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Literarische Größen in der Eifel

Das Programm für das 13. „Eifel Literatur Festival“ wurde in Prüm enthüllt – 300.000 Euro Etat – 13.000 Zuschauer werden zu den 24 Lesungen erwartet

Eifel/Prüm – Sebastian Fitzek zum Auftakt im April, Charlotte Link mit Moderatorin Bärbel Schäfer zum Abschluss im Oktober – und dazwischen 21 weitere hochkarätige Autoren. Das Motto des „Eifel Literatur Festivals“, dessen Programm am Montag im Haus des Gastes in Prüm vorgestellt wurde, lautet auch im Jahr 2018: Klotzen, nicht kleckern.

Der Landtagsabgeordnete Michael Billen (l.) und Dr. Josef Zierden unterzeichnen den Vertrag über die Förderung des Festivals. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Denn es sind wieder einmal Schriftsteller von höchsten Renommee, die Dr. Josef Zierden, Vorsitzender des Vereins LiteraturBüro Eifel, in die rheinland-pfälzische Eifel holt. Neben den beiden erwähnten sind das unter anderem Elke Heidenreich, Jan Weiler, Stefan Aust, Gregor Gysi, Cornelia Scheel & Hella von Sinnen, Linda Zervakis, die Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch, Sven Regener und Ranga Yogeshwar.

Auch Eifeler sind mit von der Partie. Neben Deutschlands „berühmtestem Förster“ Peter Wohlleben, der aus Hümmel kommt, und Anselm Grün, dessen Wurzeln in der Eifel liegen, hat Stephanie Stahl aus Trier für eine echte Premiere gesorgt. Der Vertrag mit der Autorin, deren Sachbuch „Das Kind in dir muss Heimat finden“ seit Anfang 2016 durchgehend in den Top 3 der Spiegel-Bestsellerliste zu finden ist und deren frisch erschienenes Werk „Jeder ist beziehungsfähig“ direkt auf Platz drei einstieg, kam erst kurz vor der Pressekonferenz zustande, weshalb sie im Programmheft nur als nachgedruckter Einleger zu finden ist.

Landes-Kultusminister Prof. Dr. Konrad Wolf sprach bei der Pressekonferenz über das „wichtigste Literaturfestival in Rheinland-Pfalz“. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Dafür war Stahl bei der Pressekonferenz selbst anwesend und gab zu, dass sie sich „auf die Liste draufgejammert“ habe. „Es wird damit geworben, dass die besten Autoren lesen werden. Ich stehe seit gefühlt zwei Jahren auf Platz eins der Sachbücherliste und habe mich gefragt: Was muss ich tun, damit ich auch eingeladen werde?“, berichtete sie launig.

Mit dem „Eifel Literatur Festival“ will Josef Zierden drei Lanzen brechen. Die erste für das Lesen. „Das ist dringlicher denn je, denn ich mache mir Sorgen um die Kulturtechnik des Lesens. Die Fähigkeit, komplexe und lange Texte zu lesen, geht verloren“, berichtete er. Mittlerweile werde pro Bundesbürger durchschnittlich noch nicht einmal mehr ein Buch pro Jahr gelesen, ist Zierden alarmiert, gleichwohl wissend, dass er mit dem Festival mit 24 Büchern, aus denen gelesen wird, bei 80.000 Neuerscheinungen pro Jahr auch nur einen minimalen Teil abdecken kann.

Seit 1994 leitet Dr. Josef Zierden die Geschicke des Festivals. Der Germanist trug während der Pressekonferenz eine Passage aus Heinrich Heines „Wintermärchen“ vor. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Die zweite Lanze bricht er für das Publikum. „Mir geht es nicht um die Besucherzahlen. Aber mir geht es darum, dass Autoren nicht vor 20 Leuten lesen, wenn sie auch vor 700 lesen können.“ Das „Eifel Literatur Festival“ sei deutschlandweit bekannt und unterstütze damit auch den Tourismus in der Eifel, ist sich der rheinland-pfälzische Kultusminister Prof. Dr. Konrad Wolf sicher. „Ich bin Dr. Zierden dankbar, dass eine kleine Eifelstadt so einen großen Impuls in die Eifel hinaussendet“, schloss sich Prüms Bürgermeisterin Mathilde Weinandy an.

Denn die dritte Lanze will Zierden für die kulturelle Lebensqualität in der Eifel brechen. Diese liegt ihm am Herzen, die Eifel soll keine literarische Diaspora sein, sondern zeigen, dass auch in dem stellenweise schwach besiedelten Landstrich mit vielen kleinen Städten und Dörfern gerne gelesen wird. Dass das nicht geht, ohne Geld in die Hand zu nehmen, weiß auch Zierden. 300.000 Euro beträgt der Etat für die 13. Auflage des alle zwei Jahre stattfindenden Festivals. Die Hälfte der Summe wird durch die Eintrittsgelder (erwartet werden dieses Jahr 13.000 Zuschauer) eingenommen, bei der anderen Hälfte helfen potente Sponsoren und der Steuerzahler.

Auf den letzten Drücker: Der Vertrag mit der Sachbuchautorin Stephanie Stahl aus Trier kam kurz vor der Pressekonferenz zustande. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Den entsprechenden Vertrag über die Förderung unterzeichneten Zierden und der Bitburger Landtagsabgeordnete Michael Billen noch vor Ort. „Man muss auch ein wenig bekloppt sein“, meinte er über Zierdens Bestreben, die Großen der Literatur in die Eifel zu bekommen. „Da gab es bestimmt schon einige, die sich gefragt haben: Wo liegen denn die Orte?“, erzählte Billen. Dass es nicht immer einfach ist, die Bestsellerautoren für sich zu gewinnen, beschrieb Zierden am Beispiel Charlotte Link. „An Günter Grass haben wir 14 Jahre gearbeitet, an Charlotte Link zehn Jahre.“ Umso mehr freut sich Zierden, dass es nun endlich geklappt hat.

Und weil Zierden die Literatur ein Anliegen ist, zitierte er auch einen Vierzeiler aus Heinrich Heines „Wintermärchen“, in dem es um die Tristesse im November geht und stellte klar, dass das „Eifel Literatur Festival“ ein Gegenbild sei, das man mit den Worten „Die Eifel: Ein Literaturmärchen“ betiteln könne.

Darum geht’s: 23 Bestsellerautoren, darunter Elke Heidenreich und Gregor Gysi, lesen 2018 in der Eifel aus 24 Büchern. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Ticket-Info:

Der Kartenvorverkauf für das „Eifel Literatur Festival“ hat begonnen. Weitere Informationen unter www.eifel-literatur-festival.de

pp/Agentur ProfiPress

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