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MINT-Schüler treffen Elektroauto-Pionier

Prof. Dr. Günther Schuh hält im GAT einen Impulsvortrag – Spezialisierung der Schule im MINT-Bereich soll weiter ausgebaut werden – Kooperationen mit RWTH Aachen und Kölner Zoo

Mechernich – Prof. Dr. Günther Schuh ist Wissenschaftler und Unternehmer. Der Professor an der RWTH Aachen, einer der renommiertesten Hochschulen für Ingenieure in Europa, wagte ein Experiment. Er wollte beweisen, dass es möglich ist, ein alltagstaugliches und bezahlbares Elektrofahrzeug zu bauen – und schaffte es. Er wurde zum Elektroauto-Pionier und Vater des Street-Scooters.

Im MINT-Bereich wurde am „GAT“ bereits einiges aufgebaut – doch Ausruhen auf dem bisher Erreichten wollen sich Schulleiter und Lehrerkollegium nicht. Der Zweig wird – ebenso wie die sprachlichen Schwerpunkte – weiter ausgebaut. Dafür engagieren sich auch, v.l.: Andreas Maikranz, Maritta Lutsch, Schulleiter Micha Kreitz, Sandra Leuchtenberg, Bernhard Karst. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Derzeit sind 3000 Street-Scooter für die Deutsche Post im Einsatz. Bald soll ein E-Go-Auto in Serie gehen und den Markt revolutionieren. Sein Entwurf der emissionsfreien Mobilität unterscheidet sich deutlich von den Ansätzen der Automobilindustrie. Am Dienstag, 13. November, hält der erfolgreiche Forscher am GAT einen Impulsvortrag mit anschließender Diskussion für Schüler der MINT-Leistungskurse.

MINT-Spezialisierung der Mechernicher Schule

Die Veranstaltung ist Teil der MINT-Spezialisierung der Schule, zu der die Fächer Mathematik, Informatik und die Naturwissenschaften mit Biologie, Chemie wie Physik gehören. „In dem Bereich haben wir uns in den vergangenen Jahren schon einiges aufgebaut“, berichtet Andreas Maikranz, der MINT-Koordinator der Schule.

Doch ausruhen will man sich nicht. Der Zweig wird mit frischen Ideen, neuen Projektkursen und Arbeitsgemeinschaften weiter ausgebaut.

„Ein Projektkurs ist keine Erweiterung, sondern befasst sich mit ganz speziellen Themen, die im Fachunterricht nicht behandelt werden“, erläutert Maikranz. Die Schüler können sich je nach Interessen entscheiden.

Zur Auswahl steht seit neuestem zum Beispiel Matheplus – in Kooperation mit der RWTH-Aachen. „Ziel des Kurses ist es, dass die Schüler auf ein Studium vorbereitet werden“, so Schulleiter Micha Kreitz. Die Oberstufenschüler schreiben an der Universität Aachen eine Abschlussklausur und erhalten dafür einen Schein, der für ein späteres Studium angerechnet werden kann. Kreitz kann stolz sein: „Die drei, die in diesem Jahr mitgeschrieben haben, haben bestanden.“

Im modern eingerichteten Chemiesaal darf kräftig geforscht und experimentiert werden. Das Fach ist Bestandteil der MINT-Spezialisierung der Schule zu der die Fächer Mathematik, Informatik und die Naturwissenschaften mit Biologie, Chemie wie Physik gehören. Foto: Bernhard Karst/pp/Agentur ProfiPress

Im Fachbereich Biologie bietet der Projektkurs in den Gebieten Zoologie, Ökologie, Evolutions- oder Verhaltensbiologie praktisches und wissenschaftliches Arbeiten. Ziel ist die Projektkursarbeit ähnlich wie eine Hausarbeit an der Uni. Das GAT kooperiert eng mit dem Nationalpark Eifel und der Kölner Zooschule. Maikranz ist bei letzterem seit vielen Jahren Zooschullehrer.

Die GAT-ler forschen und erheben Daten im Kölner Zoo oder im Nationalpark. Sie können dort wissenschaftlich arbeiten, wie auch ihre Projekte frei wählen. Spannende Ergebnisse förderten die Arbeiten bisher schon zutage, wie neue Erkenntnisse über die „Rangstrukturen der Flachlandgorillas“ oder „Philippinen-Krokodile und deren Aktivität“. Die Krokodilart sei streng geschützt und bisher sehr wenig erforscht, so Maikranz.

Sonderpreis für Förderung naturwissenschaftlicher Talente

Ziel des Kurses ist es unter anderem auch, die Arbeiten bei „Jugend forscht“ einzureichen – einer der anerkanntesten Schülerwettbewerbe in Deutschland. „Da können Kontakte geknüpft werden zu Professoren, Studenten und Gleichgesinnten“, so Maikranz. Zudem wurde am GAT eine eigens eingerichtete „Jugend forscht“-AG aufgebaut, in der sich interessierte Schüler, die gerne in den naturwissenschaftlichen Fächern praktisch arbeiten oder experimentieren wollen, einfinden und engagieren können.

In den vergangenen Jahren hat die Mechernicher Schule bei dem landesweit durchgeführten Wettbewerb sehr gute Erfolge erzielt. Es konnten erste und zweite Plätze eingeheimst werden. Die Schule bekam zudem Sonderauszeichnungen verliehen, wie den „Jugend forscht Schulpreis“ für die Förderung naturwissenschaftlicher Talente. 2018 wurde sie von der Jury für die gelungene Kooperation mit der Kölner Zooschule ausgezeichnet.

Erfolgreiche Arbeitsgemeinschaften

Im MINT-Bereich laufen zudem erfolgreich zwei weitere AGs. Die Naturgarten-AG, in Zusammenarbeit mit dem NABU, wie auch die Tierforscher-AG. Andreas Maikranz besucht mit den Tierforschern auch die Grundschulen und bietet dort Schnupperstunden an, damit die Jüngsten das Fach Biologie schon früh kennen lernen. Im GAT werden tropische Insekten, Reptilien wie die Kornnatter, Bartagame, Wasserschildkröte und diverse Fische im Aquarium gehalten und gepflegt.

Regelmäßig stehen Sonderaktionen für die Schüler auf dem Programm, wie die „GAT-Batnight“. „Dabei haben wir mit den Bat-Detektoren, Fledermäuse rund um die Kakushöhle lokalisiert und die kleinen Nachtschwärmer auch in die Hand nehmen und streicheln können“, so die Leiterin des GAT-Naturgartens Heidrun Schwarthoff.

Die diesjährigen Preisträger des Gymnasiums am Turmhof beim Wettbewerb „Jugend forscht“ sind: Line Kurka, Friederike Saga, Anna Wildfang, Luca Ingenhaag, Damian Krings, Lorenzo Mangiaracina und Aaron Wilden. Foto: Bernhard Karst/pp/Agentur ProfiPress

Auch die AGs werden von den Schülern begeistert angenommen, rund 25 bis 50 Schüler machten begeistert bei dem Zusatzangebot mit, berichtet Kreitz. Über personelle Verstärkung freut er sich auch: „Uns ist es gelungen, eine MINT-Stelle zu bekommen und mit Herrn Maikranz als Studiendirektor besetzen zu können.“

Am Samstag, 17. November: Tag der offenen Tür am GAT

Die Schule biete bewusst ein so breit gefächertes Schulleben an, so der Schulleiter: „Wir haben entschieden, dass wir es nicht so machen, wie andere Schulen, dass wir feste Profilklassen anbieten, wo man sich in Klasse 5 oder Klasse 7 entscheiden muss zwischen Sport, musischen Bereich oder Sprachen.“ Stattdessen setzt das GAT Schwerpunkte durch Fach- oder AG-Wahlen, mit denen sich die Schüler stärker profilieren können. Neben dem MINT-Bereich steht der sprachlich-kulturelle Bereich zur Auswahl.

Das Credo der Schule lautet wertschätzend, leistungsorientiert und weltoffen. Kreitz betont: „Das sollen keine hohlen Schlagworte sein, sondern konkret untermauert werden.“

Wer mal schnuppern möchte: Das Gymnasium Am Turmhof bietet einen Einblick am „Tag der offenen Tür“ am Samstag, 17. November, von 9 bis 13 Uhr.

Weitere Informationen zu „MINT“ und weiteren Schwerpunkten des GAT unter www.gat-mechernich.de

pp/Agentur ProfiPress

 

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