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Mahnungen 100 Jahre nach Kriegsende

Volkstrauertag in der Gemeinde Kall – Zentrale Gedenkfeier auf dem Soldatenfriedhof in Steinfeld – Pater Paul: „Zeichen von Hoffnung und Versöhnung“

Kall-Steinfeld – 100 Jahre ist es her, dass der Erste Weltkrieg endete. 17 Millionen Menschen starben, 20 Millionen wurden in den vier Jahre dauernden Auseinandersetzungen verwundet. Da ist es nicht falsch, zu behaupten, dass der Volkstrauertag in diesem Jahr ein besonderer war.

Feuerwehr, Schützen, Rotes Kreuz und Reservistenkameradschaft: Sie alle nahmen an der Gedenkfeier am Volkstrauertag in Steinfeld teil. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Der Frieden dauerte aber nicht lange. Fast auf den Tag genau 20 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs brannten die Synagogen in Deutschland. Die Reichspogromnacht ist eine der dunkelsten Stunden der deutschen Geschichte. Leider haben einige Menschen daraus nichts gelernt, heute wird Hass auf Fremde, auf Ausländer zunehmend zum Problem – auch deshalb ist es wichtig, dass am Volkstrauertag aller Opfer der Kriege gedacht wird.

Bürgermeister Hermann-Josef Esser betrieb Ursachenforschung, warum es nach dem Ersten Weltkrieg keinen Frieden gab. Pater Paul Cyrys hört aufmerksam zu. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

„Wir trauern um die Opfer von terroristischen Anschlägen, von Verfolgung, Hass und Gewalt gegen Fremde, wir teilen mit ihnen den Schmerz“, sagte der Salvatorianer-Pater Paul Cyrys in seiner Ansprache auf dem Soldatenfriedhof in Steinfeld. Gleichzeitig glaubt er an Gott als ein Zeichen von Hoffnung und Versöhnung.

Kalls Bürgermeister Hermann-Josef Esser ging auf mögliche Ursachen ein, warum der Frieden nach 1918 so schnell brüchig wurde und der nach 1945 nun schon lange anhält. „Die Neuordnung Westeuropas nach dem Zweiten Weltkrieg war gekennzeichnet durch das Bestreben nach Versöhnung und Verständigung, aus früheren Feinden Verbündete zu machen“, schließt Esser. Dieser Ansatz habe nach dem Ersten Weltkrieg gefehlt. Misstrauen und Ressentiments hätten weiterbestanden, so Esser.

Mitglieder der Reservistenkameradschaft Dahlem legten auf dem Soldatenfriedhof in Steinfeld einen Kranz zum Gedenken an die Opfer der Kriege nieder. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Aus diesem Beispiel im Großen kann man auch Schlüsse auf das Verhalten im Kleinen geben. „Niemand darf bei Konflikten das Gefühl haben, als Verlierer aus einer Auseinandersetzung zu gehen“, sagte Esser und betonte, dass man das Anderssein anderer Menschen nicht nur aushalten, sondern tolerieren, akzeptieren und annehmen müsse. Esser rief dazu, mitzuarbeiten, damit der „Frieden in der Welt bewahrt wird“.

Auch die Gäste waren sich der besonderen Situation in diesem Jahr bewusst. Deutlich mehr Teilnehmer als im vergangenen Jahr hatten sich mit auf den Weg vom Kloster über die Hermann-Josef-Straße zum Soldatenfriedhof gemacht, um dem Zeremoniell beizuwohnen. Organisiert wurde die Gedenkveranstaltung der Gemeinde Kall von Kalls Feuerwehrchef und Gemeindebedienstetem Harald Heinen.

Die Resonanz auf die Volkstrauertag-Gedenkfeier der Gemeinde Kall war dieses Jahr sehr groß. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Im Zug zum Friedhof vorneweg schritt der Schützenverein Wahlen, gefolgt von der Musikkapelle Urft, Vertretern der Freiwilligen Feuerwehren aus Kall, Sistig und Wahlen, einer großen Abordnung der Reservistenkameradschaft Dahlem, Mitgliedern des Deutschen Roten Kreuzes aus Kall und dem Chor der Basilika Steinfeld. Zwei Angehörigen der Reservistenkameradschaft oblag es, den Kranz auf dem Soldatenfriedhof niederzulegen.

pp/Agentur ProfiPress

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