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Kleine Fische, große Wirkung

Eifelstädtchen Monschau um eine Attraktion reicher – Wellness der besonderen Art bei „Happy Fish“

Monschau/Eifel – Kaum sind die Füße im Wasser, lassen sich die „Garra Rufa“ nicht lange bitten. Ein Schwarm von 60 dieser kleinen Fische, die auch als „Knabberfische“ bekannt sind, macht sich an die Arbeit, berichtete der Redakteur Peter Stollenwerk in der Eifeler Zeitung vom 10. Oktober. „Fischpediküre“ nennt sich das Verfahren, oder anders ausgedrückt: Der Knabberfisch, auch als rötliche Saugbarbe oder Doktorfisch bekannt, fliegt auf abgestorbene Hautzellen, die sich in Form von Hautschuppen gerne an den menschlichen Füßen bilden und für den kleinen Fisch eine große Delikatesse sind.

In vielen Großstädten ist es schon selbstverständlich. Jetzt kann man auch in Monschau in der Eifel mit den Füßen im Aquarium entspannen. Foto: Peter Stollenwerk/Eifeler Zeitung/pp/Agentur ProfiPress

Diese außergewöhnliche Form der Wellnessbehandlung gibt es jetzt auch in Monschau. In der Laufenstraße, in Sichtweite des rauschenden Laufenbachs und in direkter Nachbarschaft zum altehrwürdigen Haus Troistorff, heißt jetzt das Motto „Happy Fish“. Saskia Gade und Thomas Korn, die aus Aachen stammen, finden, dass ein solches Angebot wunderbar in die Monschauer Altstadt passt und mieteten daher im Sommer das bislang leerstehende Ladenlokal in der Laufenstraße 26 an.

Kunden seien begeistert

Stollenwerk schreibt, nach gut drei Monaten könnten die beiden Inhaber bereits eine erste positive Bilanz ihrer innovativen Idee ziehen: Alle Leute, die das Fisch-Peeling ausprobiert haben, seien restlos begeistert, erzählten ihm die Inhaber. Selbst bei Kunden, die anfangs ihre Hemmschwelle hätten überwinden müssen oder der Methode grundsätzlich skeptisch gegenübergestanden hätten, habe sich nach der Behandlung Wohlbefinden und Erstaunen eingestellt. Man könne völlig entspannen und in eine andere Welt abtauchen. Auch extrem kitzelige Menschen bräuchten bei dieser Spezialbehandlung keine Bedenken zu haben, erklärte Saskia Gade dem Redakteur der Eifeler Zeitung, das Kribbeln an den Füßen sei total beruhigend. Das Stupsen mit den Lippen der Fischlein an den Füßen erinnere an ein Brausebad oder eine kleine Reizstrom-Therapie, es stimuliert das Nervensystem und verbessert die Durchblutung.

Auf seine Frage, wie man auf eine solch ungewöhnliche Geschäftsidee kommt, erklärten die Inhaber dem Reporter: „In unserem letzten Urlaub in der Bretagne kamen wir das erste Mal in Kontakt mit den kleinen Knabberfischen“. „Wir stellten verblüfft fest, dass unsere Füße selbst viele Stunden nach der Behandlung immer noch samtweich waren. Das hat uns einfach fasziniert.“ Also habe man sich intensiv mit der Materie beschäftigt und sich regelrecht in die kleinen Knabberfische verliebt.

Kaum ist die Hand im Wasser, geht es für die kleinen Fische auch schon an die Arbeit. Foto: Peter Stollenwerk/Eifeler Zeitung /pp/Agentur ProfiPress

Peter Stollenwerk schreibt, diese Fisch-Therapie habe ihren Ursprung in der Süd-Türkei sowie in einigen Flüssen Syriens. Da die Gewässer in denen die Fische lebten, bis zu 35 Grad warm sind, gebe es dort auch nur sehr wenig Nährstoffe. Wegen des warmen Wassers badeten die Menschen dort gerne und die Garra-Rufa-Fische hätten gelernt, an den Menschen zu „knabbern“, um ihren Eiweißbedarf zu decken. Mittlerweile sei anerkannt, das eine medizinische Therapie Schuppenflechte und Neurodermitis lindern könne. Daher komme auch der Beiname „Doktorfisch“. Nicht nur die Füße, sondern sämtliche Hautpartien könnten behandelt werden. Die Fische in den Monschauer Becken haben allerdings keine so lange Reise hinter sich, sie stammen allesamt aus deutschen Zuchtbetrieben.

Der Gedanke an ein eigenes Fisch-Spa setzte sich nach dem Urlaub bei Saskia Gade und Thomas Korn immer stärker fest, bis man dann in Monschau eine passende Heimat gefunden habe. Sie sehen ihr Geschäft als kleine Wohlfühloase, in dessen Zentrum vier große Aquarien stehen. Jedes der Becken ist für zwei Personen geeignet, die dort ihre Füße eintauchen können. Saskia Gade erklärte, dabei sei es natürlich von Vorteil, wenn sich die Leute kennen würden.

60 Fische in jedem Becken

In jedem Becken wuseln rund 60 Fischlein, die neue Kundschaft herbeisehnen. Fünf bis sieben Jahre alt können sie werden, und wenn einmal niemand seine Füße ins Wasser gleiten lässt, müssen die Saugbarben auch nicht verhungern: Dann gibt es zusätzlich Algenflocken als Futter.

Fisch-Peeling sei wie ein kleines Abenteuer, das gerade im Urlaub die Stimmung beflügeln könne, erläutert Thomas Korn. Darum hält er Monschau auch für den idealen Geschäftsstandort. Viele Touristen und Wanderer seien hier unterwegs, die, müde vom Laufen, Entspannung für ihre Füße finden könnten.

Die Regeln fürs Peeling mit den Knabberfischen

Selbstverständlich gibt es auch beim Fisch-Peeling einige Regeln zu beachten. Das Geschäft unterliegt strengen behördlichen Kontrollen. Bevor es losgeht, sollten die Nutzer Füße und Hände 24 Stunden vor Behandlung nicht eincremen oder mit medizinischen Salben behandeln, damit keine Chemikalien ins Becken gelangen. Auf Dauer werden dadurch die Fische krank und das Ökosystem des Beckens gerät aus dem Gleichgewicht. Bei offenen Wunden oder Fußpilz ist eine Behandlung ausgeschlossen.

Vor der Behandlung wird jeder Fuß in einem speziellen Becken gereinigt. 15 Minuten Peeling kosten 10 Euro, 30 Minuten 18 Euro.

pp/Agentur ProfiPress

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