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In der Kinderstadt leben wie Erwachsene

Ferienprojekt von Montag, 14., bis Freitag, 18. Juli –  In Mechernich entsteht eine Kinderstadt – Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick übernimmt Schirmherrschaft – Kinder zwischen acht und 14 Jahren erfahren das Leben der Erwachsenen – Eigenes  Geld entworfen und gedruckt: der „Mecki“ – Geschenke für Kinder, deren Kunstwerke auf „Geldscheine“ gedruckt wurden

Freuen sich auf die Kinderstadt „Mecki“ (von vorne links nach hinten links): Natalia Aretz, Simon Schröder, Leonie Simon und Hannah Schneider sowie Anja Lehmann, Gunnar Simon und Heike Klinkhammer. Foto: Paul Düster/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich – Fünf Tage lang leben von heute an in Mechernich 55 Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren selbstbestimmt in ihrer eigenen Stadt – der Kinderstadt „Mecki“. „Mecki“ ist ein groß angelegtes Planspiel, bei dem jedes Kind Verantwortung übernimmt. Veranstalter ist die Jugendeinrichtung K.O.T. (Kleine offene Tür) „Jo4you“ Mechernich in kooperativer Trägerschaft des katholischen Kirchengemeindeverbandes Mechernich und der Stadt Mechernich in Zusammenarbeit mit der Kirchlichen Jugendarbeit in der Region Eifel im Bistum Aachen sowie der Stadt Mechernich, deren Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick auch Schirmherr der bemerkenswerten Ferienaktion ist.

Wie im richtigen Leben, fängt alles damit an, dass die Kinder sich beim Einwohnermeldeamt anmelden müssen. Anschließend geht es zum Arbeitsamt und auf Jobsuche. Ob Bäckerei, Gärtnerei, Banken oder auch ein Schönheitssalon – alles muss von Kindern mit Leben gefüllt werden. Wer arbeitet, wird dafür auch „bezahlt“: Extra für die Kinderstadt wurde als Zahlungsmittel der „Mecki“ eingeführt, die  Geldscheine haben die Kinder selbst entworfen. Für eine halbe Stunde Arbeit gibt‘s 5 Mecki, das macht also einen Stundenlohn von 10 Mecki.

Die selbstgestalteten „Mecki“-Scheine der Mechernicher Kinder. Foto: Paul Düster/pp/Agentur ProfiPress

„Wir haben für die Geldscheine sehr viele gute Gestaltungsvorschläge von den Kindern erhalten und es uns nicht leicht gemacht“, erklärt der K.O.T-Leiter Gunnar Simon, der mit seiner Mitarbeiterin Anja Lehmann und der Jugendbeauftragen für die Region Eifel des Bistums Aachen, Heike Klinkhammer, die schwere Auswahl treffen musste. Über eine Stunde haben sie dafür gebraucht.

Kurz vor dem Start des Projektes wurden die neuen Geldscheine vorgestellt. Die vier Kinder, deren Entwürfe das Rennen gemacht hatten, erhielten als Dankeschön eine „Meckitüte“ mit T-Shirt, Ausweis und einem Aufkleber der „Mechernicher Mecki Kinderstadt“. Die „Geldmacher“ sind der neun Jahre alte Simon Schröder (ein Mecki Schein), die zwölfjährige Leonie Simon (zwei Mecki Schein), die achtjährige Hannah Schneider (fünf Mecki Schein) und die elf Jahre alte Natalia Aretz (10 Mecki Schein).

Heute nun starten die 55 Kinder in ihre „eigene Welt“, die Kinderstadt.  Unterstützt werden sie von 40 bis 45 ehrenamtlichen Helfern, von denen rund 25 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 16 und 20 Jahren sind.

„Wir haben uns von dem Kölner Projekt „Pänzhausen“ von dieser Sache überzeugen lassen“, berichtet Anja Lehmann und ergänzt: „Dabei waren wir von der Kinderstadt so begeistert, dass wir gut ein Jahr lang geplant haben, um etwas Ähnliches auch in Mechernich durchzuführen.“ Heike Klinkhammer erklärt die Hintergründe der Mechernicher Kinderstadt „Mecki“: „Ziel des Projektes ist es, dass die Kinder das Erwachsenleben selber erfahren können und nicht nur erzählt bekommen. Außerdem können sie mit eigenen Ideen ihr Leben gestalten.“

pp/Agentur ProfiPress

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