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Kamelletüten am Haken

Ein jeckiges Dutzend der KG Strempt ging am Karnevalssamstag von Haus zu Haus – „Wir wollen jedem im Dorf eine Freude bereiten“, sagte KG-Vorsitzender Uwe Höger

Mechernich-Strempt – Karnevalssamstag in Strempt: Für die Mitglieder der 1. KG 1930 Strempt ist das Hauptkampftag. Bereits um 9.15 Uhr trifft man sich, um alles vorzubereiten. Um 15.11 Uhr startet der Karnevalszug. Danach gibt es den Ausklang im Bürgerhaus. Normalerweise zumindest.

Das jeckige Dutzend der KG Strempt brachte Kamellen in jedes Haus – und das unter Wahrung sämtlicher Abstandsregeln. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Doch während einer Corona-Pandemie mit Veranstaltungsverboten ist nichts normal. Dennoch ließ es sich die KG um ihren Vorsitzenden Uwe Höger, gleichzeitig auch Ortsbürgermeister, nicht nehmen, ein bisschen Normalität in diese triste Session zu bringen.

Drei Autos waren bis unters Dach mit 530 Kamelletüten gefüllt und wurden von insgesamt zwölf Mitgliedern des Vereins in jedes Haus gebracht, frei nach dem Motto: Wenn die Jecken nicht zum Zoch kommen, kommt der Zoch zu den Jecken.

Kamelle aufsammeln musste Mona Ehlke dieses Jahr nicht. Dafür eine vollgepackte Tüte vom Haken nehmen. Verkleidet war die Tochter von Vanessa und Axel Ehlke aber trotzdem. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

„Vor einem Monat haben wir die Entscheidung getroffen, dass wir am Karnevalssamstag etwas machen. Zunächst wollten wir nur die Kinder beschenken. Aber dann haben wir uns gedacht, dass wir jedem im Dorf eine Freude bereiten wollen“, berichtet Uwe Höger.

Natürlich alles unter Einhaltung der Corona-Regeln. Dabei zeigten sich die Strempter durchaus einfallsreich. An die Enden von Besenstielen wurden Haken geschraubt – und so die Kamelletüten an jedem Haus überreicht. „Das sind auf jeden Fall mehr als 1,50 Meter Abstand“, sagte Höger. Selbstverständlich trug das jeckige Dutzend auch Mund-Nasen-Schutz.

Die Autos, hier zwei von drei, waren vollgepackt bis unters Dach. Insgesamt hatten die KG-Mitglieder 530 Tüten gefüllt. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Eine Tonne Kamelle wurde gekauft und gleichmäßig und gerecht auf die 530 Tüten verteilt. Allein das hat drei Tage gedauert – schließlich durfte man wegen Corona immer nur zu zweit die Tüten auffüllen. Die vollgepackten Tüten wurden in die Autos gepackt. „Wir haben natürlich auf die übliche Sammlung für den Karnevalszug verzichtet und die Kamellen selbst bezahlt, weil wir dem Dorf auch was zurückgeben wollten nach der Unterstützung jedes Jahr“, erzählt Höger.

Am Samstagmorgen kurz nach 10.30 Uhr ging es los. Auch für Karnevalsmusik wurde gesorgt. Als erstes wurde Mona Ehlke beschenkt. Ihre Eltern Vanessa und Axel hatten das Kind bunt kostümiert. Nach skeptischem Zögern griff das Mädchen auch zu und nahm die Kamelletüte vom Haken. Über den ganzen Samstag verteilt wurde dann Tüte für Tüte in die Häuser in Strempt gebracht – und so nicht nur Süßigkeiten, sondern auch ein Stück Karneval verteilt.

pp/Agentur ProfiPress

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