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Kamellebüggel für „Haus Sonne“-Indianer

Wohn- und Betreuungsverbund Haus Sonne nimmt seit rund 20 Jahren am Schönauer Karnevalszug teil – Bewohner des sozialtherapeutischen Wohnheims packen Kamellebüggel

Bad Münstereifel – Popcorn, Chips und Gummibärchen – mit vollen Händen packen die Bewohner des Wohn- und Betreuungsverbundes Haus Sonne in Bad Münstereifel die Kamellebüggel für Rosenmontag. Dann gehen Bewohner und Betreuer der beiden sozialtherapeutischen Wohnheime in Schönau und Bad Münstereifel nämlich als Indianer-Fußgruppe im Karnevalszug in Schönau mit.

Für den Wohn- und Betreuungsverbund ist die Teilnahme am Karnevalszug längst Tradition geworden: Seit rund 20 Jahren bringen Bewohner und Betreuer am Rosenmontag die Kamelle unters Volk. „Das gehört für uns ganz selbstverständlich dazu. Zum Alltag in unseren Häusern gehört es schließlich auch, dass unsere Bewohner ins soziale Umfeld integriert sind“, erklärt Eberhard Kremer, Geschäftsführer der Haus Sonne gGmbH. Er fügt hinzu: „Und wo kann man ungezwungener zusammenkommen als an Karneval?“

Damit jeder von allem etwas in seinen Kamellebüggel bekommt, wird das Wurfmaterial erst einmal in Wäschekörben bunt gemischt. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Damit jeder von allem etwas in seinen Kamellebüggel bekommt, wird das Wurfmaterial erst einmal in Wäschekörben bunt gemischt. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Hauswirtschafterin Maria Zerweck organisiert seit 17 Jahren die Vorbereitungen: „Als erstes stellen wir die Kostüme zusammen, damit jeder zum Zug eine passende Verkleidung in der richtigen Größe hat. In den vergangenen Jahren waren wir zum Beispiel schon Mexikaner, Clowns und Sterntaler.“

Als nächstes werden die Kamelle gekauft. Gummibärchen, Popcorn und Chips gehören ebenso dazu wie Taschentücher, Haushaltsschwämme, Zuckerperlen und Schokoriegel. „Zum Einkaufen sind wir dieses Mal gemeinsam nach Rheinbach gefahren, am Ende war der ganze Kofferraum unseres Busses voll mit Wurfmaterial“, erzählt Gruppenleiterin Jutta Schneider.

Zusammen mit Gruppenleiterin Jutta Schneider (v.l.) packen Detlev Przygodda, Anita Genz und Christoph Weller die Kamelle in die Stoffbeutel. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Zusammen mit Gruppenleiterin Jutta Schneider (v.l.) packen Detlev Przygodda, Anita Genz und Christoph Weller die Kamelle in die Stoffbeutel. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

In der mit Ballons und Luftschlangen karnevalistisch geschmückten Cafeteria werden sämtliche Kamelle auf mehrere Wäschekörbe verteilt und bunt gemischt, bevor die Bewohner sie in die Stofftaschen packen. Jeder der etwa 20 Bewohner und Betreuer, der im Zug mitgeht, startet mit einem vollen Beutel. Später kann er immer wieder am gut gefüllten Bollerwagen nachgefüllt werden.

„Dafür haben wir auch Zeit genug, der Zug bleibt nämlich immer wieder stehen, schließlich kennt man die meisten Leute, die am Rand stehen“, lacht Maria Zerweck. Dort stehen nämlich so ziemlich alle Schönauer, viele Bewohner und Betreuer aus dem Wohn- und Betreuungsverbund Haus Sonne und auch Familienmitglieder von Bewohnern, die lautstark nach Kamelle rufen.

Auf dem Zugweg durch Schönau halten die Gruppen immer wieder an. Um sich warm zu halten wird dann gesungen und geschunkelt. Archivfoto: Haus Sonne/pp/Agentur ProfiPress

Auf dem Zugweg durch Schönau halten die Gruppen immer wieder an. Um sich warm zu halten wird dann gesungen und geschunkelt. Archivfoto: Haus Sonne/pp/Agentur ProfiPress

„Am schönsten ist es, den Kindern die Bonbons zuzuwerfen“, sagt Anita Genz, die als Bewohnerin schon seit mehreren Jahren in der Haus Sonne-Gruppe im Rosenmontagszug mitgeht. „Es muss allerdings schönes Wetter sein“, fügt sie hinzu, „damit die Kamelle nicht im Wasser liegen bleiben.“

Anita Genz ist zusammen mit Christoph Weller, Detlev Przygodda und Rudolf Adam Plewnia dabei die Kamelle in die Beutel zu verteilen. „Ich war als Kind schon immer sehr jeck“, erinnert sich Christoph Weller. Und Rudolf Adam Plewnia schwärmt vom Tanzen. Das macht er nämlich an Karneval besonders gern, sowohl im Karnevalszug als auch danach im Festzelt, wenn beim Zugausklang gemeinsam gefeiert wird.

Seit rund 20 Jahren gehen Bewohner und Betreuer aus dem Wohn- und Betreuungsverbund Haus Sonne beim Karnevalszug in Schönau mit. In den vergangenen Jahren waren sie schon als Clowns und Sterntaler oder, wie hier, als Mexikaner unterwegs. Archivfoto: Haus Sonne/pp/Agentur ProfiPress

Seit rund 20 Jahren gehen Bewohner und Betreuer aus dem Wohn- und Betreuungsverbund Haus Sonne beim Karnevalszug in Schönau mit. In den vergangenen Jahren waren sie schon als Clowns und Sterntaler oder, wie hier, als Mexikaner unterwegs. Archivfoto: Haus Sonne/pp/Agentur ProfiPress

„Ich freue mich ganz besonders auf Karneval, da habe ich immer Spaß“, erzählt Detlev Przygodda voller Vorfreude. Deshalb hat er sich schon für alle karnevalistischen Programmpunkte im Haus Sonne angemeldet. Neben dem Karnevalszug in Schönau gehört dazu natürlich noch die große Karnevalsparty an Weiberdonnerstag. Darüber hinaus können die Bewohner an jedem der Karnevalstage einen anderen Zug schauen. „Dieses Jahr fahren wir nach Eicherscheid und Bad Münstereifel und zum Geisterzug nach Blankenheim“, freut sich Detlev Przygodda.

pp/Agentur ProfiPress

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