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Knackfrosch und andere Klassiker aus dem Kinderzimmer

„Alles Blech“ heißt die neue Ausstellung im LVR-Freilichtmuseum Kommern – Jazztrompeter Hans Peter Salentin spielte zur Eröffnung

Sabine Thomas-Ziegler und Winfried Schittges vor der Nachbildung eines Austins aus England. Das Tretauto war in den 1960er Jahren Kindern reicher Eltern vorbehalten. Foto: Johannes Mager/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Kommern –  In seiner neuen Ausstellung „Alles Blech“ nimmt das LVR-Freilichtmuseum Kommern die Besucher mit auf eine nostalgische Reise durch mehr als 100 Jahre Spielzeuggeschichte. Die mit viel Liebe und großer Sorgfalt von Dr. Sabine Thomas-Ziegler organisierte Schau führt ein in die Welt der Kinderträume von einst und der Sammlerwünsche von heute.

Dass viele der Ausstellungsstücke einst absichtlich billig gebaut wurden, erfuhren die Gäste der Ausstellungseröffnung von Winfried Schittges, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Landschaftsversammlung Rheinland.  Allerdings seien sie als Erinnerungsstücke heute außerordentlich wertvoll.

Unterteilt ist die Ausstellung nach Art des Spiels und der Funktion. Erinnerungen an die eigenen Kindertage wecken Exponate wie etwa der  grüne Knackfrosch und andere Klassiker aus dem Kinderzimmer wie Schiffe, Autos, Eisenbahnen und Brummkreisel.

Der Beginn der Produktion von Blechspielzeug habe in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gelegen, so die Historikerin Sabine Thomas-Ziegler. Möglich wurde dies durch die Weiterentwicklung der Walztechnik. Somit konnten erstmals dünne Bleche gefertigt werden, die bieg- und formbar waren. Der Lithografiedruck ersetzte später das Lackieren der fertig gelöteten Spielzeuge. „Die Blütezeit der Blechspielwarenproduktion war die Zeit von 1880 bis zum Ersten Weltkrieg“, so Sabine Thomas-Ziegler.

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Bleche von Hand gefertigt, führte sie weiter aus. Das Löten und Montieren übernahmen die Männer, die Arbeit an der Stanze und die Lackierarbeiten Hilfskräfte oder die Ehefrau. Die Kleinbetriebe verloren um 1900 an Bedeutung, neue Produktionsmethoden lösten die aufwändige Handarbeit ab. Viele Jahrzehnte lang zählte das Blechspielzeug zu den wenigen Dingen, die sich auch ärmere Familien hin und wieder leisten konnten. Der Handel für Blechspielzeug boomte noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die beiden Weltkriege brachten aber tiefe Einschnitte.

Blickfänge der Ausstellung sind eine opulente Märklin-Eisenbahn und die Variationen der „Laterna Magica“, die ursprünglich auf Jahrmärkten gruselige Bilder an die Wand projizierte, später mit humoristischen und märchenhaften Geschichten auch die bürgerlichen Wohnstuben eroberte. In den Puppenhäusern konnte auf einer Vielzahl von Blech-Herden mit Kerzen oder Esbit tatsächlich gekocht werden.

Die Ausstellung „Alles Blech“ im LVR-Freilichtmuseum Kommern ist noch bis zum 12. Januar 2014 zu sehen.

pp/Agentur ProfiPress

 

 

 

 

 

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