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Jugendfeuerwehr widersetzt sich dem Trend

Kreisdelegiertentag des Feuerwehrnachwuchses in Palmersheim – Große Nachfrage im Kreis Euskirchen – Erfolgreicher Jugendaustausch mit Polen – 2019 erstmals seit neun Jahren wieder ein Kreiszeltlager

Kreis Euskirchen/Palmersheim – Kreisbrandmeister Udo Crespin ist stolz. Denn während bundesweit die Mitgliederzahl in den Jugendfeuerwehren abnimmt, ist der Trend im Kreis Euskirchen gegenläufig. „Ein zentraler Grund ist das große Engagement der Jugendwarte und -betreuer in den einzelnen Einheiten“, erklärte Crespin, der auch noch ein verstecktes Lob in petto hatte: „Wenn die Führungskräfte schlecht sind, dann funktioniert das nicht.“ Und natürlich hat auch die Kreisjugendfeuerwehr um Kerstin Brandhoff einen großen Anteil am Erfolg.

Kreisjugendfeuerwehrwartin Kerstin Brandhoff moderierte den Delegiertentag im Palmersheimer Dorfgemeinschaftshaus. Unterstützt wird sie bei der Arbeit unter anderem von Kathrin Hörnchen (v.l.), Christian Heinrichs und Patrick Schöneborn. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Crespin richtete, wie auch Euskirchens Erster Beigeordneter Johannes Winckler und Euskirchens Feuerwehrchef Peter Jonas, der nicht nur als Gastgeber, sondern stellvertretend für alle Leiter der Feuerwehren im Kreis Euskirchen anwesend war, Grußworte an die fast 100 Delegierten und Besucher des Kreisjugendfeuerwehrtags, der im Palmersheimer Dorfgemeinschaftshaus stattfand. Und Crespin gefiel noch mehr: Denn die Jugendfeuerwehr ist für ihn auch deshalb eine erfolgreiche Einrichtung, weil sie sich gezielt gegen Extremismus und Rassismus positioniert. „Es ist egal, wer Mitglied ist, Hauptsache, es hat das gleiche Interesse“, sagte der oberste Feuerwehrmann im Kreis Euskirchen. Deshalb plädierte er: „Bitte macht weiter so!“

In einem Jahr, in dem weder Vorstandsneuwahlen noch Ehrungen auf der Tagesordnung standen, konnten sich die Verantwortlichen der Jugendfeuerwehr im Kreis Euskirchen anderen Dingen widmen, die bei Delegiertentagen oft zu kurz kommen. Natürlich ist da zum einen das umfangreiche Zahlenwerk, das Kerstin Brandhoffs Stellvertreter Christian Heinrichs und Patrick Schöneborn, Fachbereichsleiter Finanzen, präsentierten.

Auch Ehrengäste waren anwesend: (v.l.) Peter Jonas, Leiter der Feuerwehr Euskirchen, Harald Heinen, stellv. Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes und Wehrleiter Kall, Johannes Wilhelm Fuchs, Kreisbrandmeister a. D., Volker Brandhoff, ehemaliger Kreisjugendfeuerwehrwart, Johannes Winckler, Erster Beigeordneter der Stadt Euskirchen, und Kreisbrandmeister Udo Crespin. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

61 Jugendfeuerwehren mit insgesamt 715 Mitgliedern, die ein Durchschnittsalter von 13,8 Jahren haben, gibt es im Kreis Euskirchen. 2017 sind 71 Mitglieder mehr eingetreten, als ausgetreten. Dennoch ist die Jugendfeuerwehr ein wenig geschrumpft, was aber einfach daran liegt, dass 79 Mitglieder nun in die Einsatzabteilung der Feuerwehren übernommen wurden. Das zeigt, dass die Jugendfeuerwehr die wichtigste Institution für die Nachwuchsgewinnung der Löschgruppen im Kreis Euskirchen ist.

Dass die Jugendfeuerwehr ein zeitintensives Hobby ist, beweisen weitere Zahlen, die Heinrichs präsentierte. Alleine 7605,7 Stunden Gruppenarbeit wurden geleistet, hinzu kommen 9738 Stunden für Sitzungen, Tagungen, Ausbildungen und deren Vor- und Nachbereitung.

Die Verantwortlichen der Kreisjugendfeuerwehr wurden von den mehr als 70 stimmberechtigten Mitgliedern entlastet. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Kathrin Hörnchen, ebenfalls stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwartin, warb in Vertretung für Jugendfachbereichsleiter Tristan Krieger, der bei der Mitgliederversammlung des Feuerwehrverbandes NRW in Wuppertal weilte, für eine Teilnahme am Jugendforum. Dabei handelt es sich um ein Gremium, in das die Jugendfeuerwehren pro Kommune bis zu zwei Vertreter senden. Das Jugendforum entwickelt Projekte, von denen alle Jugendfeuerwehren im Kreis profitieren.

Eines davon ist der deutsch-polnische Jugendaustausch. Im vergangenen Jahr besuchten Mitglieder aus dem Kreis Euskirchen die Stadt Namslau. Kreisjugendfeuerwehrwartin Kerstin Brandhoff bat Marvin Dietzsch, Mirko Reuter, Tim Schmitz, Nils Ohlerth und Lars Poth, den Besuchern des Kreisjugendfeuerwehrtages ein paar Eindrücke zu schildern. Denn der Jugendaustausch geht über das Thema Feuerwehr hinaus. So besuchten die Jugendfeuerwehrmitglieder aus dem Kreisgebiet auch ein ehemaliges Arbeitslager aus dem Zweiten Weltkrieg oder machten eine Stadtführung durch Breslau. Das Fazit der fünf Jugendlichen: Sie alle würden erneut am Austausch teilnehmen. In den Herbstferien steht aber der erste Besuch der Polen in Deutschland auf dem Programm, erst in den Osterferien 2019 geht es wieder nach Polen. Ebenfalls 2019 findet auch zum ersten Mal seit 2010 wieder ein Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehr statt. Schauplatz ist Ende der Sommerferien die Steinbachtalsperre.

Kreisjugendfeuerwehrwartin Kerstin Brandhoff interviewt fünf Teilnehmer des deutsch-polnischen Jugendaustausch, und zwar (v.l.) Marvin Dietzsch, Mirko Reuter, Tim Schmitz, Nils Ohlerth und Lars Poth. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Denn auch das ist die Jugendfeuerwehr des Kreises Euskirchen. Sie wird von ihren erstklassigen Ausbildern und Jugendwarten nicht nur top für den Einsatzdienst vorbereitet – und zwar Schritt für Schritt, wie Johannes Winckler betonte. Es geht auch um das Zusammengehörigkeitsgefühl, um ein gutes Arbeiten in der Gruppe. „Jeder Jugendliche wird in seiner Sozialkompetenz nach vorne gebracht“, so Winckler weiter. Deshalb plädierte Euskirchens Feuerwehrchef Peter Jonas auch: „Macht Werbung für die Jugendfeuerwehr bei euren Freunden!“ Eintreten in die Jugendfeuerwehr kann man mit zehn Jahren.

pp/Agentur ProfiPress

Kerstin Brandhoff unterstützt als Kreisjugendfeuerwehrwartin die 61 Jugendfeuerwehren im Kreis Euskirchen bei ihrer Arbeit. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

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