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Kraftvoll zupacken

Für den Bauhof hat die Gemeinde Kall einen Greifer angeschafft – Hochwasserschutz ist eines der Einsatzgebiete

Kall/Steinfelderheistert – Die Spuren, die der Orkan Friederike hinterlassen hat, sind auch fünf Wochen nach dem Ereignis noch allerorts zu finden. In der Gemeinde Kall muss man nur einmal den Kuttenbach zwischen Steinfelderheistert und Diefenbach entlang spazieren. Entwurzelte Bäume und abgebrochene Äste liegen im Bett des Baches. „Das kann bei Hochwasser zum Problem werden“, sagt Kalls Bauhofleiter Helmut Murk.

Die Profi-Greifer vom Kaller Bauhof: (v.l.) Kurt Schmitz, Ralf Mertens und Florian Marx. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Bisher hat sich die Gemeinde für solche Arbeiten entweder schweres Gerät ausgeliehen oder die Freiwillige Feuerwehr beauftragt, die über Fahrzeuge mit Seilwinden verfügt. Und auch wenn der Dienstweg zu Feuerwehrchef Harald Heinen, der gleichzeitig stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes ist, kurz war, war der Bauhof immer von anderen abhängig. „Es kam immer wieder vor, dass das benötigte Gerät schon verliehen war und wir warten mussten“, erklärte Murk.

Deshalb hat die Gemeinde vor wenigen Wochen „Nägel mit Köpfen“ gemacht und sich einen sogenannten Sortierungsgreifer für den Bagger angeschafft. Laut Helmut Murk kostete der etwas über 9000 Euro – eine Investition, das sich innerhalb kürzester Zeit amortisieren wird. „Eine Leihe kostet pro Tag zwischen 130 und 150 Euro. Rechne ich da noch die Fahrtkosten für Abholung und Rückgabe sowie die Arbeitszeit des Mitarbeiters ein, der dafür unterwegs ist, komme ich schnell auf 200 bis 250 Euro täglich“, rechnet Murk vor. Nun ist der Bauhof flexibel, kann auf akute Probleme umgehend reagieren und auch auf bestimmte Witterungen. „Jetzt im Frost können wir beispielsweise sehr gut die umgekippten Bäume aus dem Kuttenbach holen“, sagt der stellvertretende Bauhofleiter Theo Dreßen.

Der Greifer im Einsatz am verschneiten Kuttenbach bei Steinfelderheistert. Erst wird der umgestürzte Baum gepackt… Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Die drei Bauhofmitarbeiter Kurt Schmitz, Ralf Mertens und Florian Marx steuern den Bagger mit Greifer – und zeigen sich begeistert. „Mehr Kontrolle“ habe man mit dem Greifer, erklärt Marx, außerdem „mehr Möglichkeiten“, ergänzt Schmitz. Mertens spricht die Zeitersparnis an, die der Bauhof nun hat. Anstatt ein Leihgerät abzuholen, wird der Greifer einfach an den Bagger an- und später wieder abgebaut.

Theo Dreßen sieht in der Starrheit des Greifers einen Riesenvorteil: Beim Fällen von Gefahrbäumen könne man den Stamm einfach packen und dann in Ruhe arbeiten. „Grundsätzlich wurde der Greifer konzipiert, um Abbrucharbeiten aller Art vorzunehmen. Man kann bis zu zwei Tonnen schwere Findlinge versetzen, Bäume in Bachläufen fassen und ihn beim Grün- und Heckenschnitt einsetzen“, zählt Dreßen weitere Vorteile auf. Und Helmut Murk ergänzt: „Bisher musste auch immer jemand ins Wasser, das entfällt nun zum Glück.“ Auch im Vorfluterbereich sei der Greifer einsetzbar.

…und kann dann in die Höhe gehievt werden. Bis zu zwei Tonnen Gewicht kann die Bagger-Greifer-Kombination anheben. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Im Bereich Hochwasserschutz ist man, nicht zuletzt aufgrund der Unwetterlagen im Frühling/Sommer 2016, bei denen etwa Scheven überflutet wurde, in Kall besonders sensibel. Gerade in der Prävention ist der Greifer unverzichtbar, etwa in der Urft – oder eben an diesem eisig kalten Morgen am Kuttenbach.

pp/Agentur ProfiPress

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