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Lesung im Geburtsort Willi Grafs

Miriam Gebhardt trägt aus „Die weiße Rose“ vor – Lit.Eifel-Lesung am Dienstag, 3. Juli, 19.30 Uhr, in der Tuchfabrik Müller, LVR-Industriemuseum, Carl-Koenen-Straße 25, 53881 Euskirchen-Kuchenheim

Euskirchen-Kuchenheim – Im Euskirchener Außenort Kuchenheim ist das Thema Willi Graf so aktuell wie eh und je. Erst vor wenigen Tagen wurde am Geburtshaus des Widerstandskämpfers gegen das Naziregime eine Gedenktafel angebracht, damit das Mitglied der bekannten Widerstandsgruppe Weiße Rose nicht in Vergessenheit gerät. In Kuchenheim ist eine Straße nach dem Kaufmannssohn Willi Graf benannt. Bis 2016 trug auch eine mittlerweile aufgelöste Realschule in Euskirchen seinen Namen.

Im Jubiläumsjahr seiner Geburt – Willi Graf wäre im Januar 100 Jahre alt geworden, was in Kuchenheim Anfang des Jahres entsprechend gewürdigt wurde – widmet sich nun das Nordeifeler Literatur-Festival Lit.Eifel dem Nazi-Gegner aus Kuchenheim, besser gesagt: der Weißen Rose, deren bekannteste Mitglieder mit Sicherheit die Geschwister Sophie und Hans Scholl waren. Die Historikerin und Journalistin Miriam Gebhardt (Süddeutsche Zeitung, Die Zeit) hat sich auf Spurensuche begeben.

Am Dienstag, 3. Juli, 19.30 Uhr liest sie bei der Lit.Eifel in Willi Grafs Geburtsort Kuchenheim in der etwa 600 Meter vom Geburtshaus entfernten Tuchfabrik des LVR-Industriemuseums, Carl-Koenen-Straße 25, aus ihrem Buch „Die Weiße Rose“ und gibt besondere Einblicke in die Zeit.

Das Buch erzählt eine neue Geschichte der Weißen Rose und zeigt, warum deren Botschaft heute, 76 Jahre nach ihren ersten Aktionen immer noch wichtig ist. Foto: Oliver Rehbinder/pp/Agentur ProfiPress

Ihr Buch erzählt eine neue Geschichte der Weißen Rose und zeigt, warum deren Botschaft heute, 76 Jahre nach ihren ersten Aktionen, immer noch wichtig ist. Warum hatten die Geschwister und ihre Mitstreiter den Mut, sich gegen das nationalsozialistische Unrechtssystem aufzulehnen?

Gebhardt sucht in den Biografien der Aktivisten, darunter eben auch Willi Graf, die individuellen Voraussetzungen des Widerstands und fragt, welche Ressourcen aus Kindheit, Familie, Umwelt und Erfahrung sie gegen den übermächtigen Gruppendruck der „Volksgemeinschaft“ immunisierten.

„Falls es in Deutschland jemals wieder zu einem Unrechtsregime kommen sollte, wird es in jedem Fall anders aussehen als im Nationalsozialismus. Was sich jedoch niemals ändern wird, ist der Bedarf an Menschen, die sich trauen, widerständig zu denken und zu handeln“, so die Autorin.

Willi Graf verteilte Flugblätter im Namen der Weißen Rose und rief damit zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus auf. Nach seiner Inhaftierung wurde er vom Hitlerregime wegen Hochverrats, Wehrkraftzersetzung und Feindbegünstigung zum Tode verurteilt. Mit nur 25 Jahren wurde der Kuchenheimer am 12. Oktober 1943 im Gefängnis München-Stadelheim hingerichtet. 1999 wurde Graf als Märtyrer ins „Martyrologium“ der katholischen Kirche aufgenommen.

Die Lesung findet statt mit freundlicher Unterstützung des LVR-Industriemuseums. Der Eintritt zur Lesung kostet zwölf, ermäßigt sechs Euro. Weitere Informationen und Vorverkaufsstellen gibt es im Internet unter www.lit-eifel.de.

pp/Agentur ProfiPress

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