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Johannesweg wird saniert

Mehr „Flickenteppich“ als Straße – Pläne im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt – Dreieck an der Einmündung Sankt-Elisabethstraße soll als Kreisverkehr mit Einbahnstraßenregelung genutzt werden

Mechernich – Der Johannesweg soll saniert und ausgebaut werden. Die Pläne dazu wurden am Dienstagabend im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt. Vorher war die geplante Maßnahme bereits in zwei Anliegerversammlungen mit den Anliegern abgestimmt worden.

Die Straßen rund um das begrünte „Dreieck“ am Johannesweg sollen als „Kreisverkehr“ umfunktioniert werden. Gefahren werden darf dann wie in einer Einbahnstraße nur in eine Richtung. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Der Fahrbahnbelag ist verschlissen und war in den vergangenen Jahren zu einem Flickenteppich mutiert. Viele Aufbrüche für Wasserbau- und Kanalmaßnahmen, aber auch Alterungs-, Spannungs- und Setzungsrisse waren die Ursache. „Das Ganze ist über die Jahre mit Frostschäden nicht besser geworden“, erläuterte Wolfgang Fourate von der „MR Ingenieurgesellschaft“ den Ausschussmitgliedern. Mit der Sanierung soll die Straße funktionell wie auch optisch aufgewertet werden.

„Dreieck“ als „Kreisverkehr“

Die größte Veränderung betrifft den Bereich an der Einmündung zur St.-Elisabethstraße, die weiter zum Kreiskrankenhaus Mechernich führt. Das dort bereits bestehende Straßen-„Dreieck“, das einen Grünbereich mit Bäumen umfasst, soll als großer „Kreisverkehr“ genutzt und deshalb als Einbahnstraße ausgewiesen werden.

„Die dann zu fahrenden Schlenker auf dem Johannesweg sollen helfen, den Durchgangsverkehr für die Anwohner zu reduzieren“, so Fourate.

Der Grünbereich und der vorhandene Baumbestand werden jedoch nicht angetastet. „Ganz im Gegenteil, die Parkplätze sind in der neuen Version so geplant, dass mehr Platz für das Bestandsgrün wird.“

Wolfgang Fourate von der „MR Ingenieurgesellschaft“ stellte die Pläne für den Johannesweg im Stadtentwicklungsausschuss vor. Im Hintergrund die Verkehrsführung im „Dreieck“. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur

Rund um das Grün sind insgesamt 20 Parkplätze vorgesehen. Überfahrbare Sichelflächen beim neuen „Kreisverkehr“ machen das Befahren durch Busse oder LKWs möglich.

Zum Rewe wird außerdem die Links-Einbiegespur (vom Bahnhof kommend) in der Breite reduziert, ebenso die Linksabbiegespur am Ende des Johanneswegs, Richtung Friedrich-Wilhelm-Straße/Stiftsweg. Das soll helfen, die Einmündung optisch aufzuwerten, erklärt Fourate: „Die Linksabbiegespur wurde außerdem kaum genutzt.“

Baumportal und Poller

Am Sportplatz (vom Schimmelsweg kommend) wird dagegen die großzügige Einbindung beibehalten. „Um die Geschwindigkeit rauszunehmen, da die Straße doch sehr geradlinig verläuft und zum Schnellfahren einlädt, werden wir ein Stückchen weiter ein Baumportal vorsehen“, so MR Ingenieurgesellschaft. Poller sollen zudem das Wildparken außerhalb der Parkbuchten verhindern. Einige der insgesamt 17 Parkplätze werden in Fahrtrichtung auf der Straße platziert, um auszubremsen.

Der Ingenieur vom Planungsbüro betonte, dass die Stärke des Straßenbelages der Anliegerstraße so ausgewählt wird, dass er weiterhin auch für Busse und LKW standhält. Die Beleuchtung des Johanneswegs werde im Zuge der Maßnahme durch moderne LED-Laternen ersetzt.

Die Maßnahme soll im Frühjahr 2020 begonnen werden. Abschließend muss der Rat der Stadt noch grünes Licht geben. Die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses sprachen sich einstimmig dafür aus.

pp/Agentur ProfiPress

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