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Mit dem „Mädchen ohne Kopf“ fing alles an

Einer der letzten „Schausteller“ kommt aus Bedburg: Dominik Schmitz feiert auf dem „Jahrmarkt anno dazumal“ in Kommern das zehnjährige Jubiläum seiner reisenden Schaubetriebe

Mechernich-Kommern – „Ilonka, das Mädchen ohne Kopf“ hat ihm den Kopf verdreht: Eigentlich wollte der junge Dominik Schmitz aus gutbürgerlichem Bedburger Haus zielstrebig sein Geschichtsstudium verfolgen. Zu sehr aber zog es ihn immer wieder in die Jahrmarktwelt der Illusionen. Schließlich erstand er vor gut einem Jahrzehnt die ersten Requisiten einer alten Schaubude. Darunter befand sich auch eine Apparatur, mit der durch künstliche Ernährung und Sauerstoffversorgung eine junge Dame ohne Kopf problemlos am Leben gehalten werden konnte.

Vor zehn Jahren präsentierte Dominik Schmitz zum ersten Mal die höchst lebendige „Ilonka“ in einer kleinen Schau auf dem „Jahrmarkt anno dazumal“ im LVR-Freilichtmuseum Kommern. „Das Mädchen ohne Kopf“ wurde zum Renner und das wiederum für den Bedburger zum Anlass, mit den „Paradox Sideshows“ einen eigenen Showbetrieb zu gründen. 2007 erstand er die einst berühmte, nach dem Tod seines Besitzers aufgegebene „Mister Miller Show“, später kam das Schaugeschäft „Moulin Rouge“ hinzu und dann noch eine absolute Rarität: eine uralte, nur wenige Quadratmeter große hölzerne Schaubude aus den Niederlanden.

Er sorgt auch beim nächsten „Jahrmarkt anno dazumal“ im LVR-Freilichtmuseum Kommern vom 4. bis 12. April wieder dafür, dass der Zauber längst vergangener Schaustellertage nicht verfliegt: Dominik Schmitz aus Bedburg, hier mit seiner Schau „Ilonka, das Mädchen ohne Kopf“. Foto: LVR/pp/Agentur ProfiPress

Er sorgt auch beim nächsten „Jahrmarkt anno dazumal“ im LVR-Freilichtmuseum Kommern vom 4. bis 12. April wieder dafür, dass der Zauber längst vergangener Schaustellertage nicht verfliegt: Dominik Schmitz aus Bedburg, hier mit seiner Schau „Ilonka, das Mädchen ohne Kopf“. Foto: LVR/pp/Agentur ProfiPress

„Es war ein Wagnis. Die Zeit der reisenden Schaubuden war damals schon vorbei. Aber ich musste nicht davon leben, habe es zunächst mehr als Hobby gesehen“, gesteht Dominik Schmitz ein. Reich ist der Bedburger damit bis heute nicht geworden – er bleibt ein Idealist, der die alte Schaustellerkultur vor dem Untergang bewahrt. Immerhin hat er in all den Jahren immer mehr Engagements bei Veranstaltungen gefunden, ist inzwischen international auf Rummelplätzen unterwegs und vor allem auf Nostalgie-Jahrmärkten eine feste Größe.

Auch auf den Jahrmärkten im LVR-Freilichtmuseum Kommern war er schon mehrmals mit verschiedenen Schaudarbietungen dabei, versetzte so mit dem „Gorilla-Girl“ Gäste in Angst und Schrecken. In diesem Jahr wird der Bedburger vom 4. bis 12. April, täglich von 10 bis 19 Uhr, mit einem „Anatomisch-Pathologischen Museum“ voller originaler Wachsmodelle und so manch „Eingelegtem“ auf dem Kommerner „Jahrmarkt anno dazumal“ sein Firmenjubiläum feiern. Aus diesem Anlass hat er sogar eine junge Wissenschaftlerin engagiert, die Gäste durch die Schau mit den größtenteils über 80 Jahre alten Objekten führen wird.

Jüngst hat Dominik Schmitz mit der „Revue der Illusionen“ die letzte deutsche Schaubude übernommen, die noch auf deutschen Festplätzen zu sehen war. Der Bedburger darf heute als einer der letzten „Schausteller“ im eigentlichen Wortsinn gelten. Mit seinen historischen Wandervarietés, Freak-Shows und Kuriositätenkabinetten entführt Schmitz die Gäste auf einer Zeitreise in eine Welt von Schaudarbietungen, die es auf dem modernen Rummel nicht mehr gibt.

Mehr über Dominik Schmitz und seine Schaustellungen finden Interessierte unter www.paradox-show.de. Programm: www.kommern.lvr.de

pp/Agentur ProfiPress

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