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Keine Grünschnäbel im Familienzentrum

Der Kindergarten Kall erhält zum vierten Mal in Folge die Zertifizierung – Viel Arbeit für Leiterin Gaby Müller –Familienarbeit und Kursprogramm

Kall – Für Gaby Müller und ihr Team ist es mittlerweile Standard: Zum dritten Mal in Folge fand eine erfolgreiche Rezertifizierung der Kindertagesstätte Kall zum Familienzentrum statt. Damit hat die Einrichtung in der Hüttenstraße seit 2008 durchgängig diesen Status inne und wird ihn auch bis mindestens 2024 behalten.

Grünschnäbel, wie es der Name des Kindergartens an der Hüttenstraße vermuten lässt, sind die Kaller nicht in Sachen Rezertifizierung. Dennoch liegt hinter Gaby Müller, die 1977 als Praktikantin im Kindergarten Kall angefangen hat und dort bis heute geblieben ist, seit 1990 sogar als Leiterin, ein arbeitsreiches Jahr 2019. „Ein Jahr lang stellt man alle Unterlagen zusammen, das ist schon eine Menge Arbeit. Zum Abschluss gibt es dann eine Begehung“, berichtet sie. Diese fand während des Corona-Lockdowns im Frühjahr 2020 statt.

Große Freude bei Gaby Müller und einem Teil der 78 Kinder: Der Kaller Kindergarten „Grünschnabel“ an der Hüttenstraße bleibt Familienzentrum. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Um sich Familienzentrum nennen zu dürfen, müssen die Einrichtungen bestimmte Kriterien Leistungen und Strukturen anbieten. Das können unter anderem die Beratung und die Unterstützung von Kind und Familie sein, Angebote aus den Bereichen Familienbildung und Erziehung, eine Kindertagespflege, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, ein Sozialraumbezug, etwa durch Kurse, Kooperationen und Organisationen, Kommunikation sowie eine Selbstevaluation. Die Unterlagen werden dann zur Pädquis-Stiftung in Berlin, der offiziellen Zertifizierungsstelle, geschickt.

Das Familienzentrum Kall leistet diesbezüglich hervorragende Arbeit, auch Dank der Kooperationspartner, beispielsweise die Grundschule Kall, das Gesundheitsamt und das Jugendamt des Kreises, die Erziehungsberatungsstelle, den SV Sötenich, das Deutsche Rote Kreuz, den Musikschulzweckverband Schleiden und die Kreis-Volkshochschule.

Dank dieser Partner ist es möglich, ein qualitativ hochwertiges Kursprogramm auf die Beine zu stellen, das teilweise auch im Haus der Begegnung stattfindet. Besonders beliebt sind der Yogakursus, der Nähkursus und die Spiel- und Kontaktgruppen der Rotkreuz-Familienbildung, ein Entspannungskursus für Erwachsene oder der Nordic-Walking-Treff in Zusammenarbeit mit dem SV Sötenich.

78 Kinder in vier Gruppen

Schnell wird also ersichtlich: Ein Familienzentrum hat nicht nur kindergartenspezifische Angebote. Im Familienzentrum in Kall werden derzeit 78 Kinder in vier Gruppen betreut, darunter eine Krippengruppe für Kinder zwischen drei Monaten und drei Jahren sowie eine U3-Gruppe für Kinder ab zwei Jahren. 17 Erzieherinnen und weitere Angestellte arbeiten in der Kita.

Doch wieso wurde aus dem Kindergarten Kall eigentlich ein Familienzentrum? Das hatte etwas mit einem Wunsch von Edmund Stoff, damals allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, zu tun. Gaby Müller erinnert sich: „2007 gab es eine Pilotphase, an der auch Einrichtungen aus Mechernich teilgenommen haben. Nach dem Abschluss fand Herr Stoff, dass wir als größter Kindergarten in Kall Familienzentrum werden sollten.“

Um die aufwendige Zertifizierung über die Bühne zu bekommen, wurde sie sogar von der „normalen“ Kindergartenarbeit freigestellt, heißt: Sie leitet keine Gruppen mehr und beschränkt sich seitdem auf ihre Leitungsaufgaben. „Diese Freistellung ist natürlich für jemanden, der diese Gruppenarbeit liebt, schwierig. Im Nachhinein bin ich Herrn Stoff aber dankbar, denn es kamen immer neue Aufgaben dazu“, erklärt sie. Mittlerweile ist, abhängig von der Größe der Einrichtung, die Freistellung der Leiter/innen auch im Kinderbildungsgesetz (KiBiz) gesetzlich verankert.

Natürlich ist Gaby Müller nach wie vor Kindergärtnerin mit Leib und Seele. Mit ihrem Team konzipiert sie auch neue Angebot wie den alle zwei Wochen stattfindenden Waldtag, ein Angebot für Englisch-Kurse für die Kleinen, an denen auch auswärtige Kinder teilnehmen dürfen. Besonders lobt sie die Zusammenarbeit mit den Eltern. Ungewöhnlich: Im Rahmen der Eingewöhnung macht der Kindergarten auch Hausbesuche. Das Entwicklungsgespräch findet, wenn nicht anders vereinbart, dann direkt bei den Familien statt.

Bis zur nächsten Zertifizierung als Familienzentrum ist nun wieder etwas Zeit. 2023 geht es dann wieder los. Doch Gaby Müller kann sich dann zurücklehnen: „Ich bin dann im Ruhestand und nur noch Vollzeitoma.“

pp/Agentur ProfiPress

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