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Jetzt spenden die Polizisten Blut

Das Rote Kreuz hat einen neuen Partner – Alle Dienststellen im Kreis Euskirchen sind zum kollektiven Aderlass am Dienstag, 5. November aufgerufen

Rufen zur ersten „Polizeiblutspende“ auf: (v.l.n.r.) Zülpichs Gemeinschaftsleiter Thomas Heinen, Harry Kleist (Bezirkspolizei Zülpich), Norbert Hardt (Kreispolizeibehörde), Heinz Esser (Bezirkspolizei Zülpich), Georg Kriener (Kreispolizeibehörde) und Lothar Henrich, erster Vorsitzendes Rotkreuz-Ortsvereins Zülpich. Foto: Claudia Hoffmann/pp/Agentur ProfiPress

Zülpich Seit rund sechs Jahren ist es eine schöne Tradition des Rotkreuz-Ortsvereins Zülpich prominente Partner für eine Blutspende-Aktion zu gewinnen. Die Prinzenblutspende im Januar ist „gesetzt“, dazwischen stellten sich in der Vergangenheit unter anderem auch viele Zülpicher Schützen, Kegelfreunde, Fußballer und Geschäftsleute in den lebensrettenden Dienst. „Solche und ähnliche Aktionen sollen helfen, Menschen für das wichtige Thema freiwillige und unentgeltliche Blutspende zu sensibilisieren, hier vor allem junge Menschen zu motivieren“, skizziert der Zülpicher Gemeinschaftsleiter Thomas Heinen.

Denn es ist bis heute noch nicht gelungen, einen dem Blut ebenbürtigen Ersatz zu schaffen. Das lebenswichtige Element mit seinen vielfältigen Funktionen, wie dem Transport von Sauerstoff und Nährstoffen, die Abwehr von Krankheitserregern und den Wärmetransport, kann nur der Körper selbst bilden. Aus Blutspenden hergestellte Blutpräparate sind dabei nur begrenzt lagerfähig, deshalb muss kontinuierlich für Nachschub gesorgt werden. „3.000 Blutkonserven werden täglich in Nordrhein-Westfalen benötigt, rund zwei Drittel sind regelbar, ein Drittel fehlt. Können Blutkonserven nicht geliefert und der Tagesbedarf nicht gedeckt werden, müssen wichtige Operationen verschoben werden“, berichtete Heinen. Statistisch gesehen wird das meiste Blut inzwischen zur Behandlung von Krebspatienten benötigt. Es folgen Erkrankungen des Herzens, Magen- und Darmkrankheiten, Sport- und Verkehrsunfälle. Die Bedeutung der Blutspende könne man daher nicht hoch genug einschätzen.

Jetzt wird auch die Polizei im Kreis Euskirchen für das lebenswichtige Projekt Pate stehen. Unter Vermittlung von Landrat Günter Rosenke, hatte sich der Rotkreuz-Ortsverein Zülpich vor einiger Zeit an den Abteilungsleiter der Kreispolizeibehörde Georg Kriener gewandt, bei dem die Idee umgehend große Zustimmung fand: „Einem Polizisten, der Tag für Tag mit Verkehrsunfällen konfrontiert ist, muss man nicht sagen, wie wichtig so etwas ist. Auch wir profitieren von der Aktion.“

Kriener gab grünes Licht und wird nun alle Dienststellen im Kreis Euskirchen und damit rund 250 Polizeibeamte und 50 Angehörige der Kreispolizeibehörde aufrufen, sich an der Blutspende-Aktion am Dienstag, 5. November zu beteiligen. Auch Polizisten aus dem Kreis Euskirchen, die in Köln arbeiten, alle Familienangehörigen und Freunde werden als Multiplikatoren begrüßt und sind als Spender herzlich willkommen.

Ferner haben die Beamten des Landesamtes für Zentrale Polizeiliche Dienste vom Standort Brühl ihre Unterstützung zugesagt. Die Teilnahme ist den Beamten freigestellt, sie können in Uniform oder in Zivil erscheinen. Im Dienst oder in Einsatzbereitschaft beziehungsweise Schichtwechsel befindliche Polizisten werden an diesem Tag freilich nicht spenden können. Die Zülpicher Bezirkspolizeibeamten Harry Kleist und Heinz Esser, beide regelmäßige Blutspender, werden in jedem Fall dabei sein, denn nicht zuletzt sollte „sich jeder auch vor Augen halten, dass man plötzlich selbst in die Situation kommen kann, auf das Blut anderer angewiesen zu sein“, betonte Kleist.

Rund 30 ehrenamtliche Helfer der Ortsgruppe Zülpich sowie 15 hauptamtliche Mitarbeiter und Ärzte des Blutspendedienstes werden am Dienstag, 5. November, in der Zeit von 15.30 bis 20 Uhr  im Forum der Stadt Zülpich (Blayer Straße 20), im Einsatz sein und den reibungslosen Ablauf garantieren. Rund 300 bis 340 Bürger kommen in der Regel zu einem normalen Blutspendetermin in Zülpich. „Avisiertes Ziel ist es, an diesem Tag mit Hilfe der Polizeibeamten auf 400 Blutspender zu kommen“, hofft Heinen.

Blutspenden kann man ab dem 18. Lebensjahr, als Erstspender darf man bis zum vollendeten 68. Lebensjahr zum Aderlass kommen und sollte seinen Personalausweis mitbringen. Wiederholungsspender können bis zum vollendeten 72. Lebensjahr zur Blutspende gehen, wer gesund ist, kann vom Arzt in individueller Entscheidung auch nach dem 72. Geburtstag zur Spende zugelassen werden. Vor der Blutspende sollte ausreichend gegessen und getrunken werden, damit die Blutabnahme gut vertragen wird.

Für die Stärkung nach der Blutspende sorgt wieder das für sein ausgezeichnetes Buffet bekannte Küchenteam des Roten Kreuzes.

pp/Agentur ProfiPress

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