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Masken für den guten Zweck

Resi Sistig nähte im vergangenen Jahr Schutzmasken – Ambulante Therapieeinrichtung bot Patienten diese gegen Spenden an – 1140 Euro Erlös

Mechernich/Kall – Die Hilfsgruppe Eifel hat einen Spendenbetrag über 1140 Euro durch die „pro medik concept“ aus Mechernich erhalten. Nicht möglich gewesen wäre dies ohne Resi Sistig aus Keldenich. Die damalige Neurentnerin war im Frühjahr vergangenen Jahres gerade mal zwei Monate im Ruhestand, als die Corona-Pandemie auch die Eifel erreichte. Und weil das Nähen seit jeher ein Hobby von Sistig ist, nähte sie monatelang Masken für den guten Zweck. Die bunten Mundschutze wurden Patienten der Einrichtung gegen eine Spende zugunsten der Hilfsgruppe angeboten. Jetzt übergaben Sistig und der Geschäftsführer von „pro medik concept“, Dieter Pauwels, am Mechernicher Kreiskrankenhaus den Spendenbetrag an Paul Schneider von der „Hilfsgruppe Eifel“.

Die Anfänge

Bei der Übergabe berichtete Sistig vom Entstehen der Idee, viele Masken für den guten Zweck zu nähen, nachdem das Virus nach Karneval 2020 bekannter und auch in der Eifel zur ernsten Gefahr für die Gesundheit der Menschen geworden war. „Medizinische OP-, FFP2- und FFP3-Masken waren zu diesem Zeitpunkt ziemlich rar und deshalb den Gesundheitsdiensten vorbehalten“, so Sistig. Dies habe dazu geführt, dass das Tragen von waschbaren Stoffmasken empfohlen worden sei. Doch der Handel sei auf die große Nachfrage nach solchen Stoffmasken nicht eingestellt gewesen, sodass viele Menschen begonnen hätten, Masken selbst zu nähen.

Über Monate hinweg nähte Resi Sistig bunte Mund-Nasenmasken, die gegen Spenden zugunsten der Hilfsgruppe an Patienten der Mechernicher Therapie-Einrichtung „pro medik concept“ abgegeben wurden. Foto: Verena Müller/pp/Agentur ProfiPress

„Die Maskenpflicht war für mich Mitte März dann auch der Auslöser zum Selbernähen von Stoffmasken, zunächst mit noch vorhandenen Baumwollstoffen doppellagig, nach der Mustergröße der medizinischen OP-Maske, bei 60 Grad waschbar und durch Bügeln geglättet und quasi sterilisiert“, blickte Sistig auf die schwierige Situation im Frühjahr vergangenen Jahres zurück. Bandgummi sei in diesen Monaten sehr gefragt und schwer zu bekommende Mangelware gewesen. Zunächst seien Familie, Freunde und Bekannte mit dem begehrten Mund-Nasen-Schutz versorgt worden.

Der gute Zweck kam nicht zu kurz

Als langjährige und zufriedene Patientin der im Mechernicher Kreiskrankenhaus ansässigen Therapieeinrichtung „pro medik concept“ habe sie schließlich auch die Therapeuten und das Verwaltungsteam der Einrichtung als Dankeschön für den Einsatz in der schwierigen Situation mit einer bunten Maskenauswahl ausgestattet. Sistig: „Auf Patientennachfrage entstand dann die Idee, Stoffmasken anzubieten und den Erlös an die Hilfsgruppe Eifel zu spenden.“ Geschäftsführer Dieter Pauwels habe sich spontan bereit erklärt, die Beschaffung des nötigen Stoffs zu unterstützen. „Dieser Idee bin ich gerne gefolgt und habe mich gefreut, helfen zu dürfen und zu können. Denn, so wusste schon Erich Kästner: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“, erklärte Sistig ihre Nähtätigkeit zugunsten der Hilfsgruppe Eifel.

Vor dem Eingang des Mechernicher Kreiskrankenhauses übergaben Resi Sistig und Geschäftsführer Dieter Pauwels (Mitte) den Spendenbetrag von 1140 Euro an Paul Schneider von der „Hilfsgruppe Eifel“. Foto: Verena Müller/pp/Agentur ProfiPress

Bei anhaltender Pandemie und daraus resultierenden gesetzmäßigen Hygienevorschriften und Verhaltensregeln für die Bevölkerung und Einrichtungen, seien kontinuierlich saisonal bunte und unifarbene Baumwollstoffe zugekauft worden. Anfertigungen erfolgten in verschiedenen Größen für Erwachsene und Kinder mit verstellbaren Gummis. Zur Weihnachtszeit habe sie Masken mit Winter-, Advents- und Weihnachtsmustern genäht.

Die Masken hätten in der Therapieeinrichtung viele dankbare Abnehmer gefunden, sodass der Spendenbetrag für die Hilfsgruppe stetig anwuchs. „Zum Jahresende 2020 wurde dann das Tragen von FFP2-Masken oder von medizinischen (OP-)Masken verpflichtend, sodass die nützlichen Stoffmasken, die sehr viele Menschen vor einer Ansteckung geschützt haben, zurzeit nicht mehr gefragt sind“, begründete Sistig das Ende der Aktion, die den stattlichen Spendenbetrag von 1140 Euro erbracht hat. Bei der Übergabe der Spende bedankte sich Paul Schneider im Namen der Hilfsgruppe bei Sistig und Pauwels für die Aktion, die viele Menschen vor dem Virus geschützt und ihre Arbeit unterstützt habe.

Zu „pro medik concept“:

Die „pro medik concept GmbH & Co. KG“ ist unter anderem als ambulante Therapieeinrichtung im Kreiskrankenhaus in Mechernich ansässig. Die Einrichtung bietet jegliche Formen der Physiotherapie, Massagen, medizinische Trainingstherapie sowie verschiedenste Präventionskurse an. Auch zählen die Kinder-Physiotherapie sowie die Physiotherapie bei Kiefergelenksbeschwerden zu den Schwerpunkten.

www.promedik.de

www.hilfsgruppe-eifel.de

pp/Agentur ProfiPress

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