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Kinder bevölkern altes Pfarrhaus

Das DRK-Familienzentrum Schönau ist mit einer Gruppe provisorisch in das Fachwerkhaus eingezogen – 300 Kinderschritte vom Kindergarten entfernt – Umbau kostete 30.000 Euro

Bad Münstereifel-Schönau – Ein heimeliges Fachwerkhaus, dessen Eingang nur über eine Treppe erreichbar ist. Davor ein Hof aus Pflastersteinen. Das Grundstück liegt an einer Seitenstraße, von dort liegt der Blick auf der Pfarrkirche St. Goar – was kein Wunder ist, schließlich handelt es sich bei dem Fachwerkhaus um das ehemalige Pfarrhaus in Schönau mit benachbartem Pfarrheim. In das Fachwerkhaus, in dem bis Februar 2006 Pfarrer Peter Arenz wohnte und das in den vergangenen zehn Jahren als Wohnhaus vermietet war, ist nun eine Gruppe des DRK-Familienzentrums Schönau eingezogen – allerdings nur provisorisch.

Eine Gruppe des DRK-Familienzentrums Schönau ist für zwei Jahre in das ehemalige Pfarrhaus gezogen, in dem bis Februar 2006 Pfarrer Peter Arenz lebte. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Denn das Familienzentrum, das exakt 300 Kinderschritte entfernt liegt, platzt aus allen Nähten. 85 Kinder werden dort in vier Gruppen betreut. Zwei Gruppen sind auch für Kinder unter drei Jahre, in den andere beiden Gruppen sind Kinder zwischen drei und sechs Jahre. Die 85 Kinder verteilen sich auf 20 Ortschaften. „Viele Eltern aus der Mutscheid nutzen den Schönauer Kindergarten und bringen ihre Kinder auf dem Weg zur Arbeit vorbei“, erklärt Marita Hochgürtel, Pressesprecherin der Stadt Bad Münstereifel. „Auch für 2019 sind wir fast schon wieder ausgebucht“, berichtet Kita-Leiterin Trudi Baum.

Die Kinder in der Gruppe, die nun – laut Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian für zwei Jahre – ins ehemalige Schönauer Pfarrhaus eingezogen ist, mussten bestimmte Voraussetzungen erfüllen: Sie dürfen keine Behinderung haben, denn der Zugang ist nicht barrierefrei, sie müssen trocken sein und dürfen auch mittags keinen Mittagsschlaf halten.

Für etwa 30.000 Euro wurde das Erdgeschoss des Pfarrhauses kind(ergarten)gerecht umgebaut. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Für Trudi Baum ist der Einzug ins kindgerecht umgebaute Erdgeschoss des alten Pfarrhauses der Abschluss einer Vision. „Wenn du ein Schiff bauen willst, kauf nicht das Holz, sondern wecke die Leidenschaft nach dem weiten Meer“, zitierte sie frei und verkürzt nach Antoine de Saint-Exupéry und dankte Bernd Schnichels vom Kirchenvorstand St. Goar für dessen Geduld und Spontaneität sowie Ralf Krutwig, Bereichsleiter des Deutschen Roten Kreuzes, für dessen unkonventionelle Art, Probleme zu lösen. „Das ist ein ganz schöner Ort für die Kinder, die Kinder haben den Umzug bravourös gemeistert“, freute sie sich.

„Dann ist es ein Erfolg für alle, denn dass Sie sich wohlfühlen, ist am Wichtigsten“, griff Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian, die ihren Dank an das Rote Kreuz, den Kirchenvorstand und das Kreisjugendamt zum Ausdruck brachte, Baums Worte auf. Da der Umzug am Ende eine Ratsentscheidung war, kommt sie zu dem Schluss: „Wir haben alles richtig gemacht.“

Im gesamten Erdgeschoss kann sich die Kindergartengruppe frei entfalten. Hier wird unter anderem geknetet. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Zum Dank sangen die Knirpse zwei Lieder – und zwar zum Teil auch in Gebärdensprache, denn die wird im Schönauer Kindergarten gelehrt, weil einige der Kinder nicht sprechen können und natürlich nicht ausgeschlossen werden aus dem normalen Kindergartenalltag.

Im Innern des alten Pfarrhauses ist nun alles modern und kindgerecht eingestellt. Niedrige Tische und Stühle, natürlich passend für die Kinder – aber auch passend zu den teils niedrigen Türrahmen. „Ein bisschen sieht es aus wie in einem lebendigen Puppenhaus“, sagte einer der offiziellen Besucher. Jeder Winkel wurde genutzt, selbst eine Nische unter der Treppe, in die sich die Kinder zurückziehen und entspannen können. Auch eine Küche gibt es, denn zu Mittag essen die Kinder auch in der Gruppe. Erst nach 14 Uhr geht es rüber ins „Haupthaus“ des Familienzentrums.

Mit zwei Liedern, die zu großen Teilen simultan auch in Gebärdensprache übersetzt wurden, bedankten sich die Kinder bei den Verantwortlichen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Damit der Kindergarten überhaupt in das Pfarrhaus einziehen konnte, mussten einige Arbeiten erledigt werden. Am prägnantesten sind die drei Holzinnentreppen, die durch drei Fenster auf Feuerschutztreppen führen. Aber natürlich wurden auch Rauchmelder installiert, Feuerlöscher angebracht, Kinderhandläufe montiert, das Treppengeländer beplankt und noch vieles mehr gemacht. Etwa 30.000 Euro hat dieser Umbau gekostet.

Wie diese vierte Gruppe nach zwei Jahren ins Familienzentrum Schönau eingegliedert wird, ist derzeit noch nicht bekannt. „Es ist noch keine Entscheidung getroffen worden, es gibt mehrere denkbare Varianten“, versichert Trudi Baum.

pp/Agentur ProfiPress

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