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Jeder kann Leben retten!

Bei neuer Rotkreuz-Kampagne für Unternehmen werden Arbeitnehmer im großen Stil zu fähigen Ersthelfern ausgebildet – AOK zahlt ein Drittel der Kosten – Landrat Rosenke geht mit gutem Beispiel voran

Kreis Euskirchen – „Ich schau nicht weg – ich kann Leben retten“ ist der Name einer Kampagne, die jeden, der will, in die Lage versetzt, im Notfall nicht zuschauen zu müssen, sondern helfen zu können. Da kaum einer sich freiwillig und in seiner Freizeit in stabiler Seitenlage, Herzmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung fortbildet, hatten Rotes Kreuz und AOK die Idee, dreieinhalbstündige Auffrischungskurse in Erster Hilfe Firmen und Betrieben für ihre Belegschaften anzubieten.

Die Kreisverwaltung Euskirchen geht mit ihren Tausend Beschäftigten exemplarisch als „Pilotunternehmen“ voran. Künftig sollen sich nicht nur Großunternehmen, sondern auch kleinere Handwerksbetriebe, Läden, Kanzleien und Büros bei der Rotkreuz-Akademie anmelden (iraabe@drk-eu.de, 0151/ 18 04 30 61).

Die AOK sponsert zumindest in der Anschubphase ein Drittel der Schulungskosten von 25 Euro pro Teilnehmer. „Zwei Drittel übernehmen wir“, so Kreisverwaltungschef Landrat Günter Rosenke. Er, AOK-Chef Helmut Schneider, Rotkreuz-Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker und Rotkreuz-Akademieleiterin Ilona Raabe stellten die Kampagne jetzt im Rotkreuz-Zentrum Kreis Euskirchen/Eifel vor.

„Was machst du, wenn du helfen musst?“

 Dabei halfen ihnen Ausbilderin Ute Michaelis vom Roten Kreuz mit praktischen Demonstrationen und AOK-Mitarbeiter Harald Merget argumentativ, der die Idee hatte: „Als mich mein Chef in den Rhein-Erft-Kreis versetzte, dachte ich bei den vielen Autobahnfahrten eines Tages: Was machst du jetzt, wenn du bei einem Unfall helfen musst und keine Ahnung mehr hast . . .“

„Ich habe vor 50 Jahren Erste Hilfe gelernt, als ich den Führerschein gemacht habe“, berichtete Landrat Günter Rosenke, der nicht nur Chef der Kreisverwaltung, sondern auch Schirmherr des Roten Kreuzes ist: „Danach war ich Soldat und habe auch bei meinem früheren Arbeitgeber, der Telekom, alle zwei Jahre eine Auffrischung bekommen.“

Die Kampagne „Ich schau nicht weg – ich kann Leben retten“ vorgestellt haben jetzt im Rotkreuz-Zentrum Kreis Euskirchen/Eifel (kniend) Landrat Günter Rosenke und Rotkreuz-Ausbilderin Ute Michaelis sowie (stehend v.r.) Rotkreuz-Geschäftsführer Rolf Klöcker, Akademieleiterin Ilona Raabe, AOK-Chef Helmut Schneider und AOK-Mitarbeiter Harald Merget. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Er wisse heute aber nicht mehr so richtig, wie man beispielsweise eine starke Blutung stillt. Jedenfalls nicht mehr durch Abbinden, so korrigierte ihn Rolf Klöcker. Ute Michaelis ergänzte: „Bei einer starken Armblutung nicht lange Abdrückpunkt suchen, sondern Arm hochhalten lassen, einen ordentlichen Druckverband anlegen und die 112 anrufen!“

Günter Rosenke legte am Ende der Pressekonferenz das Jackett ab, ging in die Knie und führte an einem Dummy heftige Herzmassage im Rhythmus des Bee-Gees-Songs „Stayin‘ Alive“ durch. Auch ließ sich Rosenke den Umgang mit einem sich selbsterklärenden Defibrilator zeigen: „Keine Scheu, das kann jeder“.

Was der Landrat und Rotkreuz-Schirmherr so alles noch beherrsche, sei weit mehr, als der Durchschnitt der Bevölkerung, so Rotkreuz-Geschäftsführer Rolf Klöcker: „Die meisten machen einen Samstag lang den für den Autoführerschein vorgeschriebenen Sofortmaßnahmen-Tag – und danach nie wieder eine Auffrischung.“

„Wegschauen oder sich trauen?“

„Dann gehen sie im Notfall mit einem Kribbeln im Bauch zur Sache“, so Harald Merget. „Oder sie schauen ganz weg, weil sie sich nicht trauen“, so Akademieleiterin Ilona Raabe.

„Beim Roten Kreuz ist die Ausbildung in den besten Händen“, erklärte AOK-Chef Helmut Schneider. Er sei bis vor 15 Jahren aktiver Feuerwehrmann gewesen, danach seien seine Kenntnisse und Fähigkeiten in Erster Hilfe rasch geschwunden, wie er bei einem Auffrischungslehrgang im kirchlichen Kontext habe feststellen müssen, zu dem ihn seine Frau mit angemeldet hatte.

Günter Rosenke will nicht nur seine tausend Beschäftigten schulen lassen, sondern auch selbst teilnehmen. „Ich will helfen können, wenn mal was ist – auch als Rentner“, so der Kreisverwaltungschef, der in Bälde sein 68. Lebensjahr vollendet.

pp/Agentur ProfiPress

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