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Lehrpersonal als Feuerwehrschüler

Die Pädagogen der Grundschule Kall übten im Gerätehaus unter Anleitung von Wehrleiter Harald Heinen den richtigen Umgang mit Feuerlöschern

Kall – Hand aufs Herz: Wer hat schon einmal einen Feuerlöscher benutzt oder weiß auf Anhieb, wie er funktioniert, wenn es darauf ankommt? Die Zahl derer, die Kenntnis von der richtigen Handhabe besitzen, dürfte relativ klein sein. Das weiß auch die Feuerwehr. Aus diesem Grund bietet sie Kurztrainings an, in denen theoretisch und praktisch geübt wird, wie Feuerlöscher funktionieren.

Mit „Feuereifer“ waren die Lehrerinnen und Lehrer der Grundschule Kall bei der Sache dabei und löschten das von Harald Heinen immer wieder entzündete Feuer. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Kalls Feuerwehrchef Harald Heinen hatte jüngst eine besondere Situation: Er unterrichtete Frauen und Männer, die sonst dafür da sind, anderen etwas beizubringen. Das Personal der Grundschule Kall und ein paar Tage später auch der Offenen Ganztagsschule ließen sich vom Wehrleiter erklären, was sie tun, wenn es brennt.

Im Lehrraum des Kaller Feuerwehrgerätehauses vermittelte Heinen dem Lehrpersonal in rund einer Stunde erst die theoretischen Hintergründe. Was ist ein Feuer überhaupt und wie entsteht es? Welche Brandklassen gibt es? Mit welchem Löschmittel wie Schaum, Wasser oder Pulver bekämpfe ich welche Brandklasse? Denn klar ist: Nicht jeder Stoff ist für jedes Feuer geeignet. Anhand eines Videos zeigte Heinen etwa, was passiert, wenn brennendes Speisefett mit Wasser in Berührung kommt.

Vor der Praxis stand die Theorie: Im Lehrraum des Feuerwehrgerätehauses drückten die Pädagogen selbst noch einmal die Schulbank. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Die Brandklassen sind auch bei der Verwendung der Feuerlöscher wichtig. Denn sie sind dort vermerkt. Heinen empfiehlt außerdem, Feuerlöscher mit einem Gewicht von unter sechs Kilogramm nicht zu verwenden. Ein Sechs-Kilo-Löscher enthält Löschmittel für rund zwölf Sekunden, die Zehn-Kilo-Variante für 15 Sekunden.

Harald Heinen gab außerdem wichtige Verhaltenstipps im Ernstfall. Wichtig ist: Ruhe bewahren. „Behalten Sie einen kühlen Kopf.“ Anschließend soll die Lage sondiert werden. Bei kleineren Feuern sollte zunächst selbst versucht werden, es zu löschen. Bei größeren Feuern sollte unverzüglich der Notruf 112 abgesetzt werden. Im Anschluss sollen die Mitarbeiter gewarnt und der Gefahrenbereich verlassen werden.

Menschenrettung hat Priorität

Besonders wichtig: Selbst in Gefahr bringen sollten sich die Lehrerinnen und Lehrer nicht, „besonders dann nicht, wenn es nur um Sachschaden geht.“ Anders sieht es aus, wenn Menschenleben in Gefahr sind. Die Menschenrettung hat für die alarmierte Feuerwehr stets oberste Priorität.

Doch wie wird der Feuerlöscher richtig verwendet? „Machen Sie sich mit Ihren Feuerlöschern vertraut, damit Sie im Ernstfall nicht zunächst nachlesen müssen, wie es geht“, rät der Kaller Wehrleiter. Zunächst muss der Sicherungsstift gezogen werden. Der ist dafür da, dass der Feuerlöscher nicht versehentlich ausgelöst wird.

Danach muss der Auslöseknopf betätigt werden, denn erst dadurch wird das Löschmittel hergestellt. Heinens Tipp: Nicht zimperlich sein. „Wenn Sie den Knopf nicht per Hand betätigt bekommen, können Sie den Feuerlöscher auch auf einen Tisch oder den Boden hauen.“ Jetzt ist das Gerät einsatzbereit.

In einer speziellen Übungsvorrichtung wird mit Gas immer wieder neu ein Feuer entzündet, das man größtenteils gefahrlos bekämpfen kann. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Doch auch beim Löschen gilt es, wichtige Regeln zu beachten. „Wedeln wie ein Lämmerschwanz“ ist eine Strategie, um das Feuer zu bekämpfen. Der Angriff erfolgt außerdem immer mit dem Wind. Der Strahl aus dem Löscher sollte nicht zu steil und nicht zu flach angesetzt werden. Außerdem sollte man nicht zu weit entfernt stehen.

Nach dieser Theorie ging es vor die Fahrzeughalle, wo Harald Heinen spezielles Übungsmaterial einsetzte, das mit Gas immer wieder ein Feuer erzeugte, das die Lehrerinnen und Lehrer löschen mussten. Das Lehrpersonal der Kaller Grundschule schlug sich prima, alle paar Sekunden hieß es: „Feuer aus“. Natürlich hoffen die Übungsteilnehmer, dass sie das erlernte Wissen niemals einsetzen müssen.

pp/Agentur ProfiPress

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