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„Kleine Strolche“ ganz groß

Junge Menschen, große Leute, viele Attraktionen und immer „Action“: Rotkreuz-Kindergarten Dollendorf feierte am Sonntag unter erheblichem Publikumsandrang sein 50jähriges Bestehen und einige weitere Jubiläen

Blankenheim-Dollendorf – Ganz großer Bahnhof bei den „Kleinen Strolchen“ des DRK-Kindergartens Dollendorf. Das halbe Dorf war auf den Beinen, jede Menge ehemalige Kindergartenkinder aus mehreren Generationen, dazu die Honoratioren aus dem Kreis und der Gemeinde Blankenheim, allen voran Bürgermeister Rolf Hartmann und Rotkreuz-Kreisvorsitzender Karl Werner Zimmermann gratulierten der von Birgit Bresgen geleiteten Rotkreuz-Einrichtung gleich zu mehreren Jubiläen.

„Kleine Strolche“ aus dem Rotkreuz-Kindergarten Dollendorf, der am Sonntag 50jähriges Bestehen feierte, sagen das Programm des Kindergartenfestes an. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Das wichtigste vorweg war natürlich das 50jährige Bestehen, aber auch dem Umstand wurde gedacht, dass der engagierte Förderverein bereits seit 20 Jahren Unterstützung leistet und dass die „Kleinen Strolche“ und ihre Betreuerinnen seit zehn Jahren einen anerkannten Bewegungskindergarten betreiben und sich „Haus der kleinen Forscher“ nennen dürfen. Schließlich seit einem Jahr trägt man im Dollendorfer DRK-Kinderhort den zukunftsweisenden Titel „Nachhaltige Kita – Mit Kindern für die Welt“.

Blankenheims Bürgermeister Rolf Hartmann lobt den hyperaktiven Rotkreuz-Kindergarten Dollendorf und dankt dem Roten Kreuz auch für die Betreuung der übrigen einst kommunalen Kindergärten im Großraum Blankenheim. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Der Tageszeitungsreporter war beeindruckt, wie er schreibt, als ihn Birgit Bresgen in den Raum mit Urkunden, Auszeichnungen und Zertifikaten führte. Auch Rotkreuz-Kreisvorsitzender Karl Werner Zimmermann und Ralf Krutwig, der Bereichsleiter Kindertagesstätten des Rotkreuz-Kreisverbandes, sowie Blankenheims Bürgermeister Rolf Hartmann waren voll des Lobes für die Erziehungsqualität und das Image des Dollendorfer Teams.

Ehrenamtler, Eltern, Ehemalige packen hier mit an…

Am ausgezeichneten Ruf hätten auch viele Ehrenamtliche, die Eltern, Ortsvereine, der Vorlese-Opa und viele Ehemalige ihren Anteil, sagte Birgit Bresgen im Kreis ihrer Kollegen und vieler „Pänz“, die den offiziellen Teil des Programms am Sonntagnachmittag mit der Bekanntgabe sämtlicher Attraktionen des Kindergartenfestes eröffneten. Außerdem habe sie ein Team um sich aus lauter stark engagierten Persönlichkeiten, die vor Ideen sprühten und Zusatzausbildungen und Qualifikationen immer wieder auf sich nähmen.

Voll des Lobes für den Jubiläumskindergarten „Die kleinen Strolche“ in Dollendorf waren die Rotkreuz-Verantwortlichen Ralf Krutwig, Michelle Casper und Karl Werner Zimmermann (v.l.). Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Zuvor hatte man einen von den Kindern selbst gestalteten Gottesdienst gefeiert. Kinderliedermacher Uwe Reetz und der Musikverein Dollendorf traten auf, es gab ein eigens einstudiertes Elterntheater und Hüpfburg, Karlo Klötzchen, der Mitmachzirkus Salentin, Kreativangebote, Kinderschminken, eine große Tombola, eine zwölf Meter lange Rollbahn, Torwand und vieles mehr standen zur Verfügung.

Bürgermeister lobt Rotes Kreuz als verlässlichen Partner

Ortsvorsteher Christian Koch und Bürgermeister Rolf Hartmann lobten Team, Besatzung, Elternschaft und Leitung der „Kleinen Strolche“. Hartmann: „Egal, wann man hierherkommt. Es ist immer was los, es herrscht immer Action.“ Die Gemeinde Blankenheim sei sehr froh, das Rote Kreuz als Träger ihrer Kindergärten an der Seite zu haben. Christian Koch lobte, was heute im Kindergarten geboten würde, das habe es früher nicht einmal in der Schule gegeben.

Als habe er das bekräftigen wollen, trat Edgar Klinkhammer, der Vorsitzende des Tennisclubs Dollendorf-Ripsdorf ans Mikrophon und überreichte Birgit Bresgen einen Umschlag. Der Club unterhält eine Partnerschaft zum DRK-Kindergarten. Die „Pänz“ dürfen auf dem Platz auch Tennisspielen üben. „Davon hätten ihre Eltern vermutlich nur träumen können“, schreiben die Tageszeitungen.

Der erste Eintrag in der Dollendorfer Kindergarten-Chronik stammt vom 30. September 1969, aufgezeichnet in einer DIN-A5-Kladde von Schwester Hardewig. Dabei begann die Geschichte des Kindergartens Dollendorf genaugenommen bereits 1955 – und zwar in der alten Volksschule.

Kindergartenleiterin Birgit Bresgen dankte ihren Mitarbeiterinnen für deren Innovations- und Fortbildungsbereitschaft. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Die Hiltruper Missionsschwestern aus dem benachbarten St.-Johannes-Kloster übernahmen die Betreuung. Doch das Gebäude war marode und feucht, Schimmel hatte sich durch das Mauerwerk gefressen. Daher beschloss die Gemeinde, für den Kindergarten einen Neubau zu errichten und das alte Schulgebäude abzureißen. Dort konnten auch Kinder aus den umliegenden Ortschaften in Dollendorf aufgenommen werden. Für sie wurde 1969 für 20 Pfennig pro Kind ein Fahrdienst eingerichtet. Der monatliche Elternbeitrag betrug 20 Mark, viel Geld damals.

Der Kindergarten hatte an sechs Tagen die Woche für vier und sogar am Samstag für drei Stunden geöffnet. Eine geplante zweistündige Nachmittagsbetreuung wurde nach nur einem Monat mangels Nachfrage wieder aufgegeben. Zwei Gruppen wurden in Dollendorf unter der Leitung von Schwester Hardewig betreut.

Einiges mutet heute fremd an, etwa der Umstand, dass die Schwestern die ganze Zeit im Kindergarten ihre Ordensgewänder anhatten. Sämtliche Mitarbeiterinnen trugen über ihrer eigentlichen Kleidung weiße Kittel, die eher an Laborarbeit erinnern. Die Eltern mussten einen „Ordnungsbogen“ ausfüllen, damit ihre Kinder in der Einrichtung „bewahrt“ werden konnten. Und es wurde noch lange in der Anrede penibel zwischen Fräulein und Frau unterschieden.

DRK-Chef Karl Werner Zimmermann nennt Dollendorf
„Vorzeige-Kindergarten“

1985 wurde in der benachbarten Schule eine dritte Gruppe eingerichtet, bis 1998 auch Ripsdorf einen Kindergarten bekam. Heute betreut der Kindergarten Dollendorf 40 „Pänz“. 1992 wechselte der Kindergarten in die Trägerschaft des Roten Kreuzes. 1999 konstituierte sich der Förderverein. 2011 wurde das gesamte Gebäude energetisch saniert. Dach, Fenster, Außenputz und Heizung entsprechen nun den neuesten Standards und lassen das Gebäude in neuem Glanz erstrahlen. Seit 2014 bietet Dollendorf auch die Betreuung von Unter-Dreijährigen an.

DRK-Kreisvorsitzender Karl Werner Zimmermann bezeichnete den Kindergarten „Die kleinen Strolche“ als Vorzeige-Kindergarten. Insgesamt unterhält das Rote Kreuz 31 derartige Einrichtungen im Kreis Euskirchen.

Ortsvorsteher Christian Koch erinnerte an die Verbundenheit zwischen Dorf und Kindergarten. Nach dem „Kirmesgraben“ vor dem örtlichen „Gürzenich“ beispielsweise gehöre eine Stippvisite im Kindergarten inzwischen zum dörflichen Brauchtum. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Die kleinen Strolche“ sind seit zehn Jahren „Bewegungskindergarten des Landessportbundes mit Pluspunkt Ernährung“ sowie „Haus der kleinen Forscher“. Diese Auszeichnungen werden alle zwei Jahre überprüft. Der Kindergarten muss am Ball bleiben und sich die Auszeichnungen immer wieder von Neuem verdienen.

So gibt es täglich ein von den Eltern organisiertes gesundes Frühstücksbuffet. Jeden Montag geht es bei Wind und Wetter in den Wald, wo den Kindern auch ein Bauwagen zur Verfügung steht. In der Turnhalle findet regelmäßig Sportunterricht statt, und die Vorschulkinder gehen dank der Kooperation mit dem Tennisverein auf den Tennisplatz.

Vernünftigen Umgang mit der Welt eingeübt

Im vergangenen Jahr erhielt der Kindergarten außerdem die Auszeichnung „Nachhaltige KiTa ─ Mit Kindern für die Welt“. Mit diesem Pilotprojekt sind Die kleinen Strolche mit 15 weiteren Kindergärten aus Bonn und Umgebung Vorreiter in ganz NRW. In Dollendorf wird der abstrakte Begriff „Nachhaltigkeit“ mit Leben gefüllt. Schon seit mehreren Jahren wird der Kindergartenalltag immer wieder unter dem Gesichtspunkt von Umwelt- und Klimaschutz sowie nachhaltiger Entwicklung gestaltet.

Das halbe Dorf war auf den Beinen, als der Rotkreuz-Kindergarten Dollendorf am Sonntag mehrere Jubiläen auf einmal feierte: Die Einrichtung wurde 50 Jahre alt, der Förderverein 20 und die Zertifikation als Bewegungskindergarten und „Haus der kleinen Forscher“ zehn Jahre. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Dabei orientiert man sich am Erfahrungshorizont der Kinder. Die Kinder sind hochmotiviert, zu den Themen Müll und dessen Vermeidung konkrete Vorschläge für ihren Kindergartenalltag zu entwickeln. Das Erleben stromfreier Tage, an denen selbst die elektrische Türklingel stumm bleibt, oder die Erfahrung, dass es sinnvoll ist, während des Zähneputzens den Wasserhahn abzudrehen, sensibilisieren die Kinder im Umgang mit den Ressourcen unserer Erde.

pp/Agentur ProfiPress

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