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Mit den Kreusers kam der Aufschwung

Mechernich spielt zentrale Rolle im Buch „Industriekultur – Düren und Nordeifel“ – Zweite Präsentation mit ausgewählten Autoren im Mechernicher Rathaus

Mechernich – Es ist ein ganz schöner Wälzer, der jüngst im Mechernicher Rathaus präsentiert wurde. „Industriekultur – Düren und die Nordeifel“ heißt das von Walter Buschmann herausgegebene und bei Hahne & Schloemer erschienene, 468 Seiten starke und annähernd quadratische Buch, in dem auch Mechernich eine zentrale Rolle spielte, weshalb Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick nach der Erstvorstellung in Düren etwa einen Monat zuvor auch auf die Präsentation in der einstigen Bergbaustadt drängte.

Stellten auch in Mechernich das Buch „Industriekultur – Düren und Nordeifel“ vor: Die städtische Archivarin Beate Meier (v.l.), Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, die Autoren Hans-Georg Brunnemann, Norbert Knauf und Peter-Lorenz Könen sowie Dezernent Ralf Claßen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

„Mechernich ist in dreierlei Hinsicht betroffen“, formulierte es Schick. Zum einen durch den Mechernicher Historiker Peter-Lorenz Könen, der auf fast 30 Seiten über „Die Entwicklung des Mechernicher Bergbaus im 19. und 20. Jahrhundert. Ein betriebsgeschichtlich und produktionstechnisch orientierter chronologischer Überblick“ schrieb. Hans-Georg Brunnemann befasste sich in seinem Beitrag „Eisenerzbergbau in der nördlichen Eifel. Zur Montangeschichte und den heute nachweisbaren Stätten ehemaliger Eisenerzgewinnung zwischen Düren und Hillesheim“ natürlich auch mit der Situation in Mechernich, genau wie auch die Grundlage für das „Kölnisch Blei“, über das Norbert Knauf schriftlich referierte, in Mechernich zu finden war. Hans-Gerd Dick blickte in seinem Beitrag „Fanny Imle und ihre Studie zur Arbeiterschaft im Bleibergbau von Mechernich“ auf die damaligen Arbeitsbedingungen und lieferte so einen wichtigen Beitrag zur Sozialgeschichte.

„In Mechernich ist der Bergbau immer ein zentrales Thema“, weiß Hans-George Brunnemann. Besucherbergwerke wie das in Mechernich machen die Welt unter Tage auch für die heutigen Menschen konkret. Mit dem Buch soll nun dieser Wirtschaftszweig auch in einen historisch-wissenschaftlichen Gesamtzusammenhang gesetzt werden. „Dieser geologisch bedingte vorindustrielle Zweig hat schließlich zur Entwicklung der Region beigetragen“, sagte Brunnemann.

Mechernich nimmt im Buch „Industriekultur – Düren und Nordeifel“ eine große Rolle ein. Im Rathaus wurde das 468-Seiten-Werk mit den Autoren Peter-Lorenz Könen (v.r.), Norbert Knauf und Hans-Georg Brunnemann vorgestellt, Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick begrüßte. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Das, was heutzutage wieder zu großen Diskussionen, hauptsächlich unter Zugezogenen führt, war damals ein Alleinstellungsmerkmal der Voreifel: das qualitativ hochwertige, reine, silberfreie Blei, das man auch in Mechernich fand. Weil es über Köln gehandelt wurde, wurde es auch als „Kölnisch Blei“ bezeichnet. Mit diesem reinen Blei war es möglich, klare Glasuren für Töpfe oder als Verzierung zu erschaffen. „Das war eine echte Goldgrube“, sagte Norbert Knauf. Das hochreine Blei, das es auch in Mechernich gab, wurde bereits in der Mitte des 14. Jahrhunderts in Kupferschmieden verwendet und führte bereits im Früh- und Hochmittelalter zu einem wahren Bleiboom in der Eifel.

„Ich selbst bin ja nur ein Trittbrettfahrer in diesem Buch“, stellte Peter-Lorenz Könen sein Licht unter den Scheffel. Er befasste sich mit den „letzten 200 Jahren des Mechernicher Bergbaus“ und schrieb dabei über die Einflüsse auf den Bergbau, die von Wetterextremen, Politik und Dynastien reichten. Sein historischer Abriss beinhaltet den „Hobbybergbau“ Anfang des 19. Jahrhunderts bis hin zum Aufstieg Mechernichs durch den industriellen und kaufmännischen Geist der Gebrüder Emil und Carl Kreuser. „So ist Mechernich zum Bahnhof gekommen, dadurch wurde die Stadt umgestaltet und das Straßenbild geprägt“, weiß Könen. Das, was heute der Innenstadtentwicklung hinderlich ist, galt damals als futuristisch.

pp/Agentur ProfiPress

Zum Buch:

„Industriekultur – Düren und Nordeifel“, Walter Buschmann (Hg.), Hahne & Schloemer, 468 Seiten, 23,5 x 24 Zentimeter, 34,50 Euro, ISBN: 978-3-942513-49-4

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