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Kein Nine-to-Five-Job

Die Kommerner Werbeagentur „Clausen und Reitsma“ entwirft Reklamekonzepte für die Telekom und Porsche, aber auch für eine ganze Reihe Eifeler Unternehmen – Ein Bericht in den Eifelausgaben der Kölner Tageszeitungen von Simon Lanzerath

Kommern/Eifel – Werbeagenturen, zumindest große und sehr erfolgreiche, scheinen eine Domäne der Großstädte zu sein. In der Provinz sind sie dünn gesät, da macht die Eifel keine Ausnahme. Deshalb wird Judith Jörres, Projektmanagerin bei „Clausen und Reitsma“, auch schonmal mitleidig angesehen, wenn sie sagt, dass sie  in Mechernich-Kommern/Eifel arbeitet.

„Was mag das für eine Klitsche von Werbeagentur sein, die in der rheinischen Provinz zu Hause ist?“, scheint sich mancher dann zu denken. Wenn er dann hört, dass die im früheren Kommerner Kloster ansässige Werbeagentur „Clausen und Reitsma“ neben zahlreichen Eifeler Betrieben auch für Porsche und die Telekom wirbt, und das weltweit, dann schlackert er förmlich mit den Ohren.

Es gibt „Clausen und Reitsma“ seit 30 Jahren. 15 Angestellte und drei Auszubildende sind derzeit im Unternehmen tätig, das seinerzeit in der Wasserburg Veynau und seit einigen Jahren im früheren Kloster in der denkmalgeschützten Kölner Straße des bekannten Touristen- und Freilichtmuseumsdorfes Kommern residiert.

Judith Jörres und Oliver Klug im Medienlabor von „Clausen und Reitsma“ in Kommern: Dort wird mit Werbung auf verschiedenen Bildschirmen experimentiert. Foto: Simon Lanzerath/RRG/KR/KStA/pp/Agentur ProfiPress

Eifel, aber auch internationales Parkett

Neben zahlreichen Unternehmen aus der Region, wie dem Hellenthaler Rohrhersteller Schoeller und dem Ausstellungszentrum Vogelsang, kooperiert das Unternehmen auch mit international tätigen Firmen. „Der Standort Kommern ist dabei nie ein Hindernis gewesen“, so Projektmanager Oliver Klug: „Die Vertreter von weltweit tätigen Unternehmen, die zu uns in die Eifel kommen, genießen bei uns die Ruhe. So wollen wir auch ein bisschen Werbung für die Region machen.“

Mit der Telekom kooperieren „Clausen und Reitsma“ bereits seit zwei Jahrzehnten. Neben Werbeanzeigen für den Printbereich, haben die Kommerner Projektmanager auch eine Handybox entworfen, die in zahlreichen Telekomläden auf der ganzen Welt steht und dem Recycling von alten Handys dienen soll.

„Viele Menschen wissen nicht, dass in den alten Handys, die zu Hause noch rumliegen, noch wertvolle Rohstoffe stecken“, erklärte Judith Jörres dem Reporter des „Kölner Stadt-Anzeiger“ und der „Kölnischen Rundschau“.

Mit Hilfe der Box von „Clausen und Reitsma“ sollen diese Rohstoffe gesammelt werden. Außerdem hat die Werbeagentur einen großen Touchscreen in Tischformat entwickelt. Auf Messen soll dieser „Multi-Touch“, wie ihn die Erfinder nennen, die Kunden der Telekom über Rohstoffe in Handys informieren.

Seit einigen Jahren zählt auch der Stuttgarter Automobilhersteller Porsche zu den Kunden der Mechernich-Kommerner Agentur. Dort ist die Agentur vor allem für den Bereich der After-Sales-Werbung zuständig. Das heißt, dass Kunden, die bereits ein Auto gekauft haben, mit zusätzlichen Produkten beworben werden sollen. „Clausen und Reitsma“ erstellt die Werbung für große und kleine Bildschirme, die dann in Porsche-Zentren in der ganzen Welt aufgestellt werden.

Die Porsche-Zentren aus der ganzen Welt können in der Eifel die passende Accessoire-Werbung bestellen, so Projektmanagerin Judith Jörres: „Für die Russen sind eher Schneeketten wichtig, bei den Spaniern werden es Kühltaschen sein.“ Foto: Simon Lanzerath/pp/Agentur ProfiPress

Schneeketten oder Kühltaschen

Soll eine neue Schneekette oder eine Kühltasche beworben werden, sind die Kommerner dafür zuständig, das Werbedesign zu entwickeln. Die Porsche-Zentren aus der ganzen Welt könnten dann die Werbung bestellen, die für sie passend sei, erklärt Judith Jörres: „Für die Russen sind zum Beispiel eher die Schneeketten wichtig und weniger die Kühltaschen. Bei den Spaniern werden es aber eher die Kühltaschen sein, die beworben werden sollen und weniger die Schneeketten.“

Die Telekom und Porsche haben natürlich weitaus höhere Werbebudgets als die mittelständischen Unternehmen aus der Region. Das Budget spiele aber keine Rolle, so Oliver Klug. Man versuche, für jedes Budget das passende Werbekonzept zu entwickeln.

Auch für Start-ups würde man ein passendes Konzept finden. Damit werde dann das Juniorteam „Orange“ von „Clausen und Reitsma“ betraut. Die drei Auszubildenden erarbeiten in diesem Team mit einem erfahrenen Projektmanager Werbekonzepte für die kleineren Unternehmen aus der Region.

Da spiele momentan das Thema Fachkräftemangel eine große Rolle, so Klug. „Wer keinen professionellen Auftritt nach außen hat, bekommt auch keine professionellen Mitarbeiter. Die Website ist das Aushängeschild eines Unternehmens.“ Durch die Optimierung der Internet- und Werbeauftritte wolle man so dem Fachkräftemangel entgegenwirken.

Projektmanager Oliver Klug betont, dass „Clausen und Reitsma“ bereits seit 20 Jahren mit der Telekom kooperieren. Neben Werbeanzeigen für den Printbereich, haben die Kommerner Projektmanager auch eine Handybox entworfen, die in zahlreichen Telekomläden auf der ganzen Welt steht und dem Recycling von alten Handys dienen soll. Foto: Simon Lanzerath/pp/Agentur ProfiPress

Überstunden an der verlängerten Werkbank

Mit Fachkräftemangel haben „Clausen und Reitsma“ selbst keine Probleme. Der vierte Auszubildende steht bereits in den Startlöchern, Praktikumsplätze sind sehr schnell vergriffen. Wer in die Werbebranche möchte, müsse vor allem Kreativität und Teamfähigkeit mitbringen, so Oliver Klug und Judith Jörres.

Redegewandtheit könne beim Auftritt vor den Kunden auch nicht schaden. Aber vor allem müsse man sich vor Augen führen, dass man bei einer Werbeagentur keinen „Nine-to-Five-Job“ habe. „Es kann schon mal sein, dass um 18 Uhr noch das Telefon klingelt und irgendein Unternehmen noch eine Präsentation für den nächsten Tag braucht. Dann sind wir eine Art »verlängerter Werkbank« für die Unternehmen und müssen eben ein paar Stunden länger arbeiten.“

Hauptsache, die Präsentation komme am nächsten Tag pünktlich beim Kunden an. Auch wenn die Werbemanager aus dem Eifelkloster Kommern dafür Überstunden einlegen mussten . . .

pp/Agentur ProfiPress

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