräftiges Engagement. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Auch die Geologie der Eifel nahm sie dabei unter die Lupe. Mineralien haben sie schon zeitlebens begeistert, erzählt sie. Daher kann sie unter Tage natürlich auch eine Menge berichten über die typischen „Tutten”, bis zu faustgroße Eisenoxid- und Manganoxidhaltige Einlagerungen, oder den „Knotten”, Einlagerungen aus Bleierz.

Mit ihrem Wissen beeindruckt sie regelmäßig die Besucher. Schmunzelnd erzählt sie, dass sie bei Führungen angesichts des Kompetenzspektrums schon mal begeistert gefragt wurde: „Was haben Sie studiert?“ Dabei habe sie aber „nur“ einen Volksschulabschluss und Buchhaltung gelernt.

Blitzeinschlag im Langen Emil

Zuständig ist Karoline Schommer ebenfalls für das Archiv des Bergbaumuseums. Sie kümmert sich dort um die Katalogisierung und historische Einordnung der „Fundstücke“. So kann sie auch Fotos vom Blitzeinschlag im Langen Emil von 1927 oder auch von einer Überschwemmung während der Zeit des Bergbaus vorweisen. In den Unterlagen ist sie auch auf die sozialkritische Studie von 1909 zum Mechernicher Bergbau von Dr. Fanny Imle gestoßen, deren Werk im Original archiviert ist. Diese habe sie akribisch nach weiteren Informationen durchforstet, verrät sie.

Ihre Kollegen vom Bergbaumuseum hatten zu Ehren der Jubilarin aufgetischt und für ein reichhaltiges Frühstück gesorgt. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Aber auch die Gemeinschaft im Bergbaumuseum erwähnt sie lobend: „Mit den Kollegen kann man sich einfach nur wohlfühlen.“ Dabei ist sie einst nur durch Zufall zum Bergbaumuseum gekommen: durch eine erste Führung durch das Labyrinth der Stollen. Diese habe sie nicht nur begeistert, sondern auch gesundheitlich durchaus gutgetan. „Ich hatte damals stark mit Asthma zu kämpfen und war kurzatmig. Nach einer Stunde im Stollen ging es mir viel besser.“ Danach war sie Fan der Zeugnisse aus früheren Bergbau-Zeiten und setzte sich stets für das Museum ein.  Ehrenamtlich aktiv ist sie außerdem beim Freundeskreis Nyons und der katholischen Bücherei in Kommern.

pp/Agentur ProfiPress

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