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Jugendfeuerwehr setzt ein Zeichen

Junge Feuerwehrleute unterzeichnen Euskirchener Erklärung und stellen sich damit gegen Rassismus – Erfolgreicher Kreisjugendfeuerwehrtag in Hellenthal – Vorstand zieht stolze Jahresbilanz – Vom 23. bis 25. August findet erstmals wieder ein Kreiszeltlager statt

Hellenthal/Kreis Euskirchen – Vor dem Kunstwerk von Maf Räderscheidt bildete sich beim Kreisjugendfeuerwehrtag in der Grenzlandhalle Hellenthal eine riesige Traube von jungen Feuerwehrleuten.

Vor dem Kunstwerk von Maf Räderscheidt bildete sich beim Kreisjugendfeuerwehrtag eine riesige Traube von jungen Feuerwehrleuten. Sie alle unterzeichneten die Euskirchener Erklärung, um ein Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Einer nach dem anderen verewigte seine Unterschrift auf die mit Motiven wie Flammen, Wasserschlauch und Einsatzkräften verzierte Leinwand, um ein klares und eindeutiges Zeichen zu setzen.

Mit der Euskirchener Erklärung, die die Jugendlichen damit unterzeichneten, stellt man sich gegen Rechtsextremismus und radikale Bewegungen. Denn die seien durchaus auch im Kreis Euskirchen zu finden. „Leider gebe es hier viele Menschen, die ein solches Gedankengut haben und teilen“, so Hörnchen und erklärte weiter: „Das Ziel des Projektes ist, aus der Vergangenheit zu lernen, damit in der Gegenwart und Zukunft extremistische Ideologien keine Unterstützer mehr finden.“ Die waren Feuer und Flamme und überschlugen sich förmlich ihr Statement abzugeben. Ein schönes „Outing“ der Feuerwehrjugend.

Die Delegiertenversammlung der Jugendfeuerwehr im Kreis Euskirchen war gut besucht. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Eine Eintagsfliege ist die Aktion jedoch keineswegs. Vom Jugendforum werden zahlreiche Workshop-Tage zu Rechtsextremismus und Demokratie, der Besuch von Gedenkstätten als auch ein Internationaler Jugendaustausch zwischen dem Kreis Euskirchen und dem Kreis Namslau in Polen angeboten. Die Projekte laufen unter dem Namen „JuFo (Jugendforum) gegen Extremismus“.

716 junge engagierte Feuerwehrleute

Christian Heinrichs vom Kreisjugendfeuerwehrvorstand zog eine stolze Bilanz im Beisein der Delegierten. 716 Jugendliche engagieren sich derzeit bei der jungen Feuerwehrtruppe im Kreis Euskirchen. Die hohe Zahl dürfe man sich ruhig „auf der Zunge zergehen lassen“.

Christian Heinrichs vom Kreisjugendfeuerwehrvorstand zog eine stolze Bilanz im Beisein der Delegierten. 716 Jugendliche engagieren sich derzeit bei der jungen Feuerwehrtruppe im Kreis Euskirchen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Für manche aus der Riege stehe jetzt der Ernst des Feuerwehrlebens an: Altersbedingt wechseln 69 Jugendliche in den aktiven Dienst und werden zukünftig Einsatzdienste fahren, Brandschutz sicherstellen, technische Hilfeleistung unterstützen oder einfach Menschen vor Ort helfen, wenn sie in Not geraten sind.

Kreiszeltlager vom 23. bis 25. August

Erfreut nahmen die Delegierten die Nachricht auf, dass wieder ein Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehren im Kreis nach neunjähriger Pause stattfindet – vom 23. bis 25. August, an der Steinbachtalsperre. 180 Teilnehmer haben sich nach Bekanntwerden schon angemeldet, teilte Kerstin Brandhoff mit, die durch den Delegiertentag führte. Es gebe noch freie Kapazitäten. Die Teilnehmerzahl ist auf 300 begrenzt.

Harald Heinen vom Kreisfeuerwehrverband Euskirchen zollte dem Vorstand der Kreisjugendfeuerwehr seinen Respekt für die hervorragende Arbeit. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Während dem spannenden und abwechslungsreichen Zeltlager werden Übungen und Spiele angeboten und sogar die „Jugendflamme“ Stufe eins bis drei abgenommen. „Das ist eine einmalige Gelegenheit, die Jugendflamme drei kann man nur selten ablegen“, so Heinrichs.

Auch einer der jungen Feuerwehrleute machte Werbung „Ich finde an so einem Zeltlager toll, dass man Jugendliche auch mal aus anderen Jugendfeuerwehren des Kreises näher kennenlernen kann.“

Tristan Krieger (r.) wurde feierlich verabschiedet. Auf ihn folgt Christian Mohr (24) aus Weilerswist. Zum Leiter des Bereichs „Lehrgänge/Wettbewerbe“ wurde Christopher Heinzen, ebenfalls Weilerswist, gewählt. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Viele Feuerwehrkollegen waren zur Delegiertenversammlung gekommen. „Das ist ein großartiges Bild, wenn man so durch die Reihen guckt, wie viele von Euch hier sind“, freut sich Brandhoff. Neben den Jugendlichen waren auch „große“ Feuerwehrmänner gekommen, so Harald Heinen vom Kreisfeuerwehrverband Euskirchen und Daniel Pützer, Leiter der Feuerwehr Hellenthal, sowie Hellenthals Bürgermeister Rudolf Westerburg, auch in Feuerwehruniform.

Westerburg dankte allen, die in der Jugendfeuerwehrarbeit im Kreis Euskirchen aktiv sind, für die enorme Zeit die ehrenamtlich eingebracht werde, für die Aus- und Fortbildung sowie die Förderung der sozialen Kompetenz der Kinder und Jugendlichen. Er selbst habe als Wehrführer in einer Reihe von Löschgruppen Jugendfeuerwehren mit gründen und aufbauen dürfen. „Ich weiß, was Jugendarbeit bedeutet“, so der Bürgermeister.

Die beiden jungen Feuerwehrleute warben für das Kreiszeltlager, das vom 23. bis 25. August an der Steinbachtalsperre stattfindet. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Verabschiedet wurde Tristan Krieger als Leiter der Jugendarbeit. Auf ihn folgt Christian Mohr (24) aus Weilerswist. Zum Leiter des Bereichs „Lehrgänge/Wettbewerbe“ wurde Christopher Heinzen, ebenfalls Weilerswist, gewählt. Verabschiedet wurden die scheidenden Mitglieder des Kreisjugendfeuerwehrausschuss René Stoff (Schleiden) und André Huppertz (Nettersheim).

pp/Agentur ProfiPress

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