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Mariacron statt Müllermilch

Das Gegenteil von heiler Welt: Stefanie de Velasco liest in Monschau aus ihrem preisgekrönten Debütroman „Tigermilch“

Für die Lit.Eifel kommt Autorin Stefanie de Velasco von Berlin nach Monschau, um am Donnerstag, 17. Oktober, um 19.30 Uhr im Aukloster aus ihrem Roman „Tigermilch“ zu lesen. Foto: Joachim Gern

Monschau – Mit Tigermilch zieht man keine verwaisten Großkatzen-Babys auf. Vielmehr handelt es sich dabei um den Cocktail, den sich Nini und Jameelah auf der Schultoilette mischen, bevor sie Berlin unsicher machen: Sie kippen die Schoko-Müllermilch ins Klo und ersetzen sie aus Milch, Mariacron und Maracujasaft. Fertig ist die „Tigermilch“.

„Tigermilch“ heißt auch der preisgekrönte Debütroman von Stefanie de Velasco. Die in Berlin lebende Schriftstellerin kommt am Donnerstag, 17. Oktober nach Monschau, um im Bürgersaal des Auklosters, Austraße 7, im Rahmen der Lit.Eifel aus ihrem Buch zu lesen. Beginn ist um 19.30 Uhr, der Eintritt kostet zwölf Euro, ermäßigt sechs Euro.

Das ganze Leben und alle Genüsse in vollen Zügen suchen Nini und Jameelah und schaffen sich eine Welt mit eigenen Gesetzen.

Leichtfüßig und schonungslos, wuchtig und zart erzählt Stefanie de Velasco von zwei Mädchen, die das Leben mit beiden Händen ergreifen und lernen müssen, das eigene Dasein auszuhalten.

Nini und Jameelah leben in derselben Siedlung, sie sind unzertrennlich und mit ihren vierzehn Jahren eigentlich erwachsen, finden sie. Deswegen kaufen sie sich Ringelstrümpfe, die sie bis zu den Oberschenkeln hochziehen, wenn sie ganz cool losziehen gehen, um für das Projekt Entjungferung zu üben.

Die beiden Freundinnen lassen sich durch die Hitze treiben, hängen mit Nico ab. Nico, der in der ganzen Stadt »Sad« an die Wände malt und Nini ein Gefühl von Zuhause gibt. Sie machen Bahnpartys, kiffen in Telefonzellen und gehen mit Amir ins Schwimmbad. Amir, den sie beschützen wie einen kleinen Bruder. Und dessen großer Bruder Tarik im Dauerstreit mit seiner Schwester liegt, weil diese sich in einen Serben verliebt hat. Doch dann werden sie ungewollt Zeuge, wie der Konflikt in Amirs Familie eskaliert. Und alles droht zu zerbrechen.

Stefanie de Velasco, geboren 1978 in Oberhausen, studierte Europäische Ethnologie und Politikwissenschaft in Bonn, Berlin und Warschau. 2011 erhielt sie für den Anfang ihres Debütromans den Literaturpreis Prenzlauer Berg, 2012 war sie Stipendiatin der Schreibwerkstatt der Jürgen Ponto-Stiftung. 2013 erhielt sie das Schreibstipendium des Künstlerdorfes Schöppingen. Derzeit ist sie Stipendiatin der Drehbuchwerkstatt München. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Die Lesung findet im Rahmen der Lit.Eifel statt, eines neuen Literatur-Festivals, das erstmals in diesem Herbst in den Kreisen Euskirchen und Düren, der Städteregion Aachen und in der DG in Belgien stattfindet

pp/Agentur ProfiPress

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