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Katharinas Geld hilft jetzt andern Kranken

Schleidener Hauptschüler organisierten Sponsorenlauf für krebskranke Klassenkameradin – Nach Schock und Trauer über deren Tod übergaben sie heute einen Scheck über 476 Euro an die Hilfsgruppe Eifel für krebs- und leukämiekranke Kinder – Eifeler Hilfsorganisation mit Zentrale in Mechernich-Vollem sammelte schon über fünf Millionen Euro für die Therapie von Kindern und Jugendlichen ein, die an Krebs oder Leukämie erkrankt sind

Trauer und Freude mischten sich bei dieser Scheckübergabe an die Hilfsgruppe Eifel für krebs- und leukämiekranke Kinder. Lydia Steffens (ganz rechts) dankte der alten Klasse ihrer an Krebs verstorbenen Tochter Katharina für deren Freundschaft und ihre Solidarität mit der erkrankten Klassenkameradin. Der Erlös eines Sponsorenlaufs, den die Jugendlichen eigentlich für die Unterstützung von Katharinas Heilbehandlung veranstaltet hatten, übergaben sie heute an Willi Greuel und Paul Schneider von der Hilfsgruppe Eifel, ganz links die Klassenlehrerinnen Ingrid Bach-Eberle (sitzend) und Ulla Davidi. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich/Schleiden – Eigentlich hatten die Schüler der heutigen Klasse „10 b“ an der Hauptschule Schleiden vor den Osterferien 2012 einen Benefizlauf gestartet, um mit dem Erlös ihre an Krebs erkrankte Mitschülerin Katharina Steffens aus Herhahn zu unterstützen.

Sie litten und kämpften damals mit ihrer Klassenkameradin und stärkten ihr, so gut es ging, den Rücken. Manchmal ging es nur über SMS in die Klinik hinein, und Katharina antwortete auch nicht immer gleich, um die Freundinnen und Freunde an der Hauptschule nicht noch trauriger zu machen, so berichtete jetzt ihre Mutter Lydia bei einer Scheckübergabe an die von dem in Mechernich geborenen und in Lückerath lebenden Willi Greuel geführte Hilfsgruppe Eifel.

Denn Katharina hat den Kampf gegen den Krebs inzwischen leider verloren, sie ist am 15. Mai 2012 verstorben – fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem 18. Mai 2011, als man bei ihr die heimtückische Krankheit festgestellt hatte. Nach Katharinas Tod herrschten zunächst in Herhahn und auch in der Hauptschule im Tal eher Trauer und Lethargie. Aber irgendwann berieten die „10-b-er“ mit ihren Klassenlehrerinnen Ulla Davidi und Ingrid Bach-Eberle erneut, was man denn jetzt mit dem Reinerlös von knapp 480 Euro aus dem zugunsten Katharinas gestarteten Spendenlauf anfangen könnte.

Schnell stießen die Schüler und Lehrerinnen auf die in der Nordeifel bei guten Taten omnipräsente „Hilfsgruppe Eifel“ mit Stammtisch und Zentrale in Vollem (Stadt Mechernich), die sich seit 22 Jahren um krebs- und leukämiekranke Kinder kümmert. Dabei hat sie bis heute rund fünf Millionen Euro Spenden eingenommen und ohne Verwaltungskostenaufwand für die Unterstützung der jungen Krebspatienten ausgegeben.

Heute Morgen machten sich Hilfsgruppenchef Willi Greuel und sein Mitstreiter Paul Schneider auf den Weg nach Schleiden, um mit den Jugendlichen und ihren Lehrerinnen zu sprechen und das Geld als Spende für andere an Krebs oder Leukämie erkrankte Kinder entgegenzunehmen, das die „10 b“ eigentlich für ihre Freundin Katharina „erlaufen“ hatte.

Bei der Scheckübergabe mit von der Partie war auch Lydia Steffens, die den Mitschülern ihrer Tochter Katharina nochmals für ihre Solidarität und ihr Engagement dankte: „Das war und ist ganz große Klasse und hat auch Katharina viel bedeutet.“ Zuerst habe ihre Tochter gesagt: „Wir haben doch selbst Geld genug. Ich will keine Almosen annehmen“.

Aber dann habe sie erkannt: „Das ist ein ganz großartiges Zeichen der Verbundenheit. Und es ist auch gut, wenn die Menschen über die Medien davon erfahren, dass das Hauptschüler gemacht haben, auf die sonst alle Welt nur drauf haut . . .“.

Willi Greuel fand die Hilfsaktion ebenfalls „ganz große Klasse“ und warb bei den bald ins Erwachsenenalter kommenden Jugendlichen auch dafür, sich typisieren zu lassen, um eventuell einem anderen Menschen mit einer Knochenmarkspende zu helfen.

Lydia Steffens, deren Sohn Andreas (heute 20) dreimal Knochenmark für seine erkrankte Schwester gespendet hatte, animierte die Klassenkameraden Katharinas auch zum Blutspenden: „Wenn Ihr 18 werdet, dann geht auch Blut spenden. Das rettet Menschenleben, nicht nur nach Unfällen, Katharina hat an manchen Tagen zwei oder drei Blutspenden zur Behandlung bekommen . . .“

Wie Willi Greuel den Schleidener Hauptschülern versicherte, wird der Erlös ihres Spendenlaufs mit zur Finanzierung zweier ambulanter Krankenschwestern verwendet, die kleine Krebspatienten in der Eifel zu Hause besuchen und pflegen, wenn sie Urlaub von der Kinderkrebsklinik haben. Ulla Davidi: „Sie sind für die ambulante Betreuung von krebskranken Kindern eingesetzt, damit diese schneller nach Hause können, bzw. mehr im häuslichen Umfeld gepflegt werden können.“

pp/Agentur ProfiPress

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