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Meisterlicher Chorgesang in Steinfeld

Ensemble Provocale in der Basilika – Düsseldorfer Sängerschar begeisterte – Geistliche Lieder von Brahms, Bruckner, Reger und Britten

Kall-Steinfeld – Geistliche Liedliteratur ist so bekannt wie anspruchsvoll. Da muss man nicht nur an die großen Festmessen wie die Johannespassion denken. Schon die Motette „Warum ist das Licht gegeben“ von Johannes Brahms verlangt einem Chor einen gewissen Leistungsstandard ab.

Das 1983 von Sebastian Voges in Oberhausen gegründete Ensemble Provocale aus Düsseldorf hat offenkundig auch mit einem solchen Werk keine Probleme, ganz im Gegenteil. Das gilt auch für Brahms vertonte Bibel- und Luthertexte für sein Opus 74.1 für vier- bis sechsstimmigen Chor. Das Werk gehört heute zum Repertoire vieler namhafter Chöre.

Das Ensemble Provocale wählte es bei seinem zweiten Konzert in der Steinfelder Basilika gleich zum Auftakt seines einstündigen Programms aus. Eine gute Wahl, die die Zuhörer im Kirchenschiff sofort überzeugte. Denn schon hier können die Sänger und Sängerinnen in den einzelnen Stimmlagen dank der Fugentechnik der Komposition brillieren, zugleich ist souveräner Gesang gefragt, wenn es von der Wehklage bis hin zur Hoffnung auf Erlösung zum Schluss der religiösen Textcollage der Motette geht.

Das Düsseldorfer Ensemble Provocale gab ein Adventskonzert in der Steinfelder Basilika. Foto: Stefan Lieser/pp/Agentur ProfiPress
Das Düsseldorfer Ensemble Provocale gab ein Adventskonzert in der Steinfelder Basilika. Foto: Stefan Lieser/pp/Agentur ProfiPress

Volumen, Transparenz und auch Singintelligenz waren da gefordert, die das Ensemble Provocale auch bei vergleichsweise komplexeren und komplizierteren Liedern wie von Benjamin Britten oder Max Reger bewies. Strahlkraft und Volumen wiederum ist bei Anton Bruckner gefragt, der für Viele schlicht der Inbegriff romantischer Kompositionstechnik ist.

In der Steinfelder Basilika traf das Düsseldorfer Ensemble Provocale unter Leitung seines Gründers und Leiters Sebastian Voges auf einen kongenialen Partner in den Chorgesangspausen. Organist Andreas Warler weiß die gewaltige Balthasar-König-Orgel in Ton zu setzen. An diesem adventlichen Nachmittag etwa zu Kirchenliedern wie „Wachet auf, ruft uns die Stimme“, die Besucher und Chor zusammen sangen.

Rund 60 Minuten dauerte der sehr stimmungsvolle und von Meistern ihres Faches im Altarraum vorgetragene Nachmittag in der Basilika. Am Ende gab sich Ensemble-Leiter Sebastian Voges erfreut: „Die Basilika hat einen wenig verunklarenden Hall, uns hat das wieder gut gefallen. Wir kommen, wenn sich die Gelegenheit bietet, gerne wieder.“

pp/Agentur ProfiPress