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Mit „warmen Socken für die Tropen“ den Ärmsten der Armen geholfen

Andheri-Gruppe Kommern feiert ihr 40-jähriges Bestehen – Andheri-Gründerin Rosi Gollmann kommt am Donnerstag, 10. Oktober und liest aus ihrem Buch „Einfach Mensch“ – Händeringend Mitstreiter mit neuen Ideen gesucht

Andheri-Gründerin Rosi Gollmann liest aus Anlass des 40-jährigen Bestehens der Kommerner Andheri-Gruppe am Donnerstag, 10. Oktober, ab 19.30 Uhr, im Kommerner Restaurant „Burghof“ aus ihrem Buch „Einfach Mensch“. Der Abend wird von Manni Lang moderiert. Archivfoto: pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Kommern – Rosi Gollmann, Entwicklungshelferin und Gründerin der Andheri-Hilfe Bonn, liest am Donnerstag, 10. Oktober, ab 19.30 Uhr im Kommerner Burghofrestaurant aus ihrem Buch „Einfach Mensch“. Den Anlass gibt das 40-jährige Bestehen der Andheri-Gruppe Kommern.

Eingeladen sind keineswegs nur die Aktiven des Andheri-Hilfskreises, sondern alle Interessierten, ausdrücklich auch Angehörige jüngerer Semester, denn die Andheri-Gruppe Kommern sucht händeringend Mitstreiter, gerne auch mit neuen Ideen und Ansätzen.

Unterstützt werden Lesung und Jubiläum vom Pfarrgemeinderat Veytal und dem katholischen Familienzentrum. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Harry Dix begrüßt das Publikum, dann führt Marianne Weidenfeld ins Thema ein. Anschließend liest Rosi Gollmann zunächst aus den Anfängen des Kinderdorfes Andheri, das die aus Mechernich stammende Ordensschwester Anna-Huberta, geborene Gertrud Roggendorf, in den sechziger Jahren vor den Toren Bombays gegründet hatte.

Anschließend beleuchtet Rosi Gollmann mit Passagen aus ihrem Buch jene Hilfsprojekte, die der Kommerner Andheri-Kreis in den vergangenen 40 Jahren unterstützt hat. Nach der eigentlichen Lesung gibt es noch ein Podiumsgespräch zwischen Rosi Gollmann, Marianne Weidenfeld und dem Diakon und Journalisten Manfred Lang, der den Abend moderiert. Daran können sich auch die Besucher des Abends im „Burghof“ beteiligen.

Die Andherihilfe wurde 1967 von Rosi Gollmann gegründet. Bald darauf taten sich schon Mechernicher und Kommerner Frauen zusammen, um für den guten Zweck zu stricken, zu häkeln und zu basteln. Es ging aber gar nicht darum, „warme Socken für die Tropen“ herzustellen, wie die emsigen Frauen manchmal spöttisch zu hören bekamen, so Marianne Weidenfeld: „Wir haben Sachen selbst gemacht, um sie bei Basaren zu verkaufen.“ Mit den Erlösen wurde dann in Indien, Pakistan und Bangladesch viel Gutes getan.

Man kümmerte und kümmert sich bis heute in Kommern um die Heilung von Blinden, die Beseitigung von Kinderarbeit, um Brunnenbau und um viele Projekte der Hilfe zur Selbsthilfe. Mit Kommerner Basarerlösen bekamen beispielsweise Frauen Kleinkredite, um sich Nähmaschinen anschaffen und als Näherinnen selbständig machen zu können.

Alle heute noch 20 Aktiven in der Andheri-Gruppe Kommern sind Frauen. Die Ehemänner beteiligen sich zwar auch, indem sie Krippen und Vogelhäuschen für die Basare basteln, aber zu einer Mitgliedschaft hat sich bislang noch kein Mann hinreißen lassen. Dabei sucht die Gruppe dringend neue Leute mit neuen Ideen und Ansätzen. Marianne Weidenfeld: „Es ist kein Gesetz, dass alles übers Stricken und Basare laufen muss.“ Ein großes Anliegen der Gruppe ist das Lebens- und Bildungsrecht von Mädchen.

Unter der Leitung von der Grundschullehrerin Gertrude Drach gründeten 20 Frauen 1973 den Andheri-Arbeitskreis Kommern. Was die Frauen in all den Jahren angetrieben hat und auch heute noch motiviert, ist das  Wissen, etwas Gutes zu tun. Wie viel Arbeit dahinter steckt, hat Marianne Weidenfeld einmal ausgerechnet: „Wenn wir die Erlöse in Relation zum Zeitaufwand sehen, dann bekommen wir 20 Cent für die Stunde Stricken.“ Andererseits verbringen die Frauen bei den Strick- und Bastelabenden auch viel unterhaltsame Zeit miteinander. Der Arbeitskreis Kommern ist mittlerweile schon eine Institution in Kommern und der Basarbesuch Pflichtprogramm für viele Bürger.

Der erste Basar 1974 brachte damals schon eine unglaubliche Summe von 3435 Mark zusammen. In den vier Jahrzehnten seines Bestehens hat der Kommerner Andheri-Arbeitskreis insgesamt 24.000 Mark und 76.260 Euro eingenommen. Mit diesem Geld konnten tausende Menschen von ihrer Blindheit geheilt, hunderten Kindern der Schulbesuch ermöglicht und vielen Flutopfern eine neue Existenz gegeben werden.

Dieses Jahr findet der Basar am Samstag, 23. November, und Sonntag, 24. November, auf dem Burghof, Wingert 52, statt.  Die Helferinnen freuen sich sehr über neue Mitglieder und Unterstützer, Ideen und Initiativen. Die Gruppe trifft sich immer montags, um 15 Uhr im Kirchberghaus an der Kirche. Für telefonische Auskünfte steht Marianne Weidenfeld (Telefon: 0 24 43-31 54 81) zur Verfügung.

pp/Agentur ProfiPress

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