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„Kleiner Löwe“ hilft „Nein“ zu sagen

 „Mein Körper gehört mir“ macht Kinder stark – Projekt „Little Lion“ in Zusammenarbeit mit der Organisation „Dunkelziffer“ –  Theaterpädagogen spielten Alltagsszenen, um die Jüngsten zu sensibilisieren – Viele Kinder verstummen, wenn sich ihre Ja- und Nein-Gefühle widersprechen – Projekt hat längst Tradition an der KGS Mechernich

Mechernich – Kinder wachsen mit körperlicher Nähe auf – und die tut eigentlich immer gut. Aber manche Erwachsene missbrauchen das Vertrauen der Kinder. Und gerade im nahen sozialen Umfeld verschwimmen die Grenzen zwischen Zärtlichkeit und Missbrauch.

„Little Lion“ macht Kinder stark. Theaterpädagogen zeigen Kinder spielerisch: „Mein Körper gehört mir!“ Foto: Theaterpädagogische Werkstatt/KGS Mechernich/pp/Agentur ProfiPress

„Ja, ich mag meinen Onkel. Nein, ich mag nicht, wie er mich gerade anfasst!” Viele Kinder verstummen, wenn sich ihre Ja- und ihre Nein-Gefühle widersprechen. Mit “Mein Körper gehört mir!” werden Kinder ermutigt, ihren Nein-Gefühlen uneingeschränkt zu vertrauen, anderen von ihnen zu erzählen und sich Hilfe zu holen.

Das Projekt „Little Lion“ in Zusammenarbeit mit der Organisation „Dunkelziffer“ wurde jetzt für die Stufen drei und vier an der KGS Mechernich im Februar und März durchgeführt.

„Mein Körper gehört mir!“

Zwei Theaterpädagogen der „theaterpädagogischen werkstatt“ aus Osnabrück spielten Alltagsszenen, in denen die körperlichen Grenzen der Kinder überschritten werden. “Mein Körper gehört mir!” hilft Kindern “Nein!” zu sagen.

Dieses Projekt ist seit langem Bestandteil des Schulprogramms der KGS Mechernich und wurde in diesem Jahr ausschließlich durch eine Spende von “Menschen gegen Kindesmissbrauch e.V.” finanziert. Dieser Verein wurde von Menschen gegründet, die alle mehr tun wollen als nur reden. Das Ziel des Vereins ist, so viele Fälle von Kindesmissbrauch zu verhindern wie möglich. Mit der Aktion wurden fast 200 Kinder der Mechernicher Grundschule für dieses Thema sensibilisiert.

In einer Zeit, in der alle wissen, dass sexueller Missbrauch zum Alltag eines Kindes gehören kann, ist es Ziel, das Selbstvertrauen der Mädchen und Jungen zu stärken. Zudem sollen Schülerinnen und Schüler kritische Situationen besser einschätzen lernen und erfahren, wie und wo sie sich Hilfe holen können, so der Verein.

Um sich einen Einblick in den Inhalt des Projektes zu verschaffen, fand die Aufführung vorab auch für Eltern statt. Anschließend wurde den Eltern das Präventivprojekt genauer vorgestellt. Dann bestand Gelegenheit zur Diskussion. Schulleiter Uli Lindner-Moog erläutert: „Für die Eltern war es wichtig, dass sie die Inhalte der Vorführungen kennenlernten. So konnten sie zu Hause Fragen der Kinder einordnen und wesentlich besser reagieren.“

pp/Agentur ProfiPress

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