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Kosakenchor sorgt für Verzückung

Konzert in der festlich illuminierten Pfarrkirche St. Georg in Kallmuth – Erlös kommt dem Hospiz Stella Maris des Sozialwerks Communio in Christo zugute

Mechernich-Kallmuth – Wenn Applaus das Brot des Künstlers ist, sind die zwölf Sänger des „Don Kosaken Chors Serge Jaroff“ und ihr Dirigent Wladimir Pazdriy sehr satt geworden. Beim Konzert in der Kallmuther Pfarrkirche St. Georg, das zugunsten des Hospizes Stella Maris des Sozialwerks Communio in Christo stattfand, erhielten die Sänger nach einem famosen Gastspiel stehende Ovationen.

Der Don Kosaken Chor Serge Jaroff überzeugte in der Kallmuther Pfarrkirche mit unglaublicher Sangeskraft. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Unscheinbar im Auftreten ist der Kosakenchor. Schwarz gekleidet, jeweils ein roter Streifen auf jedem Hosenbein, stehen die Männer da – und lassen dafür umso mehr ihre Stimmen sprechen. Wenn sie gemeinsam zum zwölfstimmigen Gesang ansetzen, dann treffen die Schwingungen besonders bei den kräftigen Passagen auf die Trommelfelle der Zuhörer und erzeugen einen ganz besonderen Klang und eine außergewöhnliche Atmosphäre.

Die Gesangsleistung ist beeindruckend: Vom Bass, bei dem man sich fragt, wo er diese tiefen Töne herholt, bis hin zur glockenhellen Stimme der Tenöre. Wenn sich zwei Solisten bei „Kalinka“ ein heiteres Duell liefern, wer die Töne länger halten kann, sie sich gegenseitig anstacheln und necken, dann gelangt auch eine Prise Unterhaltung und Humor in die eher getragenen Lieder.

Die Pfarrkirche St. Georg in Kallmuth war ausverkauft und für den Abend herrlich illuminiert worden. Die Atmosphäre war beeindruckend. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

„Vor 25 Jahren hatten wir den Don Kosaken Chor Serge Jaroff schon einmal hier“, erinnerte sich Ortsvorsteher Robert Ohlerth. Als zuletzt Ortskartell-Kassiererin Marleen-Diane Wolf den Chor in Heimbach gehört hatte, war die Idee schnell gereift, auch noch einmal nach einem Konzert in Kallmuth anzufragen.

Der Gedanke ging aber noch weiter: Man wollte den Zuhörern in der festlich und herrlich illuminierten Pfarrkirche, die sowohl innen wie auch außen in rotes und grünes Licht getaucht war, nicht nur ein beeindruckendes Konzerterlebnis spendieren, sondern auch etwas Gutes tun. Deshalb dachte das Ortskartell als Veranstalter an ein Benefizkonzert für das Hospiz Stella Maris.

Der stellvertretende Chorleiter Wladimir Pazdriy dirigierte den Don Kosaken Chor Serge Jaroff für den verhinderten Wanja Hlibka. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Robert Ohlerth, der selbst familiäre Erfahrungen im Mechernicher Hospiz gemacht hat, sagt dazu: „Viele verdiente Menschen werden in dieser segensreichen Einrichtung auf ihrem letzten Weg begleitet. Mit dem Konzert wollen wir unseren Beitrag für das Hospiz leisten.“

Waren es in der ersten rund 45 Minuten langen Hälfte Kirchenlieder wie „Herr erbarme dich unser“ oder „Klosterballaden“, erklangen in der zweiten Hälfte Volkslieder wie „Im Walde gesagt“ oder „Moskauer Nächte“. Auch Original-Arrangements des legendären Chorleiters Serge Jaroff (1896-1985) brachten die Sänger zu Gehör, darunter „Kalinka“, „Eintönig klingt hell das Glöckchen“ und „Abendglocken“, bei dessen bloßer Ankündigung das Publikum in Verzückung geriet.

Die zwölf Sänger zeigten eine gigantische stimmliche Bandbreite. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Vom Publikum in der ausverkauften Pfarrkirche gab es nicht nur reichlich Applaus, sondern auch ein Ständchen für die Sänger in Form eines aus 150 Kehlen vorgetragenen „Großer Gott, wir loben dich“.

Weil das Konzert so gut ankam, will das Ortskartell Kallmuth das Benefizkonzert für das Hospiz mit dem Don Kosaken Chor Serge Jaroff zur festen Einrichtung machen und jedes Jahr anbieten.

pp/Agentur ProfiPress

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