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Kontrollgänge rund um die Uhr

Ordnungsamt fährt Sonderschichten – Auch um Corona-Partys aufzuspüren und aufzulösen – Mitarbeiter kennen die „Hotspots“ – „Immer mehr Menschen bleiben zu Hause und das ist auch gut so“

Mechernich – Christian Habrich und Jan Wollenweber halten die Augen auf. Sie und ihre Kollegen sind dieser Tage in nicht ganz alltäglichen Einsätzen unterwegs.

Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollieren im Mechernicher Stadtgebiet, ob der Erlass des Landesministeriums eingehalten wird, der Menschenansammlungen von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit untersagt. Zuweilen müssen die Beiden hart durchgreifen. Vor allem Jugendliche gehen mit dem Verbot sorglos um und feiern in bester Laune Corona-Partys.

Nicht alle Menschen halten sich an die Corona-Vorgaben. Im Stadtgebiet kontrolliert das Ordnungsamt streng die Einhaltung des Kontaktverbots. Gruppen werden rigoros nach Hause geschickt. Ihnen droht ein Bußgeld in Höhe von 200 Euro pro Person. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

„Man kennt natürlich die Hotspots, wo die Jugendlichen gerne abhängen“, berichtet Habrich und zählt im Kernort mit der alten Kirche und dem Schulzentrum oder den Parkplatz an der Zikkurat beispielhaft beliebte Versammlungsplätze dieser Altersklasse auf. Auch Hinweise aus der Bevölkerung häufen sich, wenn Menschen in Gruppen auftauchen. „Das ist auch prima, denn wir können nicht überall gleichzeitig sein“, so sein Kollege.

Aktuell fährt das Ordnungsamt in Mechernich jede Menge Sonderschichten. Eigentlich sind Habrich und Wollenweber hauptamtlich für andere Aufgaben zuständig – knapp zusammengefasst für Friedhöfe, Feuerwehr und Hundesteuer – und nur selten auf „Streife“ in Wald und Flur unterwegs. Doch seit dem Corona-Erlass sind andere Zeiten angebrochen.

Täglich unterwegs

„Momentan sind wir täglich draußen unterwegs“, stellen die beiden unumwunden fest. Durch ihre Ausbildung als städtische Ordnungsbeamte sind sie auf solche Einsätze gut vorbereitet.

Aktuell fährt das Ordnungsamt in Mechernich jede Menge Sonderschichten. Auch Jan Wollenweber (v.l.) und Christian Habrich sind täglich im Einsatz. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Heute beginnen sie zuerst ihre Tour im Mühlenpark. In der weitläufigen Grünanlage, wo sich bei schönem Wetter Familien und Freunde auf den Wiesen und Spielplätzen tummeln, um die Seele baumeln zu lassen. Jetzt ist die Anlage menschenleer. Seit einigen Tagen schon verwehrt ein Absperrband an Toren, Brücken und Türen den Eintritt. Halten tun sich jedoch längst nicht alle daran. „Wir treffen hier trotzdem gerade am Wochenende oder abends immer noch Gruppen an“, so Wollenweber.

Rigoros bleiben

Die muss man ansprechen und ohne Kompromisse nach Hause schicken. Rigoros bleiben, lautet die Devise des Ordnungsamtes, schließlich gehe es um die Gesundheit aller. „Aber natürlich probieren wir es zuerst auf die freundliche und sanfte Tour“, so Habrich. Meist zeigten die Menschen Verständnis und räumten das Feld.

Aber es gibt Ausnahmen, wie die beiden berichten, wo man auf Unverständnis oder sogar Gegenwehr stößt. Zuweilen muss die Polizei dazu gerufen werden, um die Personalien der Teilnehmer feststellen zu lassen. Den Teilnehmern eines personenstarken Treffens im Mechernicher Schulzentrum drohen nun Bußgelder in Höhe von je 200 Euro und zusätzlich eine Strafanzeige, weil sie über den Zaun an einer Schule im Kernort geklettert waren.

„Im Großen und Ganzen haben die meisten Leute es mittlerweile verstanden und immer mehr bleiben schon von sich aus zu Hause. Und das ist auch gut so.“ Um sicherzugehen sind dennoch derzeit am Wochenende die Zahl der Teams aufgestockt. Aus Sicherheitsgründen sind sie nur noch zu Zweit unterwegs.

Auch am Wochenende werden die Kontroll-Rundgänge durchgeführt, wie hier im Kommerner Mühlenpark. Dafür wurde die Zahl der Teams sogar aufgestockt. Foto: Mirco Meuser/pp/Agentur ProfiPress

Manchmal sind allerdings den Kontrolleuren auch die Hände gebunden. Peter Kern, der Chef des Ordnungsamtes, berichtet vom Parkplatz an der Kakushöhle, der von Pkws mit auswärtigem Kennzeichen zugeparkt war. Das Ordnungsamt war durch Anrufe aufmerksamer Bürger alarmiert worden. Nach der Prüfung war klar: „Die Spaziergänger hatten sich gut im Gelände verteilt und waren maximal zu zweit unterwegs.“ Das sei aktuell (noch) nicht verboten.

Präsenz wird gelobt

Von der Bevölkerung bekommen sie für ihren unermüdlichen Einsatz Anerkennung. „Schön, dass Präsenz gezeigt wird“, werde vor allem gelobt, so Kern.

„Nebenbei“ muss das Ordnungsamt noch etliche Geschäfte, Restaurants und Cafés im Stadtgebiet kontrollieren, ob diese sich konsequent an die Schließungsvorgaben halten. Auch da sind schon dank der regelmäßigen Kontrollen schwarze Schafe entdeckt worden.

pp/Agentur ProfiPress

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