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Mechernicher führt

Abschied und Neubeginn beim Kreiscaritasverband – Nicht-Beruflichen Vorstand Horst Lennartz mit Festakt verabschiedet, der in Mechernich-Lorbach geborene und aufgewachsene Martin Jost und Bernhard Becker bilden zukünftig die hauptamtliche Doppelspitze der Caritas Euskirchen – Diakon Lennartz‘ Vermächtnis: „Es geht bei Caritas um Christus, Menschen und Menschlichkeit“

Mechernich/Euskirchen – Ein sehr langer und offensichtlich warmherziger Applaus begleitete Diakon Horst Lennartz in den Ruhestand als Nicht-Beruflicher Vorstand des Kreiscaritasverbandes Euskirchen. Seine Verabschiedung und die Einführung des neuen Caritaschefs Martin Jost, der aus Mechernich-Lorbach stammt, fanden im Alten Casino statt.

Eine lachende erste Reihe mit (von rechts) Ex-Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter vom Vorstand des Diözesan-Caritasverbandes Köln, Bernhard Becker, Horst Lennartz, Martin Jost, Kreisdechant Guido Zimmermann, Vize-Landrat Markus Ramers und Bürgermeister Dr. Uwe Friedl. Foto: Mohammed Isso/Caritas/pp/Agentur ProfiPress

Horst Lennartz stellte zum Abschied noch einmal das in den Mittelpunkt, was die Arbeit der Caritas im Sinne christlicher Nächstenliebe auszeichnen sollte: Menschen und  Menschlichkeit. Der bald 79jährige Diakon war seit 2007 gemeinsam mit dem hauptamtlichen Vorstand Franz Josef Funken für den Wohlfahrtsverband verantwortlich.

Nach dem krankheitsbedingten Ausscheiden Funkens hatte Lennartz ab Ende 2016 mit den internen Führungskräften den Verband geleitet, bis sich Bernhard Becker bereit erklärte, ab März 2017 als geschäftsführender Interims-Vorstand zur Verfügung zu stehen.

Der in Mechernich-Lorbach und vorher unter anderem in Mechernich, Vussem und Breitenbenden tätige Sozialarbeiter und Sozialmanager Martin Jost übernahm die Führung des Kreiscaritasverbandes Euskirchen. Foto: Mohammed Isso/Caritas/pp/Agentur ProfiPress

Generationenwechsel steht bevor

Mit dem Ausscheiden des 78-jährigen wird ein struktureller Umbruch des Wohlfahrtsverbandes eingeleitet. Kreisdechant Guido Zimmermann formulierte es in seiner Begrüßung so: „Wir werden heute eine zeitgemäße hauptamtliche Doppelspitze offiziell ins Amt einführen.“

Diese besteht zukünftig aus Martin Jost und Bernhard Becker. Jost, der gebürtig aus Lorbach stammt und bereits vor seinem Dienstantritt bei der Caritas am 2. Januar viele berufliche und private Bezüge in Eifel und Börde hatte, ist Diplom-Sozialarbeiter und Sozialmanger. Der 44-jährige verheiratete Vater zweier Kinder bezeichnet sich selbst als Netzwerker und hatte vor seiner Tätigkeit in Euskirchen im benachbarten Rhein-Erft-Kreis als Geschäftsführer bei der Arbeitsgemeinschaft für psychisch Kranke Leitungsverantwortung.

Die Wachablösung beim Kreiscaritasverband fand im Alten Casino der Kreisstadt eine beachtliche Publikumsresonanz. Foto: Mohammed Isso/Caritas/pp/Agentur ProfiPress

Becker, Jahrgang 1955, ist seit 1983 – mit einer Unterbrechung – in unterschiedlichen Funktionen für den Euskirchener Kreiscaritasverband tätig. Der Diplom-Sozialarbeiter, überzeugte Katholik und „Caritäter“ steht seinem Vorstandskollegen Jost noch drei Jahre zur Seite. „Auch um die Herkulesaufgabe des anstehenden Generationenwechsels innerhalb des Verbandes zu bewältigen.“ Denn in den nächsten Jahren werden laut Becker viele langjährige Mitarbeitende altersbedingt ausscheiden und der Übergang muss durch den Vorstand organisiert werden.

Dass dies gelingen soll, daran habe er keinen Zweifel, so Jost. Während einer Podiumsdiskussion mit dem Moderator Manfred Lang sagte er: „Die ersten 100 Tage meiner Tätigkeit sind nun rum und ich muss sagen, ich freue mich, hier zu sein. Ich habe einen sehr lebendigen und agilen Caritasverband vorgefunden und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.“

Musikalisch wurden die rund 160 Gäste von der Combo der Marienschule unter der Leitung von Michael Luke und Jan-Philipp Röser begleitet. Foto: Mohammed Isso/Caritas/pp/Agentur ProfiPress

Lobende Worte

Die gute Zusammenarbeit mit der Caritas wurde auch von den Rednern während des Festaktes immer wieder lobend erwähnt. „Die Caritas Euskirchen gehört zwar zu den eher kleinen Verbänden im Erzbistum Köln, aber auch zu den sehr umtriebigen und kooperativen Verbänden, mit denen sich etwas bewegen lässt“, brachte es Roswitha Müller-Piepenkötter vom Vorstand des Diözesan-Caritasverbandes Köln auf den Punkt.

Auch der stellvertretende Landrat Markus Ramers und Euskirchens Bürgermeister Dr. Uwe Friedl fanden anerkennende Worte für die Arbeit der Caritas. Sie würdigten den jahrzehntelangen Einsatz von Lennartz. Dieser war als Diakon viele Jahre für die Gemeindecaritas in Euskirchen zuständig.

Horst Lennartz (m.) stellte zum Abschied noch einmal das in den Mittelpunkt, was die Arbeit der Caritas im Sinne christlicher Nächstenliebe auszeichnen sollte: Menschen und Menschlichkeit. Der bald 79jährige Diakon war seit 2007 gemeinsam mit dem hauptamtlichen Vorstand Franz Josef Funken für den Wohlfahrtsverband verantwortlich, rechts und links seine Nachfolger als Vorstände, Martin Jost und Bernhard Becker (l.). Foto: Mohammed Isso/Caritas/pp/Agentur ProfiPress

Kreisdechant Zimmermann überreichte Lennartz in seiner Funktion als Vorsitzender des Caritasrates ein Abschiedsgeschenk und wünschte ihm für die Zukunft alles Gute und Gottes Segen, bevor Jost sich bei Allen bedankte, die an der Vorbereitung und Durchführung des Festaktes und der vorhergegangenen Heiligen Messe in der Herz-Jesu-Kirche mitgewirkt hatten.

Musikalisch wurden die rund 160 Gäste von der Combo der Marienschule unter der Leitung von Michael Luke und Jan-Philipp Röser begleitet. Anwesend waren, neben Vertretern aus Politik, Verwaltung, den Kirchen, Verbänden und Vereinen auch viele aktive und ehemalige Mitarbeitende der Caritas Euskirchen – darunter der erste Geschäftsführer Bruno Grobelny, sein Nachfolger Franz Josef Funken und der ehemalige Kreisdechant Monsignore Bernhard Auel.

Carsten Düppengießer/Caritas/pp/Agentur ProfiPress

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