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Integration als dynamischer Prozess

Die Zahl der Asylbewerber in der Gemeinde nimmt aktuell ab – Folgeantrag für Musikprojekt Kalimba gestellt – Zentrale Unterbringungseinrichtung bittet um Sachspenden

Kall – Integration ist ein dynamischer Prozess, der je nach Einzelfall immer neue Aufgaben und Themen mit sich bringt. In der Gemeinde Kall sind aktuell 67 Asylbewerber gemeldet – so zumindest der Stand Anfang November. Das sind 64 Asylbewerber weniger als noch im März und 81 Asylbewerber weniger als vergangenen Dezember. Die 67 Menschen leben dezentral in 26 Unterkünften in Kall und einigen Außenorten. Das liegt vor allem daran, dass zahlreiche Geflüchtete mittlerweile als schutzberechtigt anerkannt wurden und somit keine Asylbewerber mehr sind. 80 als schutzberechtigt Anerkannte leben noch in gemeindeeigenen oder von der Gemeinde angemieteten Unterkünften, für die sie eine Mietpauschale bezahlen. Andere haben bereits eigene Mietverträge abgeschlossen.

Insgesamt unterstützen Verwaltung und Ehrenamt in Kall die Integration von rund 220 Geflüchteten. Die meisten sprechen bereits sehr gut Deutsch, sie besuchen Sprach- und Integrationskurse, absolvieren eine Ausbildung oder arbeiten. Zahlreiche Neubürger sind Mitglied in einem Kaller Verein wie etwa dem KSC oder dem Shotokan Karate-Do Kall e.V. Andere sind im Rahmen der Angebote der Flüchtlingshilfe ehrenamtlich aktiv.

Ungefähr ein Drittel der Geflüchteten, nämlich 48, stammt aus Syrien. Irak (21) und Afghanistan (15) folgen. Von den 67 Asylbewerbern sind etwa jeweils ein Drittel zwischen 20 und 30 Jahren und zwischen 30 und 40 Jahren alt.

In der Zentralen Unterbringungseinrichtung des Landes NRW, die im ehemaligen Gebäude von Glas Funke untergebracht ist, leben derzeit gut 80 Personen. Wie die Bezirksregierung Arnsberg berechnet hat, erfüllt die Gemeinde Kall die Quote nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz zu 193 Prozent und die Quote gemäß Wohnsitzauflage, die die als schutzberechtigt anerkannten Flüchtlinge betrifft, zu 72 Prozent.

In der Gemeindeverwaltung sind mit Alice Gempfer und Paul Neufeld zwei Mitarbeiter Ansprechpartner für Geflüchtete sowie Kaller Bürger zum Thema Integration. Herr Neufeld ist insbesondere zuständig für Wohnraum- und Fallmanagement sowie Einzelfallberatung. Frau Gempfer für die Konzeption, Koordination und Umsetzung der inhaltlichen Pläne zum Haus der Begegnung sowie die Koordination der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe.

Insgesamt unterstützen Verwaltung und Ehrenamt in Kall die Integration von rund 220 Geflüchteten. Foto: Gemeinde Kall/pp/Agentur ProfiPress

Nun sind auch die ersten Geflüchteten, die zuvor als minderjährige unbegleitete Flüchtlinge im Rahmen der Jugendhilfe in Kall betreut wurden, der Gemeinde zugewiesen worden. Dies erfolgt, wenn die jungen Menschen an ihrem 18. Geburtstag in Kall wohnen. Die Flüchtlingshilfe Kall will für diese Geflüchteten gezielte Angebote installieren.

Weiter bestehen die Internationale Sprechstunde (dienstags und donnerstags 15.30 bis 18.30 Uhr) sowie das Begegnungscafé (jeden dritten Freitag im Monat von 9.30 bis 11.30 Uhr). Verwaltung und ehrenamtliche Integrationshelfer unterstützen Menschen unter anderem bei Schriftverkehr und Behördenangelegenheiten, dem Erstellen von Bewerbungen sowie der Wohnungs- und Arbeitssuche.

Das sehr erfolgreiche interkulturelle Musikprojekt Kalimba soll weiterbestehen: Die Verwaltung hat für die Flüchtlingshilfe beim Landesmusikrat.NRW einen Folgeantrag gestellt und hofft darauf, dass das Projekt auch über den Mai 2018 hinaus weiter gefördert wird. Zahlreiche Kaller haben die bunte Gruppe jüngst kennengelernt: Auf Einladung der Musikkapelle Kall waren sie zu Gast beim Jahreskonzert in der Bürgerhalle.

Das Spendenlager der Flüchtlingshilfe, das sich auf dem Gelände des ehemaligen Sägewerks in Sötenich befand, wurde aufgelöst. Alle noch nicht abgegebenen Hilfsgüter wurden im Sinne der Spender an die Zentrale Flüchtlingsunterkunft, die Wirkstatt und die Hilfsorganisation Rumänien Sunshine weitergegeben. Die Flüchtlingshilfe dankt neben allen Kallern, die gespendet haben, besonders dem Team aus Ehrenamtlern, das das Lager zwei Jahre lang betrieben hat.

Die Zentrale Unterbringungseinrichtung freut sich derzeit über Sachspenden wie gut erhaltene und noch tragbare Winterschuhe für Damen und Kinder, Koffer und Reisetaschen, Stoffe, Nähutensilien und Wolle sowie Bastel- und Kreativmaterialen für Kinder und Erwachsene. „Außerdem freuen wir uns über gut erhaltene, vielleicht sogar neuwertige, von Ihren Kindern ungeliebte Spielsachen“, sagte Bärbel Vomland von der Unterbringungseinrichtung. Wer etwas spenden möchte, wendet sich unter Tel. 0159/04 38 56 04 oder vomland@eu-homecare.com direkt an Bärbel Vomland.

Alle Informationen, Termine und Berichte zur Flüchtlingshilfe Kall finden Sie auf der Internetseite www.fluechtlingshilfe-kall.de.

pp/Agentur ProfiPress

 

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