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Kastanienallee bleibt weiter gesperrt

Erst nach Abschluss der im Spätsommer beginnenden Rückschnittaktion darf die Allee wieder genutzt werden – Nachpflanzungen eventuell mit neuen Baumsorten – Bürgerversammlung im Herbst geplant

Mechernich-Wachendorf – Die Kastanienallee in Wachendorf bleibt noch bis zum Herbst gesperrt. Das verkündet die Stadt Mechernich in Absprache mit dem Kreis Euskirchen. Frühestens ab dem 28. August dürfe mit dem Rückschnitt der Bäume begonnen werden. Bäume und Abschnitte der Allee, in denen Vögel brüten, Insekten ihre Nester oder Fledermäuse ihr Quartier bezogen haben, dürfen entsprechend erst später zurückgeschnitten werden.

Auch wenn bis dahin keine Arbeiten an den Rosskastanien der geschützten Allee stattfinden, wird die Stadt das Verbot, die Kastanienallee zu betreten, aufrechterhalten. „Die Stadt ist für die Verkehrssicherheit zuständig. In den Kronen gibt es noch Totäste, die jederzeit, auch bei Windstille abbrechen können. Deshalb darf die Allee derzeit nicht begangen werden“, berichtet der städtische Fachbereichsleiter Helmut Schmitz. Erst nach Abschluss der Rückschnittmaßnahme werde die Allee wieder eröffnet.

Christof Marx (l.) und Helmut Schmitz bei einem Ortstermin Anfang Juni, kurz bevor die Baumfällarbeiten in der Kastanienallee in Wachendorf starteten. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Zur Erinnerung: Am stürmischen Weiberdonnerstag war, unmittelbar am Eingang des Teilstücks an der Antweiler Straße in Richtung Schloss, ein dicker Baum an einer Gabelung einfach abgebrochen, nur ein paar Meter weiter war ein dicker Ast zu Boden gestürzt. Verletzt worden war niemand. Nach einer Besichtigung wurden Anfang Juni 20 Bäume gefällt.

Ende Juni hatten der städtische Mitarbeiter Christof Marx und Axel Jakob von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Euskirchen die Allee inspiziert. Zwar sei ein Großteil der restlichen 260 Bäume, die sich in bis zu vier Reihen auf den 625 Metern verteilen, vollkommen in Ordnung. Doch mehrere Bäume zeigten strukturelle Schwächen wie Risse und Fäulnis. Schäden durch die Miniermotten, die jedes Jahr im Herbst von den Anliegern bekämpft werden, seien mittlerweile gering. Die Bekämpfung zeigt demnach Erfolge. Schwerer wiegt nunmehr der Befall der Kastanien durch die Bakterienkrankheit Pseudomonas und die Pilzerkrankung Phytophtora – und zwar auch schon bei jungen Kastanien.

Im Sturm an Weiberdonnerstag bracht dieser Baum auf einer Höhe von etwa drei Metern einfach ab. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Aus diesem Grund empfiehlt der Kreis, bei Nachpflanzungen nicht mehr auf die anfällige Rosskastanie zu setzen, sondern auf die weniger anfällige Scharlachkastanie – oder gleich andere Baumarten zu verwenden, etwa Stieleiche, Winterlinde und Ahorn. Aus dem Förderprogramm für Alleen bezuschusst das Land Nordrhein-Westfalen diese Nachpflanzungen und übernimmt 80 Prozent der Gesamtkosten bis zu einem Höchstsatz von 750 Euro pro Baum.

Ein weiterer Vorteil durch neue Baumsorten: Die Gefahr durch die Miniermotten, die nur die Rosskastanien befallen, wird geringer, wie Christof Marx bestätigt. Weil die Stadt aber weiß, dass es sich bei der Pflanzung anderer Baumsorten um ein sensibles Thema handelt, will sie die Bürger mitnehmen. „Wir planen eine Bürgerversammlung im Herbst, entweder in Wachendorf selbst oder im Rathaus“, berichtet Helmut Schmitz.

pp/Agentur ProfiPress

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