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In den Fängen der Weinkönigin

In der Zikkurat haben die Zülpicher Eva Trossen und Holger May einen „Live Escape Room“ errichtet – Innerhalb einer Stunde müssen Spieler durch Kombinieren und das Lösen von Rätseln aus einem verschlossenen Raum entkommen

Mechernich-Firmenich – Der Stachel sitzt tief bei Elfriede G. Schon ihr ganzes Leben wird die alte Jungfer von der Männerwelt verschmäht. Und auch ihr größter Traum ging nie in Erfüllung: einmal Weinkönigin werden. Aus diesem Grund schmiedet die betagte Dame einen gemeinen Plan. Sie lädt den Gemeinderat, der für die Ernennung der Weinkönigin zuständig ist, in ihr kleines Häuschen ein. Dort wird sie die Herrschaften festsetzen. Eine Stunde haben die Ratsmitglieder Zeit, um zu entkommen, ansonsten geht der perfide Plan auf und Elfriede G. wird tatsächlich zur Weinkönigin ernannt. Die Haustür fällt ins Schloss, die Uhr tickt…

Eva Trossen und Holger May – hier im Weinkeller der Weinkönigin – haben den Live Escape Room in Eigenregie errichtet und an jedes noch so kleine Detail gedacht. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Das ist die Prämisse des ersten Spiels der neuen Attraktion in der Kultur- und Freizeitfabrik Zikkurat. Das Unternehmen Code 1882 (die Jahreszahl entspricht dem Gründerjahr des Zikkuratbetreibers, dem Unternehmen Alphons Custodis), bestehend aus dem Ehepaar Holger May und Eva Trossen aus Zülpich, hat sich zwischen dem Eingang zum Treppenhaus, das unter anderem in die Bowl-Fabrik führt, und dem Ristorante La Volta eine 300 Quadratmeter große Fläche bezogen und bietet dort Live Escape Games an. Seit Januar hat das Paar, unterstützt von den Söhnen Yven und Jawik sowie der Tochter Zoe ein wohnliches Ambiente geschaffen.

Eine der ersten Gruppen, die „Die Weinkönigin“ gespielt hat: Florian Becker (v.l.), Pauline Mehrens, Marc Bädorf, Lisa Pesch und Jan Strick. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Seit dem letzten Juni-Sonntag ist der erste Live Escape Room „Die Weinkönigin“ eröffnet und spielbar. Doch was ist überhaupt ein Live Escape Game? Eine Gruppe von Spielern lässt sich in einen Raum einschließen. Durch das Lösen von bestimmten Aufgaben erhalten sie Schlüssel oder Hinweise darauf, wie Schlösser zu öffnen sind. Innerhalb einer bestimmten Zeit, in der Zikkurat sind es 60 Minuten, müssen sie entkommen, sonst haben sie das Spiel verloren. Die Spieler sind also gefragt, Adrenalin pur wird ausgeschüttet, da die Zeit läuft. Wer kann am besten kombinieren, rechnen, die Zusammenhänge erkennen, um der Lösung auf die Spur zu kommen? Es gilt: Augen auf!

Die Gruppe junger Menschen, die beim Besuch der Agentur ProfiPress versucht, aus dem „Gefängnis“ der Weinkönigin zu entkommen, lag zunächst gut in der Zeit. Pauline Mehrens und Lisa Pesch aus Oberelvenich, Florian Becker und Marc Bädorf aus Schwerfen sowie Jan Strick aus Bürvenich rasten durch den Raum. „Wir dachten echt, dass sie das locker hinbekommen“, berichtet Yven Trossen, der als Spielleiter fungierte. Doch dann kam das letzte Rätsel – und an dem biss sich das Quintett die Zähne aus. Ein kollektives Brett vor dem Kopf führte dazu, dass die zuvor gewonnene Zeit dahinschmolz. Durch geschickte Hinweise von Spielleiter Yven Trossen, der die Aktionen der Spieler von außen über einen Monitor und Lautsprecher verfolgt und über einen Bildschirm Tipps geben kann, schafften sie es zum Schluss doch noch zu entkommen.

Yven Trossen (mit Bart), Sohn der beiden Betreiber, beobachtet als Spielleiter, was im Rätselraum vor sich geht und kann auch Tipps geben. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Die Fünf waren begeistert. „Das ist Knaller, alleine die Verwendung von Licht und Schwarzlicht und dass jeder anders rangeht“, meinte Florian Becker. „Uns hat das voll Spaß gemacht, das ist super eingerichtet“, erzählt Marc Bädorf. „Ich werde das auf jeden Fall noch mal spielen, wenn es ein neues Rätsel gibt“, kündigte Pauline Mehrens an.

Bühnenbauer bei Harald Schmidt

Das Lob hören Holger May und Eva Trossen natürlich gerne. Für Holger May ist das eine Bestätigung seiner Arbeit. Der Bühnenbauer, der unter anderem für die Kulissen der „Harald-Schmidt-Show“ und „Was guckst du?“ von Comedian Kaya Yanar zuständig war, hat mit seiner Frau alles in Eigenregie errichtet. Riesige Schlüssel zieren den Eingangsbereich des Aufenthaltsraumes, in dessen Herz ein langer, selbst gemachter Holztisch steht. Warten können Gruppen auch über dem eigentlichen Live Escape Room. Dort hat May sich mit seinem Hobby verewigt und eine große Carrera-Bahn aufgebaut.

Die fünf Spieler sind frei: Pauline Mehrens aus Oberelvenich verlässt als erstes den Live Escape Room. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Hauptattraktion ist aber der liebevoll eingerichtete Spielraum. Man glaubt, dort lebe tatsächlich besagte Nicht-Weinkönigin Elfriede G. Ein betagter Kühlschrank, auf dem ein alter Fernseher steht, eine Eckbank, Familienbilder, ein Ofen und ein alter Schrank – der kleine Koch-/Wohn-Raum sieht großartig aus. Aber nicht nur das, es sind weitere Geheimnisse zu lüften. Die Kulisse in dem das Spiel stattfindet, mit seinen wie echt aussehenden Backsteinmauern, ist einfach fantastisch. „Alles, was ich im Leben gelernt habe, ist hier abgebildet“, gibt Holger May zu.

Ständig ist das Ehepaar auf der Suche nach Einrichtungsgegenständen, durchforstet Flohmärkte und Internet-Kleinanzeigen. Manchmal ist auch Glück dabei. „Das Weinregal, das Sie hier sehen, haben wir vor 20 Jahren bei einem Schrotthändler gegen eine Flasche Wein getauscht. Es hat jahrelang bei uns im Weg rumgestanden, jetzt passt es hier perfekt rein“, berichtet Eva Trossen.

Vor Spielbeginn geben die Betreiber den Spielern eine kleine Einweisung. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Natürlich weiß das Ehepaar May/Trossen, dass ein Live Escape Game nach dem Durchspielen für die Teilnehmer uninteressant ist, weil sie die Lösung kennen. Aus diesem Grund wird „Die Weinkönigin“ nicht der einzige Rätselraum bleiben. Der zweite mit Namen „Rallye Zikkurata“ ist schon in Arbeit, der dritte Raum soll eher kindgerecht werden und mit wechselnden Rätseln ausgestattet werden: „Wir können uns vorstellen, dass Kinder hier Geburtstag feiern. Falls eines der Kinder dann bei einem anderen Geburtstag erneut herkommt, soll es sich nicht langweilen, weil es die Rätsel schon kennt“, erklärt der gebürtige Gemünder Holger May.

May und seine Frau sind selbst leidenschaftliche Spieler von Live Escape Games. Im vergangenen Jahr hat er in Dortmund einen gebaut. „Dabei fielen mir ständig Rätsel ein“, erzählt er. Dadurch entschied sich das Paar, selbst einen solchen Raum zu errichten. „Die Zikkurat ist eine Location, in der das funktioniert“, findet Eva Trossen, die auf eine gute und fruchtbare Zusammenarbeit mit den restlichen Mietern der Kultur- und Freizeitfabrik hofft.

Holger May, hier mit seinem Sohn Yven Trossen, hat auf dem Live Escape Room eine Rennbahn errichtet. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Der jetzige Live Escape Raum richtet sich an zwei bis sechs Spieler ab zwölf Jahren. „Ideal ist eine Spielerzahl zwischen drei und fünf“, erzählt Eva Trossen und ergänzt: „Das Spiel eignet sich auch hervorragend als Team-Building-Maßnahme für Unternehmen.“ Preise, Kontaktdaten und weitere Informationen finden Interessenten auf der Internetseite www.code1882.de.

pp/Agentur ProfiPress

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