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Manifest des Lebenswillens

„Die Stadt der weißen Musiker“: Lit.Eifel präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Nettersheim und der Hilfsgruppe Eifel den Schriftsteller Bachtyar Ali am Donnerstag, 9. November, um 19.30 Uhr, im Naturzentrum Eifel, Urftstr. 2, 53947 Nettersheim

Nettersheim – Die Feuilletons überschlagen sich mit positiven Rezensionen zu Bachtyar Alis Roman „Die Stadt der weißen Musiker“, aus dem der Autor am Donnerstag, 9. November, 19.30 Uhr, im Naturzentrum Nettersheim liest. Dabei handelt es sich um eine Kooperationsveranstaltung der Lit.Eifel mit dem Literaturhaus Nettersheim (Urftstraße 2 in Nettersheim) und der Hilfsgruppe Eifel.

„Bachtyar Ali ist eine Ausnahmeerscheinung im zeitgenössischen Literaturbetrieb. Ein Autor, dessen Ecken, Kanten und erzählerische Verrücktheiten von keinem Literaturbetrieb abgeschliffen worden sind, und der sich um die Erwartungen und Lesegewohnheiten zumal des westlichen Publikums nicht schert“, findet der Rezensent des Deutschlandfunks, der „Die Stadt der weißen Musiker“ mit Thomas Manns „Doktor Faustus“ vergleicht. „Wenn man einen Roman von Bachtyar Ali aufschlägt, dann verschwindet alles, was jenseits der Buchdeckel liegt. Und das ist gut so“, schreibt die Neue Zürcher Zeitung. Das ORF beschreibt den Roman als „Buch über den Irak, seine alten Legenden und seine jüngste Geschichte, das mehr sagt als tausend Nachrichtenbilder“. Der Bayerische Rundfunk lobt Bachtyar Ali mit den Worten: „Virtuos verbindet er Erzähltechniken der westlichen Moderne mit orientalischen Erzähltraditionen und eindringlichen Bildern.“

Bachtyar Ali zählt zu den bedeutenden Autoren der islamischen Welt, dessen Werk im Westen aber noch weitgehend unentdeckt ist. Am 10. Dezember wird Ali mit dem Nelly-Sachs-Preis, dem mit 15.000 Euro dotierten Literaturpreis der Stadt Dortmund, ausgezeichnet.

Aus Bachtyar Alis Werk sind erst zwei Romane in deutscher Sprache erschienen, die begeistert von der Kritik aufgenommen wurden. „Die Stadt der weißen Musiker“ folgt in Deutschland auf „Der letzte Granatapfel“. Sie erinnern an die große orientalische Erzähltradition und schildern auf hochpoetische Weise eine unbekannte Welt: Das Schicksal der irakischen Kurden – brutal verfolgt und in inneren Auseinandersetzungen zerrissen. „Angesichts von Erfahrungen genozider Gewalt, Kriegen und Flucht ist Bachtyar Alis Werk ein Manifest des Lebenswillens und der Poesie“, urteilte Jury-Mitglied Stefan Weidner, Kölner Schriftsteller und Literaturkritiker, der an der Preisvergabe an Ali beteiligt war.

Bachtyar Ali, einer der bedeutenden Autoren der islamischen Welt und frischgekürter Nelly-Sachs-Preisträger, stellt im Rahmen der Lit.Eifel in Nettersheim sein Buch „Die Stadt der weißen Musiker“ vor. Foto: pp/Agentur ProfiPress

Bachtyar Ali wurde 1966 in Sulaimaniya (Nordirak) geboren. 1983 geriet er durch sein Engagement bei den Studentenprotesten in Konflikt mit der Diktatur Saddam Husseins und wurde verletzt. Er brach sein Geologie-Studium ab, um sich der Poesie zu widmen. Nach dem Aufstand von 1991 boten sich den Schriftstellern und Intellektuellen in den kurdischen Gebieten bisher ungekannte Artikulationsmöglichkeiten. Bachtyar Ali intensivierte seine eigene schriftstellerische Tätigkeit.

2005 kürte das Bildungsministerium des autonomen irakischen Kurdistan den Roman „Die Stadt der weißen Musiker“ zum besten Buch des Jahres. 2009 erhielt er als Erster den Hardi-Literaturpreis, der zum größten Kulturfestival im kurdischen Teil des Irak gehört. 2014 wurde er mit dem neu eingerichteten Sherko-Bekas-Literaturpreis ausgezeichnet. Bachtyar Ali lebt seit Mitte der Neunzigerjahre in Deutschland. Sein Gesamtwerk umfasst Romane, Gedichte und Essays.

Der Eintritt für den Abend mit Bachtyar Ali kostet zwölf, ermäßigt sechs Euro. Ein Teil des Erlöses kommt der Hilfsgruppe Eifel zugute, die bereits mehrmals mit dem Mechernicher Kurden Mustafa Evren Hilfsaktionen in Flüchtlingslager im türkisch-syrischen Grenzgebiet durchgeführt hat. „Wir wollen die Hilfe fortführen“, so Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel.

Alle Lit.Eifel-Termine und Vorverkaufsstellen gibt es im Internet unter www.lit-eifel.de.

pp/Agentur ProfiPress

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